Bei einem Treffen der Initiative für den Wiederaufbau der Obstbauversuchsanstalt mit Vertretern der CDU Märkisch-Oderland am Mittwoch in Müncheberg, wurde das unlängst bekannt gewordene Konzept des SPD-Ministers Jörg Vogelsänger zum Erhalt der renommierten Obstforschungsstation kritisiert. „Es ist eine Schande, wie Rot-Rot das bundesweit bekannte Vorzeigeobjekt an langer Hand verkümmern lässt“, sagte Eduard Johann, CDU-Bürgermeisterkandidat für Müncheberg. Die Traditionsanstalt ziehe jährliche Hunderte von Besuchern und Obstliebhabern aus dem ganzen Land an. Allein mit Freiwilligen könne man solch ein Areal nicht in Schuss halten, meint Johann. Nach den Vorstellungen des Ministers sollen nur vier Mitarbeiter und ein freiwilliger Verein das 32 Hektar große Areal betreiben, auf dem unter anderem über 1.000 Apfelsorten wachsen. Auch die CDU-Politikerin Ingrid Pliske-Winter von der Müncheberger Kindertagespflege „Grashüpfer“ erteilte dem Vorstoß des Ministers eine Absage: „Wir haben in Müncheberg einen Schatz, den die Landesregierung leichtfertig aufs Spiel setzt. Unsere Kinder dürfen nicht mit dem Wissen aufwachsen, dass es nur vier Standard-Äpfel aus dem Supermarkt gibt“, sagte die vierfache Mutter. Pliske-Winter kündigt an, bei der kommenden Bundestagswahl antreten zu wollen. Die Initiative zeigte sich erfreut über die Ankündigung: „Wir freuen uns, wenn eine Münchebergerin eine starke Stimme in der Bundespolitik werden möchte“, sagte Initiative-Sprecherin Sabine Niels.

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