Stefan Kunath – jung, dynamisch, erfolgreich

Stefan Kunath, Bundestagskandidat der Linken im Wahlkreis 63, ist ein engagierter und gebildeter junger Mann Anfang dreißig, der sein politisches Verständnis und Handeln in die Waagschale wirft, um die Menschen von hier im Bundestag würdig zu vertreten. Seine Vita liest sich nicht wie die eines klassischen Linken aus der Perspektive eines Parteisoldaten. Das lockere Sommerinterview mit Stefan Kunath war eher eine gemütliche Kennenlernphase bei gutem Kaffee am Hotel am Spreebogen in Fürstenwalde. Bewundern möchte man sofort, dass er aus einem meinungsfesten Familienumfeld kommt und um die Komplexität des Lebens weiß. Hier und da konnte er das politische Leben auch bereits kennenlernen. Nach Abschluss des Gymnasiums mit erfolgreichem Bestehen des Abiturs, trieb es ihn jedoch erst einmal weg – und zwar richtig weit weg. Ein freiwilliges soziales Jahr empfand er als angemessener als bei der Bundeswehr zu sein. Er möchte für die Menschen da sein und helfen, wo man ihn braucht.

Für ein Jahr ging es nach Israel in ein Frauenhaus. Die Verantwortlichen dort wollten gern einen Mann zur Unterstützung für die Kinder, die oft keinen Vater hatten. Stefan Kunath füllte diese Stelle aus. Es war nicht einfach, aber dafür ungemein bildend – trotz Sprachbarriere. Es verlief alles in Harmonie, die Hilfe, die er leistete für die Familien, das gleichzeitige Kennenlernen der Kultur in Israel habe ihm viel gebracht, vor allem Verständnis für die Situation der Menschen dort. Heute sieht er dieses Jahr als einen Meilenstein seiner Erfahrungszeit. Zurück in Deutschland, geht er studieren – Politik, Verwaltung und Soziologie in Potsdam. So, wie er es beschreibt, waren seine Eltern etwas erstaunt, wie sich sein Entwicklungspotenzial plötzlich zeigte. Heute, nach den Jahren des Studiums, sind sie begeistert und stolz über seine Fächerwahl.

In dem Zusammenhang bekam er Gelegenheit, seinen politischen Blick zu schärfen, bei einem Bundestagsabgeordneten der Linken in Berlin. Das habe ihm im Studium einen besonderen Vorteil gebracht, er nennt es immer ein „duales“ Studium. Auf der einen Seite die Theorie, auf der anderen Seite die Praxis – hier bekam er Einblicke hinter die Kulissen des politischen Stelldicheins im Deutschen Bundestag: Wie werden Anträge formuliert? Wie kann man mit den geeigneten Instrumenten die Bundesregierung aus der Reserve locken? Was muss man tun, um Projekte mit Leben zu erfüllen und sie weiter in die Erfolgsspur zu lenken? Das und vieles mehr waren Erfahrungen, die er nicht missen wolle. Mit der Wahl von René Wilke, den er schon lange von gemeinsamen Aktionen und Protesten kennt, zum Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Frankfurt (Oder) und der Tatsache, dass er seine Promotion an der Europauniversität Viadrina schreibt, war für ihn klar: Ich komme zurück! Das ist meine Heimat, hier will ich was bewegen und helfen, aus Frankfurt (Oder) eine Stadt zu machen, die über alle Ländergrenzen hinweg einen positiven Charme versprüht.

Die Linken schätzen und kennen diesen jungen aufstrebenden, politisch interessierten jungen Mann. Sie haben ihn zum Kreisvorsitzenden ernannt – mit einer Traumquote wie einst – und zusätzlich ist er auch Mitglied im Stadtverordneten-Parlament. Nun hat er den Hut in den Ring geworfen und engagiert sich im Bundestagswahlkampf. Da brodeln die Themen im Sekundentakt aus ihm heraus, und das sind Themen, die uns eigentlich alle etwas angehen sollten: Eisenhüttenstadt, einst der Stahlstandort schlechthin, hat so viele Probleme, vor denen man seine Augen nicht verschließen kann. Die Transformationen in der Industrie sind derzeit ein großes Thema, es geht um klimagerechte Produktion – auch für das Stahlwerk und dessen Beschäftigen. Die Bundesregierung hat ein 8 Milliarden Euro schweres Förderprogramm aufgelegt, ein Teil davon ist für die Stadt bestimmt. Nur ist nicht klar definiert, inwieweit und wofür das Geld eingesetzt werden soll. Weitere Infos hier: https://spreebote-online.de/politik/bundesregierung-ist-gefordert/

Wasserstoff wird in der Zukunft helfen, die Klimaziele zu verwirklichen, da ist sich Kunath sicher. Der Energieträger könnte für die Beschäftigen nicht nur in der Lausitz, sondern auch hier vor der Tür viele neue und alte Arbeitsplätze sichern, ob blau aus Nordstream II oder Windkraft oder Solar, das wird alles helfen für die Zukunft. Das Wohnungsproblem ist überall ein Thema, mit der Eröffnung des BER und der Tesla-Ansiedlung kommt es weiter zu Spannungen und damit einher geht es gleich weiter mit der Infrastruktur, Schulen, Straßen, Einkaufsmöglichkeiten, Erholung, Kultur… Dem zu begegnen und Lösungen zu schaffen, werden große Herausforderungen sein, denen Stefan Kunath sich stellen will.

In den ostdeutschen Ländern soll es zudem noch Zukunftszentren geben. Vorstellen könnte man sich das beispielsweise in der Universitätsstadt. Die voranschreitende Digitalisierung und der zunehmend spürbare demografische Wandel verändern gravierend die Arbeitswelt. Dies bietet gerade für kleine und mittlere Unternehmen neue Chancen und Wachstumsaussichten. Der Schwerpunkt der „Zukunftszentren“ liegt daher auf der Befähigung von Unternehmen und deren Beschäftigten. Der Ausbau der freundschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Nachbarland Polen soll weiter ausgebaut werden, davon haben wir alle etwas. Der Wohnungsneubau mit Weitsicht sollte unbedingt mit auf die kommenden Maßnahmenpläne. Diese sollten, so Kunath, auch in kommunaler Hand verbleiben, das berge Vorteile für die Kommune und würde nicht irgendwelchen Spekulanten in die Hände spielen. 

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