Filmvorführung und Gespräch

    Das theater 89 feiert seinen 30. Geburtstag: 1989 noch in der DDR gegründet, 20 Jahre vom Berliner Senat gefördert, folgt es einem Konzept der Aufführung selten gespielter, vergessener oder ins Abseits gedrängter Autoren sowie der Entdeckung und Förderung neuer Dramatiker und neuen Schreibens. 2015 hat die Bühne die Hauptstadt verlassen und ist in die Uckermark umgezogen.

    Eines ihrer Hauptfelder, die Arbeit mit Laien, steuert sie nun von dort aus: In Biesenbrow ist im September zum Beispiel ihr dreijähriges Open- Air-Projekt zu Ehm Welks „Die Heiden von Kummerow“ mit Beteiligung vieler Biesenbrower zu Ende gegangen. Die Inszenierung „Die letzten Tage der SED“ wiederum, mit der das Team um den künstlerischen Leiter und Regisseur Hans-Joachim Frank gerade durch den Landkreis Oder-Spree tourt, wird von der Frankfurter Singakademie unter Leitung von Rudolf Tiersch unterstützt.

    Anlässlich des diesjährigen Bühnenjubiläums hat das rbbFernsehen die aktuelle Sommertournee des theaters 89 durch Städte mit historischen Stadtkernen in Brandenburg mit einem Filmteam begleitet. Entstanden ist ein Dokumentarfilm (29 min.), der die Begeisterung im Proben- und Aufführungsalltag der Theaterleute einfängt. Film und Jubiläum sind nun Anlass für eine öffentliche Gesprächsrunde auf der Burg Beeskow, die die Probleme, aber auch die Möglichkeiten von Theater in der Provinz zum Thema machen will.

    Als Gäste haben sich dazu neben Hans-Joachim Frank unter anderen Urs Berzborn (Grotest Maru, Berlin) und Ulrike Boie (Treffpunkt Bühne, Beeskow) angekündigt. Vorab läuft die Reportage „Unterwegs mit fahrendem Volk“. Der Abend beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Donnerstag, 7. November, um 19 Uhr Burg Beeskow, Unterm Dach.

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