Jürgen Teichmann tritt nach 15 Jahren im Amt zurück

    Nachdem die LINKE in Fürstenwalde am vergangenen Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung im Trebuser Seeblick versucht hatte, mit einem Eilantrag „Beratungsgegenstand – Antrag der Fraktion Die LINKEN – Beschluss des Hauptausschusses zur DS6/769 aufheben und in der SVV entscheiden“ den im Hauptausschuss getroffenen Beschluss wieder aufzuheben, schrillten bei den gewerbetreibenden Mietern des Geländes in der Leistikow-Straße in Fürstenwalde die Alarmglocken. Inhaltlich sollte die Rücknahme der Kündigung der gewerblichen Mieter wiedereingesetzt werden, damit das Areal (3,5 Hektar) zur Wohnbebauung hergerichtet werden kann.

    Doch der vorangegangene Hauptausschuss hatte beschlossen, die Kündigung zurückzunehmen. Man sei von der Situation überfahren worden und wolle darüber noch einmal diskutieren und alle Fakten, die mit dem Beschluss im Zusammenhang stehen, im Hinblick auf die Folgen nochmals prüfen. Dieser Eilantrag der Linken wurde allerdings von der Liste gestrichen. Das hatte zum Eklat geführt, so dass die SVV in Trebus nach weiteren Auseinandersetzungen, wie zum Beispiel über das Wahlprozedere des Ersten Beigeordneten, und wiederholtem Versuch der LINKEN , die Diskussion über den obigen Beschluss fortzuführen, abgebrochen wurde. Der Erste Beigeordnete wurde dann übrigens im dritten Anlauf gewählt.

    Am Montag fand nun der 2. Teil der Stadtverordnetenversammlung statt. Hier nun appellierten die Gewerbetreiben mit ihren Familien bereits im Vorfeld an die Stadtverordneten und wiesen auf eine schriftliche, geschichtliche Ausarbeitung über ihr Areal in der Leistikow-Straße hin. Die Stadtverordneten wurden mit der Geschichte des Geländes konfrontiert, das bereits seit 1906 mit der Chemischen Industrie verbunden ist. Weiter braucht man gar nicht auszuholen, um zu verstehen was eine Wohnbebauung letztlich bedeuten würde, so die Gewerbetreibenden, und worauf sich die Stadtverordneten bei der Erschließung des Geländes einlassen. Man möge auch bedenken, dass die von der Kündigung betroffenen Betriebe schon seit langem hier in der Stadt ansässig seien und damit nicht nur ihre Gewerbesteuer hier in Fürstenwalde entrichten, sondern im Wesentlichen auch Arbeitsplätze sichern. Sie wissen sehr wohl um die prekäre Situation des Wohnraummangels und wollen sich der Entwicklung auch nicht verschließen, so war zu erfahren. Doch derzeit sei weder ein adäquates Gelände zur Umsiedlung der Betriebe zu finden, noch seitens des Vermieters eine wohlwollende Lösung geschaffen worden. Allen wäre geholfen, wenn die Mietverträge noch bis 2022 verlängert werden könnten.

    Im Zusammenhang mit dem Eklat in Trebus erklärte der Stadtverordnetenvorsitzende Jürgen Teichmann (CDU) nach 15 Jahren seinen Rücktritt zum 1.Oktober von diesem Amt. Er zeigte sich Empört über die letzte SVV „er würde sich nicht Vorführen lassen und bezeichnete diese als absolutes Fiasko. Das erlebte brachte das Fass zum Überlaufen. Er sei immer im Einklang mit allen gewesen haben die Stadt immer mit Herzen in allen wichtigen Situationen und bei Veranstaltungen repräsentiert. Darüber hinaus sei er von der Situation der aufgeheizten Stimmung des Quertreibens und  verschiedener Meinungsströmungen  nicht gewillt sich aufreiben zu lassen. Darum lege er dieses Amt nieder. Die Fraktionsvorsitzende der CDU, Karin Lehmann, zeigte sich bestürzt über die Entscheidung des Stadtverordnetenvorsitzende Jürgen Teichmann und mahnte zugleich alle, daran zu denken, was es bedeute, Mitglied in diesem doch ehrenwerten Haus der Stadt Fürstenwalde zu sein, dass man sich zivilisiert aufführen und dass laute verbale Attacken gegen den politischen Gegner zur Durchsetzung der eigenen Ziele nicht der Würde des Hauses entsprechen.

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