„Die Gemeinschaftsschule – eine Chance von Heute und Morgen!?“ hieß das Thema der Gemeinschaftsschulkonferenz der LINKEN, die Eberhard Sradnick am vergangenen Freitag begrüßen durfte. Schulleiter, Pädagogen und Bildungspolitiker aus der gesamten Bundesrepublik folgten der Einladung der LINKEN nach Fürstenwalde an die Sonnengrundschule, die „durch die Stadt hervorragend zur Inklusiven Schule umgebaut wurde“, wie Eberhard Sradnick den Anwesenden mit Stolz erklärte. „Ich streite im Kreistag und vor Ort in meiner Kommune für die Gemeinschaftsschule als Schule für alle.“ Als positive Beispiele benannte er die Grund- und Oberschulen in Müllrose und Bad Saarow. „Es wäre wünschenswert, wenn noch mehr Eltern, Lehrer und Schüler, aber auch die Kommunen erkennen, dass die inklusive Schule, die das gemeinsame Lernen aller in den Mittelpunkt stellt, die Schule der Zukunft sein wird. Sie müssen sich auf dem Weg machen, diese als Schulzentren zu entwickeln.“
Unterstützung erhielt er von Kathrin Dannenberg, der bildungspolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion DIE LINKE, die das Konzept der Landesregierung zur Gründung von Schulzentren vorstellte. „Eine Schule mit einem Schulprogramm, einem Schulträger, einem Kollegium, einer Leitung“, verspricht sie und erklärt das Ziel der Landesregierung „für mehr Chancengleichheit der Kinder und Jugendlichen die Rahmenbedingungen für langes gemeinsames Lernen deutlich zu verbessern.“ Dazu gehören multiprofessionelles Team in den Schulen und gesonderte Stelle in der Schulleitung, aber auch Inklusion als Pflicht des Schulprogramms. Gleichzeitig kündigte sie ein Kommunales Investitionsprogramm des Landes mit 80 Millionen Euro für Bildung für die nächsten drei Jahre an. Auch für Fürstenwalde wünscht sich Stephan Wende, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in Fürstenwalde, die Entstehung von Schulzentren. „Und wir sollten die Chance, die das Konzept der Landesregierung bietet, konsequent nutzen: Schulzentren mit in Kooperation von Oberstufenzentrum und dem Gymnasium. Sowohl die Jähn- und Gagarin-Schulen können jetzt schon sich zu einem Bildungscampus entwickeln als auch das die Gossmann-Grundschule und die Spree-Oberschule künftig ein gemeinsames Schulzentrum werden können. Das muss jetzt, wo der Schulneubau für die Spree-Oberschule diskutiert wird, auf den Weg gebracht werden. Denn wir müssen dann anders und besser bauen!“ In einer Gemeinschaftsschule können alle Kinder und Jugendlichen gemeinsam von- und miteinander lernen. In der Gemeinschaftsschule werden die Schüler nicht in abschlussorientierte Klassen oder Lerngruppen sortiert. „Es gibt keine begabungsgerechte Gliederung der Schulen. Ausgrenzung im Bildungssystem muss überwunden werden“, forderte die Bildungsexpertin der Linksfraktion im Bundestag, Dr. Rosemarie Hein und fragte verschmitzt nach, „warum eigentlich das Gymnasium gezwungen wird, Schüler nach Leistungen auszusortieren, statt sie individuell und nach ihren Stärken zu fördern. Es darf keine frühzeitige Trennung in besondere Bildungsgänge zum Abitur geben. Ich bin überzeugt davon, dass alle Kinder in ihrer Individualität gefördert werden müssen und zu einem höchstmöglichen Schulabschluss geführt werden können“, so Dr. Hein. „Ich glaube, dass gute Gemeinschaftsschulen künftig zu Schulen ohne Hausaufgaben, dafür gesundem Mittag für alle werden können. Mit fachübergreifendem Unterricht ohne Klingelzeichen, dafür mit offenen Lernformen und -inseln“, warb Eberhard Sradnick nochmal in seinem Grußwort. „Bildung sichert Zukunft, macht selbstbewusst und selbständig und stark gegen jeglichen Extremismus. Oder-Spree soll eine echte Bildungsregion werden. Inklusiv und bestens aufgestellt. Von der frühkindlichen und allgemeinen Bildung bis hin zur Erwachsenen-, Aus- und Weiterbildung. Dafür müssen wir die Bildungsinstitutionen besser vernetzen, Modellprojekte koordinieren, Zugänge sichern und aus Schulen und Ausbildungsstätten öffentliche und anerkannte Orte der Kommunikation und Begegnung machen!“

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