Kreative Lösungen für kontrollierte Nutzung von Spielplätzen

    Für eine kontrollierte Nutzung von Spielplätzen plädiert der Frankfurter Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt: Viele Mütter und Väter leben wegen der Doppelbelastung von Kinderbetreuung und Homeoffice derzeit hart an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Für sie – und damit für die Zukunft unserer Gesellschaft – müssen wir dringend Abhilfe schaffen. Hier sind kreative Lösungen abseits der bisher abgetretenen Pfade gefragt. Mein Vorschlag lautet darum: öffentliche Spielplätze kontrolliert öffnen. Konkret bedeutet das, dass eine begrenzte Zahl von Kindern in Begleitung eines Erwachsenen für eine begrenzte Zeit auf den Spielplatz darf. Dabei müssen nicht nur Abstands- und Verhaltensregeln eingehalten werden, sondern es gilt auch eine Maskenpflicht. Die Kinder dürfen z.B. nur eine Stunde verweilen. Danach sind die Spielgeräte zu desinfizieren. Die Kontrolle obliegt den zuständigen Kommunen.

    Ich plädiere nicht für eine vorzeitige Lockerung der Distanz-und Verhaltensregeln, sondern für im Sinne der Familien mit jungen Kindern gesteuerte Anwendung unter Zuhilfenahme städtischer Mittel. Ziel ist es, für die Fortdauer der unverzichtbaren Beschränkungen die notwendige Akzeptanz zu schaffen und zugleich drohender häuslicher Gewalt, Krankheiten und psychischen Beschwernissen in ohnehin belasteten Familien mit wirksamer Prävention entgegenzutreten. Rechtlich bedarf es dazu einer Veränderung der entsprechenden Landesverordnung auf Basis des Infektionsschutzgesetzes. Nachdem zuletzt beschlossen wurde, an der Schließung der Spielplätze zunächst festzuhalten, sollte das Thema aber auf der nächsten Zusammenkunft der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 30. April dringend wieder aufgerufen werden.

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