…kalauerte Hausmeister Jansen alias Stephan Wende, Fraktionschef der LINKEN in Fürstenwalde, beim traditionellen Politischen Aschermittwoch in der Kulturfabrik.

    Sicher hatte er den zuvor bekanntgewordenen „Offenen Brief an die Stadtverordneten“ im Kopf, in dem sich Mitarbeiter aus dem Rathaus über den schlechten Umgang, „der ein Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter“ seit Amtsbeginn von Bürgermeister Rudolph sei, im Kopf, als er seine Rede schrieb.

    Munter zählt er auf, wer so alles im Rathaus gegangen und gekommen ist und erklärt den über 70 Gästen des Abends die „jeheime Wahlkampfstratejie des Bürgermeister-Bündnisses“.

    Es sei danach gar nicht schlimm, dass der Bürgermeister keine seiner Wahlversprechen bisher erfüllt hat. So kann er damit einfach nochmal in den Wahlkampf ziehen und muss sich keine neuen Versprechen ausdenken. „Nur, wenn dat wieder klappt, dann mach ick mir Sorjen um den Jeisteszustand der Fürstenwalder …!“, berlinert Hausmeister Jansen und beleuchtet gleich mal den beginnenden Kommunalwahlkampf der CDU, die wohl künftig nach dem BFZ-Spitzenkandiaten „Christian Dippes Undercover-Fraktion“ heißt, „so wie der Bürgermeister sich über ‚neuen und kompetenten Kandidaten der CDU‘ jefreut hat – die Alten scheinen dit wohl nich jewesen zu sein.“

    Und auch die veranstaltenden LINKEN bekamen ihr Fett weg. „Wenich Frauen uff der Liste und insjesamt janz schön verschlafen“ seien diese zur Zeit. Ein Betriebsausflug nach Erfurt empfiehlt Hausmeister Jansen, denn „die machen da doch in Doping. Vielleicht hilft det den LINKEN uff de Beene.“

    Auch die von der Fürstenwalder AfD verkündeten Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister Matthias Rudolph und seiner Fraktion nahm er kritisch aufs Korn.

    „Die AfD will ja nach de Kommunalwahl ooch janz eng mit dem Bündnis vom Bürjermeister zusammenarbeiten. Det gloob ick denen jerne, aber dit is sicher nicht zum Wohle von unsere Stadt. Der braune Mist stinkt jewaltig – det könnt ihr nem kleenen Hausmeister ruhig glooben!“

    Durch den Abend führte Torsten Himm, der die jungen „Herricht & Preil“ mit dem Sketchklassiker „Zugbekanntschaft“ ebenso begrüßen durfte wie selber mit „abgelauschten Gartenzaungesprächen“ in die Bütt ging.

    Dem Volk aufs Maul zu schauen und dem kleinen Mann eine Stimme geben, das sei doch das Wesen des Politischen Aschermittwochs, so Marc Oesingmann, der sich als neuer Ortsvorsitzender der LINKEN auf den Abend freute. „Und es ist doch gut, wenn unsere Gäste heute Abend Tränen lachen. Denn jede Träne, die man lacht, muss man nicht weinen.“

    Nach einer kurzen Pause eroberten die Jungen Wilden des Frankfurter Kabaretts „Die Oderhähne““ noch die Satirebühne der Kulturfabrik, die Lachsalven dafür ernteten, die SPD zum #aufstehen! mit Sahra Wagenknecht zu überreden. Die jungen Oderhähne sind schon zum zweiten Mal Höhepunkt beim Politischen Aschermittwoch der LINKEN und „werden uns nicht zum letzten Mal unterstützen“, so Stephan Wende, der den vergnügten Gästen des Abends noch ein „Der nächste Wende kommt bestimmt!“ mit auf den Weg gibt und so rasch und gekonnt den Bogen zu seiner Kandidatur für Brandenburger Landtag am 1. September 2019 schlug.

    Mit Dietrich Kittners „Märchen von einem, der mit seiner Hände Arbeit, Millionen verdiente …“ entließ Gerold Sachse die Gäste in die Nacht.

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