Im Sommer 2018 hatte die Bundesregierung die „konzertierte Aktion Pflege“ ins Leben gerufen und damit eine Diskussion mit Gewerkschaften, Arbeitgebern, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Krankenkassen sowie Betroffenenverbänden angestoßen. Zur Zwischenbilanz und zum Start der „Ausbildungsoffensive Pflege“ als erstes Ergebnis sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Montag in Berlin:

    „Angesichts des Pflegenotstands in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen ist die Ausbildungsoffensive als Ergebnis der ‚konzertierte Aktion Pflege‘ ein unverzichtbares Signal, um die Qualifizierung der Fachkräfte von Morgen voranzubringen und für eine bessere Versorgung alter und kranker Menschen durch mehr Pflegepersonal zu sorgen. Die Ausbildungsoffensive muss jetzt schnell und mit Nachdruck umgesetzt werden.

    Der Pflegeberuf muss wieder attraktiv werden, um sich in der Konkurrenz um die Fachkräfte der Zukunft durchzusetzen. An diesem Ziel müssen sich alle laufenden und künftigen Maßnahmen messen lassen. Die Gewerkschaften setzen sich deshalb für hervorragende Bedingungen bei der Ausbildung nach hohen Qualitätsstandards ein. Aber Auszubildende müssen nicht nur gewonnen, sondern auch langfristig im Beruf gehalten werden: durch gute Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung.

    Sorgen bereitet die aktuelle Forderung der Länder, nicht mehr für die Investitions- und Mietkosten der Pflegeschulen aufkommen zu müssen, die nicht aus dem Ausgleichsfonds refinanzierbar sind. Nur wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, werden wir die dringend benötigten Ressourcen für eine qualitativ bessere Aus- und Weiterbildung sicherstellen. Das ist wesentlich für die Motivation der Auszubildenden und den Ausbildungserfolg in den Pflegeschulen und an den verschiedenen Einsatzorten der praktischen Ausbildung.“

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