Wir sind Kinder der Stadt Fürstenwalde

Vier Adventskonzerte auf der Plattform des Tanzkreises

Gut, wenn man Freunde hat, die einem auch in schwierigen Zeiten unter die Arme greifen. Das gilt besonders jetzt, wo wir alle im Würgegriff der Corona-Pandemie sind. Besonders die Künstler haben es zurzeit sehr schwer, sie hatten zumeist seit März keine Möglichkeit mehr, bei Events aufzutreten, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Man kann sich vorstellen, was das für jeden einzelnen bedeutet – nicht nur ein Karriereknick, sondern vielmehr die Überlegung, das Kulturelle komplett an den Nagel zu hängen. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel um Marcel Schnieber, den Tanzkreischef in Fürstenwalde. „Mit Ideen und Freunden gibt es immer ein Licht am Ende des Tunnels“, sagte er. Wir hatten schon darüber berichtet, was alles aufgeboten und mit Enthusiasmus realisiert wurde und am Ende steht dann das Produkt bereit zum Streamen. Das ist mittlerweile ein gängiges Format für viele Künstler, wenigstens in der Erinnerung zu bleiben, gespickt mit vielerlei interessanten Inhalten, um den Zuschauer, den Gast, den Freund & Fan am Bildschirm zu halten – ob Facebook, Instagram oder Twitch, auf allen Kanälen kann und wird gesendet.

Der Tanzkreis ist nun noch medialer unterwegs als er es ohnehin schon war und bietet seinen befreundeten Künstlern eine eben dieser Plattformen an, sich dort selbst zu produzieren. Dabei kommen ihm die Freunde und natürlich die Familenbande zugute, die mit aller Kraft helfen, dass es gelingt. An allen Adventssonntagen ist das Team im Einsatz, und jeder für sich möchte, dass es auf seinem Fachgebiet keine Störungen gibt, dementsprechend ist der Leistungsdruck gewachsen. Die Adventszeit ist doch eigentlich ein Familienevent zu Hause bei köstlichem Gebäck und Stolle, mit Kaffee & Tee, aber dieses Jahr ist verkehrte Welt. Künstler, wie „Kesh“, Undine Lux, Will Church und Mike la Funk sowie am Sonntag „Snowy“, haben es schwer und umso begeisterter waren sie über die Aussicht, beim Tanzkreis Fürstenwalde ihre Kunst zu präsentieren. Eine Stunde geballte Musikvielfalt im Gespräch mit Moderator Marcel, das ließ die Herzen höherschlagen. Jeder für sich hatte ein kleines Konzept zusammengeschnürt. Um die Technik brauchten sie sich nicht kümmern, denn auch für diejenigen, die immer hinter der Bühne stehen und die Fäden in der Hand halten, war die Live Performance eine willkommene Abwechslung zum Schalten und Walten. Und was die wiederum alles zur Verfügung stellten, war wie Goldstaub. Etliche Kameras mit hohen qualitativen Standards, Bildschirme für Künstler und Techniker, LED-Lichtwände mit Einspielungen, Tontables, Mischpulte… größer und funktionaler als bei einem Madonna Konzert. Jetzt würde nur noch Pyro fehlen, witzelten die Technik-Affinen. Damit alles gut zu hören ist, hatten sie die beste Software an den Start gebracht. Für die Künstler ein Schlaraffenland des Überflusses und der Möglichkeiten.

Marko, auch einer der Ideen-Umsetzer im Tanzkreis, der mit Bruder Daniel schon so manches Problem gewuppt hat, kennt sich unter anderem auch mit der Weiterleitung von Signalen aus, so dass das Netzt nun stabil bleibt. Und kaum ist das der Fall, haben gleich alle ihre medientauglichen Telefone gezückt, um dies auf ihre Accounts weiterzuleiten, um noch mehr Fans zu erreichen, denn Image ist alles in der heutigen Medienwelt. „Es ist ja nicht nur eine Gaudi, sondern soll auch zeigen, dass die Künstler Kinder der Stadt Fürstenwalde sind. Sie sind hier aufgewachsen, zur Schule gegangen, haben ihre ersten Schritte im Musikbusiness gewagt und sind dann erfolgreich durchgestartet. Jetzt, durch Corona, hat sich viel verändert. „Wir sehen uns wieder, erkennen uns und machen gemeinsame solche Gigs, die es zuvor in solch einer Situation vielleicht nicht gegeben hätte. Für die interessierten hat das wiederum auch was Gutes, sie verlieren nicht den Kontakt zu ihren Idolen und sie sehen: Da gibt es noch viel mehr, das kann nur ein Vorteil sein“, fasste Initiator Tanzkreischef Marcel Schnieber zusammen.

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