Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm wird weiterentwickelt

Erste Stationen der Frauenministerin Ursula Nonnemacher und Manuela Dörnenburg, Landesbeauftragte für Gleichstellung von Frauen und Männern, war in Neuruppin und in Schwedt. Gleichzeitig startet die Weiterentwicklung des „Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms“ der Landesregierung. In Neuruppin informierten sie sich über die Arbeit des Vereins „Initiative Jugendarbeit Neuruppin“ und des Frauenhauses Neuruppin, anschließend besuchten sie in Schwedt das Frauenzentrum sowie den Mädchentreff.

Das erste Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm für das Land Brandenburg lief von 2011 bis 2014, das zweite von 2015 bis 2019. In ihm sind die ressortübergreifenden aktuellen Ziele und Handlungsschwerpunkte der Gleichstellungspolitik gebündelt. Im gemeinsamen Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung ist die Weiterentwicklung des Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms und des dazugehörigen Maßnahmenkataloges ein zentrales Ziel. Die erneute Fortschreibung erfolgt in einem partizipativen Prozess unter Beteiligung von Frauenverbänden, Vereinen, Frauenzentren, Mädchentreffs, kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, frauenpolitischen Akteurinnen und Akteuren, Expertinnen und Experten sowie den Kolleginnen und Kollegen der Landesregierung. Im Fokus stehen die Schwerpunkte Armutsprävention, Antifeminismus, Digitalisierung sowie Partizipation. Ob in der Stadt oder auf dem Land, ob jung oder alt, ob Frau oder Mann – von Geschlechtergerechtigkeit profitieren alle.

Aus dem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm stehen für frauen- und gleichstellungspolitische Projektvorhaben von landesweiter und überregionaler Bedeutung jährlich insgesamt 115.000 Euro zur Verfügung. Erfolgreiche Projekte wie das Potsdamer „Frauenwahllokal“, „Horizonte“ für bessere Brustkrebsvorsorge im ländlichen Raum oder das Mädchenprojekt von MIA Cottbus „Verschraubt und zugedrehmelt“ konnten damit zum Beispiel realisiert werden. Außerdem stehen jährlich 50.000 Euro für die Brandenburgische Frauenwoche zur Verfügung, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feierte. Zusätzlich können Projektvorhaben der Frauenzentren in Höhe von insgesamt bis zu 150.000 Euro pro Jahr gefördert werden. So hat das Frauenzentrum in Schwedt in diesem Jahr 39.000 Euro vom Land erhalten.

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