Berlin und Brandenburg unterstützen regionale Kooperationen

    durch Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und den Leiter der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL), Jan Drews, ist der Startschuss für drei innovative Projekte der Landesentwicklung gefallen.

    In den kommenden zwei Jahren fördert und begleitet die Gemeinsame Landesplanung drei ausgewählte Kooperationsprojekte zwischen Berliner Bezirken und ihren Brandenburger Nachbarkommunen. Damit unterstützen die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg aktiv und gemeinsam die kommunalen Akteure bei der Gestaltung des Wachstums entlang der Siedlungsachsen.

    Die drei Vorhaben widmen sich konkreten Problemstellungen, die nicht allein im eigenen kommunalen Zuständigkeitsbereich zufriedenstellend gelöst werden können. So sollen gezielt Wachstumshemmnisse an der „Nahtstelle“ beider Länder beseitigt werden. Die GL hatte im Frühjahr 2019 zum Einreichen geeigneter Projektideen aufgerufen und aus den eingegangenen Vorschlägen die folgenden drei zur Umsetzung ausgewählt.

    Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf und der Landkreis Märkisch-Oderland möchten mit den Städten Altlandsberg und Strausberg, den Gemeinden Hoppegarten, Neuenhagen bei Berlin, Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen/Eggersdorf, Rüdersdorf bei Berlin und Rehfelde für die prognostizierbare Wohnbauentwicklung den regionalen Mehrbedarf an sozialer Infrastruktur, insbesondere für Schulen und Kindergärten ermitteln, untereinander abstimmen und hierfür gemeinsam auch neue Standorte planen und entwickeln.
    Der Landkreis Potsdam-Mittelmark will mit dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf, der Landeshauptstadt Potsdam, der Stadt Teltow sowie den Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf, Nuthetal und Schwielowsee länderübergreifende Radschnellwege entwickeln, um insbesondere auch Pendlern neue Verkehrswege zu eröffnen.
    Die Stadt Ludwigsfelde, der Bezirk Tempelhof-Schöneberg und die Gemeinde Großbeeren wollen gemeinsam mit dem Berliner Unternehmensnetzwerk Motzener Straße den Stückguttransport zwischen dem Güterverkehrszentrum Großbeeren und Bezirk Tempelhof-Schöneberg besser bündeln, um die Wirtschaftsverkehre zu minimieren und somit die Gesamtverkehrsbelastung der Region zu verringern.

    Alle drei Projekte greifen signifikante Themenstellungen entlang der Ländergrenze auf und adressieren so unterschiedliche Herausforderungen des Wachstums. Durch ein interkommunales Zusammenwirken sollen modellhafte Lösungen entwickelt werden, die sich auch in anderen Bezirken und Kommunen umsetzen lassen und die bisher so über die Landesgrenzen hinweggehend noch nicht angegangen wurden.

    Die Projekte wollen bis zum Sommer 2021 ihre Ergebnisse präsentieren.
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