Das Jahr 2017 war ein schwieriges Jahr – gut, dass es zu Ende geht, mögen viele denken. Doch seine Bilanz fällt – wie so oft – unterschiedlich aus.

Denke ich an Jemen, an Syrien, an die arabische Welt, aber auch an die Ukraine – den scheinbar schon wieder vergessenen Krieg mitten in Europa – dann ist eines klar: Die Welt ist nicht sicherer geworden und der Wunsch nach Frieden auf der Welt einmal mehr mein wichtigster Wunsch zur diesjährigen Weihnacht!

Frieden weltweit, so scheint mir, setzt vor allem weniger Egoismus, weniger Rücksichtslosigkeit und Ignoranz voraus. Alles Eigenschaften, die uns auch im Alltäglichen vorwärts bringen werden.

Auch für Europa war 2017 kein gutes Jahr. Der Brexit, das Erstarken der nationalistischen Rechten in Osteuropa, aber auch in Frankreich und letztendlich auch mit der AfD in Deutschland, der Katalonienkonflikt sind alles deutliche Zeichen, dass es nicht gut steht um unser gemeinsames Haus Europa, um das Friedensprojekt nach dem 2. Weltkrieg. Doch jede scheinbare Niederlage offenbart auch immer Hoffnung. In keinem Jahr wurde so deutlich, dass die junge Generation eine europäische ist, die für ein Europa ohne Grenzen brennt. Mit „Puls of Europe“ entstand eine Bewegung, die mehr als Hoffnung macht. Europa hat eine starke junge Zukunft!

Somit sind Mut und Hoffnung mein zweiter Wunsch zum Weihnachtsfest 2017. Wenn das gepaart mit einer Portion Humor und Gelassenheit einhergeht, dann gelingt es sicher, lächelnd in 2018 zu starten.

Für Fürstenwalde war 2017 gar nicht so schlecht. Auch in diesem Jahr wurden wichtige Investitionen auf den Weg gebracht. Und dies ohne neue Schulden – übrigens seit 2001! Und bei einer jährlichen Schuldentilgung von ungefähr 3 Millionen Euro.

Schuldenabbau und sich gleichzeitig nicht handlungsunfähig zu sparen – das geht im privaten wie auch im städtischen. Auch wenn mancher das bürgermeisterwahlkämpfend anders sieht.

Der Weg ist frei für neue innerstädtische Wohngebiete. Hier entstehen in den nächsten Jahren Wohnungen für junge Familien, sicher für den einen oder anderen Großstadtflüchter, Wohnungen und Arbeitsmöglichkeiten für Kreativ- und Digitalarbeiter, aber auch für die vor Krieg und Elend geflüchteten Menschen, die wir einladen, ihre Koffer auszupacken und in Fürstenwalde heimisch zu werden.

Fürstenwalde bleibt so interessant als Wohn- und Arbeitsstadt. Mehr Einwohnerinnen und Einwohner bedeuten aber nicht nur mehr Geld durch Schlüsselzuweisung pro Kopf durch das Land, sondern auch Investitionen in die soziale Infrastruktur.

Auch hier ist 2017 einiges Gutes auf den Weg gebracht worden. Das Schulzentrum in Süd entsteht ebenso wie der Bildungs-, Freizeit- und Gesundheitscampus in Nord. Die Fontaneschule erhält den dringend benötigten Anbau und wird barrierefrei. Am Jagdschloss, Proviantamt und in der Aufbauschule wird mit einer privaten Fachhochschule Fürstenwalder Geschichte fortgeschrieben. Mit dem Sportstättenentwicklungskonzept und dem Integriertem Stadtentwicklungskonzept sind die wichtigen Grundlagen in der Entscheidung, die uns hier voranbringen werden. Es entstand und es entstehen weitere Hort- und Kitaplätze in unserer Stadt und die Kulturfabrik, das Museum und die Galerie im Alten Rathaus sind in ihrer Existenz gesichert, auch wenn dies immer noch im Bürgermeisterwahlkampfeifer mehr als gefährdet in 2017 war.

Doch immer wieder gelingt es der Mehrheit der Fürstenwalder Kommunalpolitiker, Vernunft walten zu lassen und ihre Entscheidungen in Ruhe und mit nötigem Sachverstand für Fürstenwalde zu treffen.

Jenseits von Interessen Einzelner, jenseits von Halb- und Unwahrheiten, Verleumdungen und Unterstellungen. Ein solches Bündnis ist eben keines für Fürstenwalder Zukunft.

Deshalb ist mein letzter Wunsch für 2018: Liebe Fürstenwalderinnen und Fürstenwalder, stellen Sie die richtigen Weichen zur Bürgermeisterwahl. Fürstenwalde hat sich in der ersten Amtszeit des Bürgermeisters Hans-Ulrich Hengst sehr gut entwickelt und nimmt immer mehr an Fahrt auf. Gut so, denn nur eine lebendige Stadt entwickelt sich weiter. Allen Unkenrufen und Störfeuern zum Trotz sind wir auf dem richtigen Weg. Fürstenwalde bleibt eine Stadt für alle, in der man gut leben, wohnen und arbeiten kann. Setzen Sie 2018 aufs richtige Pferd – wir LINKEN unterstützen Hans-Ulrich Hengst!

Stephan Wende
Orts- und Fraktionsvorsitzender der LINKEN in Fürstenwalde

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