Der Neujahrsempfang der CDU Oder-Spree fand in diesem Jahr nicht wie in den letzten Jahren im Audi Zentrum in Fürstenwalde statt, sondern getreu dem „C“ der Christlich Demokratischen Partei im Dom zu Fürstenwalde. Das Atrium des Dom bildete an diesem Abend den Mittelpunkt für eine gediegene Atmosphäre im Kreise der vielen Gäste. Karin Lehmann, die Kreisvorsitzende der CDU, und Achim Schneider, Vorsitzender der CDU Woltersdorf, begrüßten alle Anwesenden und luden zum Sektempfang. Sicherlich ist der Beginn eines jeden neuen Jahres eine gefühlsbetonte Zeit, wenn Parteien und Institutionen zu den Neujahrsempfängen laden. Aber es ist auch notwendig – neben der Harmonie dieser Neujahrsempfänge – in der Politik auf Kreis-, Länder- und Bundesebene wichtige Impulse für die Zukunft zu setzten und sich mit Menschen auseinanderzusetzen, die in der unmittelbaren Region so manches Mal für politische Kontroversen sorgen. Zu Beginn richtete die Kreisvorsitzende der CDU das Wort an ihre Gäste und sagte: „2016 war ein spannendes Jahr für die CDU Oder-Spree. Galt es doch erstmalig, den Landrat unseres Landkreises direkt zu wählen. Mit Sascha Gehm schickten wir einen jungen Volljuristen ins Rennen. Fünf Kandidaten kämpften mehr oder weniger intensiv um das Amt des Landrates. Rolf Lindemann und Sascha Gehm kamen in die Stichwahl. Das notwendige Quorum fehlte, und so hatten wir immer noch keinen Landrat. Unser Sascha Gehm hat mit 38,3 Prozent bei der Stichwahl ein achtbares Ergebnis eingefahren. Am 25. Januar diesen Jahres wählte dann der Kreistag einen neuen Landrat. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an den Landrat des Landkreises Oder-Spree, Rolf Lindemann. Aber die nächste Herausforderung an uns alle lässt nicht auf sich warten. Am 24. September findet die Bundestagswahl statt. Sie wissen alle, dass in unserem Wahlkreis 63 Frankfurt (Oder) & Oder-Spree der AFD-Kandidat Alexander Gauland antritt. Auf diesen unseren Wahlkreis schaut ganz Deutschland. Ich fordere jeden einzelnen auf: Gehen Sie zur Wahl und verhindern Sie einen Alexander Gauland! Einen Mann, der sich Brandenburger nennt, aber in Hessen seine Steuern zahlt. Einen Mann, der Polizisten „Knallchargen“ nennt und sich über jedes Parkverbot hinwegsetzt. Einen Mann, der gleichzeitig Landtags- und Bundestagsabgeordneter werden will. Wie das auch zeitlich gehen soll, entzieht sich meiner Phantasie. Selbstverständlich werbe ich, und zwar nicht nur an dieser Stelle, für Martin Patzelt. Unser Anspruch ist, Martin Patzelt gewinnt das Direktmandat. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir jede Unterstützung. Mit ihm werden wir einen engagierten Wahlkampf in unserem Wahlkreis führen und gleichzeitig unsere Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel unterstützen. Ich danke insbesondere unseren Mitgliedern, die sich über ihre Mitgliedschaft hinaus engagieren und denjenigen, die unsere politische Arbeit aktiv unterstützen. Ich danke auch jenen, die bei Wind und Wetter an Canvessing-Ständen oder in ihrem Umfeld Unterschriften gegen die unsinnige Kreisgebietsreform sammelten. Es gilt, diese undurchdachte Reform, die keinesfalls Geld einspart, sondern nur kostet, zu verhindern. Die CDU Oder-Spree kämpft für Frankfurt (Oder) als kreisfreie Stadt und den Landkreis Oder-Spree in seinen jetzigen Grenzen mit der Stadt Beeskow als Kreisstadt. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein glückliches, erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2017! Nach dieser Rede konnte man mit Fug und Recht sagen: Der Bundestagswahlkampf hat nun begonnen! Die Festrede an diesem Abend übernahm Elke Hannack. Sie ist stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes sowie im Bundesvorstand der Christlichen Demokratischen Arbeitnehmerschaft. In ihrer Rede warnte sie vor dem stetig wachsen Populismus in Deutschland aber auch im Ausland, mit Hinblick auf die französische Front National und andere Parteien, die das rechte Spektrum abdecken. Auch ist der neue US-Präsident Donald Trump nicht zu unterschätzen. Er setzt auf Nationalismus und Abschottung anstatt auf Freihandel und Demokratie. Sie erinnerte daran, dass 2017 ein Super-Wahljahr ist, dass nicht nur in Deutschland gewählt würde, sondern auch in Frankreich und den Niederlanden. Hierzulande ist es die AfD, die aus der Sicht der etablierten Politik argwöhnisch betrachtet wird auf ihrem Weg, das Land zu spalten. Sie rief dazu auf, die volle Energie jedes einzelnen in die politische Arbeit zu stecken. „Der Wahlkampf, der uns bevorsteht, wird in jedem Falle ein Kraftakt für alle Parteien sein. Wir brauchen eine klare Abgrenzung zur AfD. Entscheidend werden die Inhalte der politischen Botschaften sein, denn nur, wenn das gelingt, dann haben wir eine Chance gegen die Gaulands dieser Welt. Drei große Schwerpunkte wird es im Wahlkampf geben: zum einen Sicherung der Arbeit für die Zukunft, im weiteren sozialer Zusammenhalt mit dem besonderen Ziel sozialer Gerechtigkeit und drittens Investitionen in die Zukunft. Um dem Populismus den Nährboden zu entziehen, muss ganz unten begonnen werden. Sozialgerechtigkeit ist da ein Schlagwort, was es gilt, umgesetzt zu werden. Denn wenn die Menschen von der Arbeit nicht leben können, dann schürt das Existenzängste, also muss doch etwas an den Rahmenbedingungen geändert werden, damit die Menschen in unserem Land eine Zukunft haben“, so Elke Hannack abschließend. Danach erfolgte traditionell die Ehrung eines besonderen Bürgers. In diesem Jahr war es die Vorsitzende des Feuerwehrvereins Fürstenwalde, Marion Römer. Seit 25 Jahren ist sie ehrenamtlich tätig, mit Herzblut voll dabei – erst als Vorstandsmitglied und nun schon seit 13 Jahren als Vorsitzende des Feuerwehrvereins Fürstenwalde. Darüber hinaus ist sie seit langen Jahren Mitglied in der CDU, hat für ihre Partei in der Vergangenheit fünf Jahre im Stadtparlament gestritten und an wichtigen, zukunftsträchtigen Entscheidungen mitgewirkt. Dafür und für noch viel mehr wurde sie an diesem Abend vor allen Gästen feierlich geehrt. 

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