Gehen Fürstenwalde die Ideen aus?

Nachdem es vor zwei Jahren noch einen Eklat gab, der jenseits von Gut und Böse war, wurde im darauffolgenden Jahr Geschichte geschrieben. Viele Kulturschaffende und Vereine sowie Mitbürger von Fürstenwalde, die wissen wie es laufen kann, nahmen die Zügel in die Hand und kreierten ein Fest für alle Fürstenwalder. Das Dom-Areal wurde mit Bühnen bestückt, Kulturfabrik und Museum mit einbezogen – auf ihnen liefen vielfältige künstlerische, tänzerische sowie besondere musikalische Highlights. Es gab sogar ein Riesenrad für die ganz Mutigen. Überall liefen beispielsweise die Aristokraten durch die Menge und trieben ihren Schabernack. Und auf dem Markplatz, der Mühlen- sowie der Rathausstraße gab es Halligalli mit großer Bühne für die Superstars, die Talentebühne für junge Musikschaffende. Außerdem sorgten zahlreiche Karussells, Losbuden und  Marktstände für Abwechslung und Gaumenfreuden. Der Veranstaltungsplan im letzten Jahr war so zeitlich detailliert ausgearbeitet, dass den Gäste schwerfiel, sich die Frage zu beantworten: Wo gehe ich als erstes hin? Ähnliches kennt man auch aus Erkner, die Organisatoren dort haben es wirklich drauf und beweisen uns das jedes Jahr aufs Neue. Auch die Storkower, die am zweiten Juni-Wochenende die Korken knallen lassen werden, hatten im Vorfeld eine Fülle an Ideen. Und nun haben wir hier in Fürstenwalde ein Stadtfest erleben können, mit Tendenzen zur Rückentwicklung – man könnte es auch „Fest nach Vorschrift“ nennen. Um gleichbleibende viele – oder sogar jedes Jahr mehr –Fürstenwalder „hinten dem Ofen herzulocken“, müsste man schon jedes Jahr (zumindest eine kleine) Schippe drauflegen. Schade eigentlich…. ABER: Das schöne und stark frequentierte AWO-Fest gehört schon zur Tradition beim Stadtfest und zog viele Senioren auf den Vorplatz des Museums unter die Bäume. Cheforganisatorin Erika Lux organisiert dieses Fest in Eigenregie schon sehr lange und plant den Ablauf nahezu minutiös. Mit dabei war das Tanzstudio Miral aus Fürstenwalde, das mit 25 Kindern in tollen Kostümen eine wunderschöne, begeisternde Show zeigte. Danach, auf der kleinen Bühne, direkt an der Seite der Kulturfabrik, kamen zum AWO Fest die Bands Doghouse Roses und The Fugitives zum Tragen und nicht zu vergessen, das Finsterwalder Brauhaus servierte am lauen Freitagabend ihr genussvolles Bier – aus heimischer Produktion versteht sich. Derweil liefen auf der Hauptbühne auf dem Marktplatz die legendären Partymacher zur Höchstform auf und heizten mit allerlei fetzigen Songs ein. Anscheit & Friends brachten mit seiner neuen Idee viel Schwung auf die Bühne. Die Qualität ist um ein Vielfaches gestiegen, er beweist einmal mehr, dass es Sinn macht sich neu zu erfinden. Das musikalische Repertoire war mit seinen Gesangssolistinen, die Nena und Tina Turner und er selbst Udo Lindenberg imitierten, ein Hörgenuss. Das Stadtfest am Samstag war hingegen ganz schön heiß – leider nur aus Sicht der Temperaturen. Der Markplatz füllte sich erst, als die Tanzgruppen der Stadt Fürstenwalde ihr 3-stündiges Programm in tropischer Hitze präsentierten. Für die jungen Tänzer war das eine Herausforderung, weil durch die Sonne der Bühnenboden unheimlich aufgeheizt war. Sie alle gaben ihr Bestes und zeigten gemeinsam viel aus ihren Tanzprogrammen. Mit dabei waren der Tanzkreis Fürstenwalde, United Dancers, Tanzstudio Miral, Tanzschule Tanzappeal, Caramelle è fiori sowie aus der Partnerstadt Choszczno das „Song and Dance Ensemble Stobnigzanie“. Der Bürgermeister der Stadt Fürstenwalde, Hans-Ulrich Hengst begrüßte die Gäste und gemeinsam mit der Los-Fee und Markus Kischel zogen sie die Gewinner des „Koffers zum Glück“. Im Anschluss folgte das Mitmach-Event „We are Family“, das im Vorfeld schon für Furore gesorgt hatte. Viele Tanzgruppen hatten sich mit Tänzern beteiligt, unter Anleitung von Kora Media hatten sie ein Tanzvideo produziert und Online gestellt, um die Fürstenwalder und ihre Gäste auf diesen Act einzustimmen. Mit einfachen Schritten tanzte sie nun alle auf dem Marktplatz. Der KRTC und der Artistenverein Fürstenwalder Sternchen zeigten ebenfalls, was in ihnen steckt. Denn ganz so einfach, wie es ausschaut ist es nicht, dazu gehört viel Übung, Ausdauer und Fleiß – das war eine klasse Vorführung. Am Dom war das große Kinderfest derweilen schon im Gange, mit allerlei, was das Kinderherz begehrt – von Bastelangeboten bis zu Geschicklichkeitsspielen. Auf der Hauptbühne am Abend erlebte man „Classic meets Rock“ – die drei hübschen Ukrainerinnen rockten die Bühne, bevor Schlagerbarde Bernard Brink auf die Bühne kam und den Abend mit seinen „Greatest Hits“ rockte,  die viele Gäste feierten, als wenn es kein Morgen gäbe.  Der Sonntag beim Stadtfest stand im Zeichen des Sports am Dom zu Fürstenwalde, für die Jüngsten gab es den 3. Fürstenwalder Mini-Marathon von der BSG Pneumant. Auch die „Wood Street Giants“ luden ein zum Korbwurf, der Boxclub 05 war mit auf dem Areal, wie noch viele andere Sportvereine.

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