Auszüge aus der Rede der Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig 

Das neue Jahr beginnt mit einer guten alten Tradition. Ich freue mich, dass wieder so viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft, aus den Kirchen und Medien, aus Vereinen, Verbänden, Initiativen und der Feuerwehr unserer Einladung gefolgt sind. Die weiteste Anreise hatten unsere Freunde aus Opalenica. Lieber Bürgermeister Tomasz Sculz, lieber Vize-Bürgermeister Paweł Jakubowski, es ist mir eine große Freude und Ehre, Sie heute hier in Storkow begrüßen zu dürfen. Storkow ist eine Stadt, in der es sich gut leben und arbeiten, lernen und investieren lässt. Mit jedem Jahr stehen wir besser da und wir haben im vergangenen Jahr viel erreicht. Die Zahl der Storkower, die gute Arbeit haben, ist so hoch wie schon lange nicht mehr. Auch Ausbildungsplätze sind nicht mehr rar. Unsere Unternehmen sind gut aufgestellt, die Stadt konnte erneut höhere Gewerbesteuereinnahmen verbuchen als im letzten Jahr. Die Eckdaten unseres Haushalts lassen mich optimistisch in die Zukunft blicken. Nachdem wir bis 2012 mit Fehlbeträgen von 4,6 Millionen Euro leben mussten, erwirtschaften wir seit 2013 Überschüsse im Storkower Haushalt und auch in diesem Jahr werden wir einen Überschuss erwirtschaften. Und für das Jahr 2017 sieht der Haushaltsplan einen Überschuss von ca. 400.000 Euro vor. So können wir in diesem Jahr voraussichtlich den Fehlbetrag auf 2,2 Millionen Euro reduzieren. Das ist sehr positiv, doch durch die angehäuften Schulden bleibt unsere Haushaltslage angespannt. Diese Tatsache beschneidet unsere Freiheit in unserem Haushalt erheblich und wir sind auf die Hilfe aus den Fördertöpfen angewiesen. So waren wir 2016 in der Lage, große Projekte umzusetzen oder zu initiieren, die die Lebensqualität für die Menschen verbessern und unseren Standort stärken. Das größte Investitionsprojekt der letzten Jahre ist fertig: Mit unserer Sport- und Mehrzweckhalle – der SOFTLINE Arena – ist ein moderner Bau für den Schul- und Breitensport, für unsere Vereine und für Veranstaltungen entstanden. Wir haben die Weichen richtig gestellt und auf diesem Weg werden wir 2017 weiter voranschreiten. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern von @see – Fürstenwalde, Grünheide, Amt Scharmützelsee, Amt Odervorland und Spreenhagen – gewannen wir im letzten Jahr den Stadt-Umland-Wettbewerb und holen damit für die nächsten Jahre rund 11 Millionen Euro in unsere Städte. Für Storkow sind u.a. der Radweg nach Tschinka und somit der Lückenschluss per Radweg in den Unterspreewald, das Burgumfeld oder die Aufwertung der Seepromenade geplant. Das Förderprogramm LEADER versetzt uns in die Lage, zwei Gemeindezentren mit integrierter Feuerwehr in Philadelphia und Alt Stahnsdorf zu bauen. Mit dem Investitionsförderprogramm des Bundes werden wir die Kita Buratino in Kummersdorf erweitern, die Turnhalle in der Altstadt energetisch sanieren und wenn auch im Feuerwehrbereich die Fördermittel bewilligt werden, steht ein Hubrettungsgerät f auf dem Investitionsprogramm. 

2017 ist Wahljahr in Deutschland. Also ein Jahr mit Grundsatzdebatten und weitreichenden Entscheidungen. Schon im Februar findet die Wahl eines neuen Bundespräsidenten statt. Und im Herbst steht die Bundestagswahl an. Sie wissen natürlich, welche Partei ich gern an der Spitze sähe. Aber mir liegt auch viel daran, dass die Parteien außen vor bleiben, die rechtsextreme Ideologien vertreten, die Antisemiten und Rassisten in ihren Reihen haben. Deshalb appelliere ich schon heute an Sie: Gehen Sie wählen. Wahlbeteiligung stärkt die Demokratie. Angesichts der vielen Bedrohungen, des Terrors, der gar nicht so weit von uns entfernt ist, klang die Weihnachtsbotschaft „Fürchtet euch nicht“ und „Friede auf Erden“ Ende des letzten Jahres ganz aktuell. Die Weihnachtsbotschaft spricht von Hoffnung und Zuversicht, damit spricht sie von dem, was wir uns ersehnen. Europa wächst zusammen, manchmal mühsam und mit Schwierigkeiten, aber wir sind uns einig, die Gemeinsamkeiten zu verstärken, um Frieden und Freiheit zu sichern. Ganz wichtig dabei sind die Partnerschaften, die wir haben. Die Städtepartnerschaft mit Opalenica, die Partnerschaft mit der Bundeswehr oder auch mit den @see-Gemeinden. Wir gemeinsam gehen mit unseren Partnerschaften alte Wege, aber wir gehen auch neue Wege, knüpfen neue Beziehungen, arbeiten an neuen Projekten. Die Stärke einer Stadt machen nicht nur gute Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten, nicht nur gute Bildungs- und Freizeitangebote aus. Zur Stärke einer Kommune trägt auch in großem Maße bei, dass die Bürgerinnen und Bürger Verantwortung für ihren Ort übernehmen und sich für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl engagieren. Deshalb möchte ich heute allen Storkowerinnen und Storkowern, die sich in und für unsere Stadt einsetzen, ganz herzlich danken. Vieles, was die Stadt Storkow und ihre Ortsteile lebens- und liebenswert macht, geht auf ihr Handeln oder ihre Initiativen zurück. Deshalb möchte ich alle ermutigen, sich weiterhin, sich ebenfalls zu engagieren. Kommune heißt Gemeinschaft, Storkow, das sind wir alle. Und wenn wir zusammenstehen und gemeinsam wirken, dann können wir, das hat sich gerade in den letzten Jahren erwiesen, dann können wir große Herausforderungen meistern. Ich jedenfalls freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

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