Zum diesjährigen Neujahrsempfang der LINKEN in Fürstenwalde kamen ca. 80 Gäste aus Politik und Vereinen. Den Empfang, der in der Kunstgalerie im Alten Rathaus stattfand, nutzen die Gäste zum Gedankenaustausch mit dem Bundestagsabgeordneten der LINKEN, Thomas Nord, der in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge den Wahlkreis im Deutschen Bundestag vertreten will. Bei der Bundestagswahl gehe es darum, die Große Koalition abzulösen und die CDU in die Opposition zu schicken. Die Alternative sei Rot-Rot-Grün. „Darum werde ich mich in meinem Wahlkampf hauptsächlich mit der Großen Koalition auseinandersetzen. Es geht darum, Wege für eine progressive Alternative aufzuzeigen und damit die eigenen Wähler zu mobilisieren.“ Befragt nach dem Wahlziel der Linkspartei in Brandenburg sagte Nord: „20 Prozent plus X klingen im Moment utopisch, sind aber erreichbar.“ Der Stadt- und Fraktionschef der LINKEN in Fürstenwalde, Stephan Wende, zog eine Bilanz des Jahr 2016: „In 2016 sind 382 junge Fürstenwalder geboren und auch 2.342 Menschen nach Fürstenwalde gezogen. Ihnen allen ein ehrliches und herzliches Willkommen in unserer Stadt! Fürstenwalde nennt sich wieder selbstbewusst eine wachsende Stadt – zu Recht! Das alles sichert Investitionen für das regionale Gewerbe, Arbeitsplätze und Entwicklung statt Stillstand. Es geht also vorwärts – und trotzdem ist keine Zeit, sich bequem zurückzulehnen. Wir müssen uns noch mehr in die Lebenswirklichkeit der Menschen in unserer Stadt einfühlen. Es gibt Quartiere in unserer Stadt, in denen nicht allzu viel gut ist, wo Menschen ohne Hoffnung und in Resignation leben, wo das Umfeld und die Wohnsituation alles andere als attraktiv sind. Wir brauchen Quartiers- und Bildungsmanagement genau hier. Aber vor allem brauchen wir ein Bewusstsein dafür. Die Stadt muss die Förderkulisse des Programmes ‚Soziale Stadt‘ auf Quartiere in Nord und Süd ausdehnen und vor allen Dingen mit den sozialen Trägern Strategien zur sozialen Aufwertung entwickeln. Wir brauchen Zuwendung und Zuhören, Hilfe zur Selbsthilfe und das Gefühl, dass niemand mehr ausgegrenzt wird. Solidarität im besten Sinne, Nachbarschaftlich im Alltag und bewusst in Politik und Verwaltung.“ Wende, der auch Kreistagsabgeordneter ist, äußerte sich auch zur Kreisgebietsreform: „Gestalten wir doch die Kreisgebietsreform endlich im Interesse dieser Region. Ostbrandenburg ist leider nicht die Region mit dem Wachstumsimage. Westbrandenburg boomt, Investoren haben uns eher nicht oder schlecht wahrgenommen. Berechtigt oder auch nicht. Aber der Ruf Frankfurts betrifft uns alle – und stärkt und schwächt die Region. Lassen Sie uns die Chance ergreifen und diese Region gemeinsam gestalten. Und wenn die Gebietsreform der notwendige Anstoß ist – dann bitte. Denn bisher gibt es wenig Gemeinsames. Mehr Mut und Menschlichkeit habe ich vorhin gewünscht, das heißt auch Ehrlichkeit und Klarheit! Dazu gehört eben auch, dass im Gemeinsamen und nicht im Trennenden und Ausgrenzenden die Lösung liegt. Das gilt in der Weltpolitik genauso wie hier in den alltäglichen kommunalen Scharmützeln.“

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