Mehr Betriebsräte in Brandenburg

    In Brandenburg gibt es noch immer zu wenig betriebliche Mitbestimmung. Nur acht Prozent aller Betriebe haben einen Betriebsrat, und nur 38 Prozent der Beschäftigten finden in ihrem Betrieb einen Betriebsrat vor. Mit der neuen Broschüre „Betriebsräte in Brandenburg – Für gute Arbeit und Tarifbindung“ informieren das Arbeitsministerium und der DGB Berlin-Brandenburg über die Bedeutung der betrieblichen Mitbestimmung.

    Arbeitsministerin Susanna Karawanskij und Christian Hoßbach Vorsitzender des DGB Bezirk Berlin-Brandenburg sind sich darüber einig, dass man mehr Betriebsräte in Brandenburg braucht. Erfahrungen zeigen, dass Betriebe mit aktiven Betriebsräten in der Regel bessere Arbeitsbedingungen aufweisen, eher tarifgebunden sind, höhere Löhne zahlen, innovativer und wettbewerbsfähiger sind. Wenn Brandenburg ein Land der Guten Arbeit werden soll, muss betriebliche Mitbestimmung in allen Unternehmen zur Selbstverständlichkeit werden. Das zahlt sich auch für die Betriebe in Krisenzeiten und vor allem bei der Fachkräftesuche aus. Betriebliche Mitbestimmung ist ein klarer Wettbewerbsvorteil.

    Das große Engagement, das viele Beschäftigte in die Betriebsratsarbeit stecken, verdient Anerkennung. Denn betriebliche Interessenvertretung ist gelebte Demokratie, die endet nicht vor Werkstoren und Bürotüren. Leider gibt es in Brandenburg immer noch zu wenige Betriebsräte – nicht einmal jeder zehnte Betrieb ist mitbestimmt. Dabei ist Mitbestimmung auch im Interesse der Unternehmen. Betriebe mit Betriebsrat sind produktiver, innovativer und können Krisen besser bewältigen. In der Digitalisierung sind Betriebsräte besonders gefragt, wenn es darum geht, dass technische Neuerungen zur Gestaltung guter Arbeitsbedingungen genutzt und nicht gegen die Beschäftigten durchgesetzt werden.

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