Zwei Jahre Bündnis für Brandenburg

Brandenburg ist weltoffen und tolerant. Das zeichnet unser Land aus. Viele Brandenburger engagieren sich ehrenamtlich für die Aufnahme und Integration von Geflüchteten, investieren viel Kraft und Zeit, um ihre neuen Nachbarn zu begleiten. Dafür gilt ihnen weiterhin großer Dank und Anerkennung“, sagte Sozialministerin Golze auf dem Dialogforum des Bündnisses für Brandenburg in Potsdam.

Aktuell wird das Bündnis, das im Herbst 2015 ins Leben gerufen wurde, von 295 Organisationen und Unterstützenden aus Brandenburg getragen. Beim 6. Dialogforum zum Thema „Willkommen in Brandenburg – 2 Jahre Bündnis für Brandenburg“ standen neben einem Rückblick auf die vergangenen Jahre vor allem die Diskussion des gegenwärtigen Standes in der Integrationsarbeit und die sich daraus entwickelnden Herausforderungen für die Zukunft im Mittelpunkt.

Ministerin Golze sagte: „Auf das bisher Erreichte in der Integrationsarbeit können wir alle stolz sein. Die Aufnahme und der Schutz von Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen müssen, ist eine humanitäre Verpflichtung. Es muss offene Grenzen für Menschen geben, die in großer Not sind. Unbestritten zählt aber die große Anzahl von Geflüchteten, die in so kurzer Zeit zu uns kamen, zu den schwierigsten Herausforderungen, die wir bewältigen mussten. Umso wichtiger ist jetzt eine Zuwanderungsdebatte. Wir brauchen für Deutschland ein modernes Einwanderungsrecht. Das ist eine Forderung an die neue Bundesregierung. Menschen, die sich in Deutschland integrieren, müssen auch die Aussicht haben, hier dauerhaft bleiben zu können, wenn sie es wollen.

Auch wenn die Flüchtlingszahlen mittlerweile deutlich zurückgegangen sind und sich die Lage bei der Erstaufnahme spürbar entspannt hat, haben wir noch sehr viel zu leisten. Jetzt ist die Zeit der Integration der Geflüchteten gekommen. Ich warne aber vor Ungeduld. Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die einen langen Atem braucht. Integration erfordert Anstrengung, Offenheit und ‚Verstehen wollen‘. Umso bedeutender ist es, dass so viele Ehrenamtliche und Initiativen auch zwei Jahre nach der großen Flüchtlingsbewegung sich weiterhin engagieren. Im Integrationsprozess spielen zivilgesellschaftliche Akteure eine hervorgehobene Rolle. Die Landesregierung wird diese Arbeit weiter unterstützen.“

error: Der Inhalt ist geschützt!
X