Für Interessierte und Wissbegierige gab es am Anfang der letzten Woche noch einmal die Möglichkeit, mit dem Landratskandidaten der CDU, Sascha Gehm, ins Gespräch zu kommen. Dabei waren sehr viele Fragen zu beantworten, die sich zum Teil mit der Kreisgebietsreform der Landesregierung, dem Volksbegehren der CDU sowie mit der Altanschließer-Problematik befassten.

155.000 Wahlberechtigte im Landkreis Oder Spree

Am 27. November geht es darum, den Nachfolger von Manfred Zalenga zu bestimmen, der seit 2002 Landrat des Landkreises Oder-Spree ist. Er hatte im Juli dieses Jahres erklärt, er werde seine zweite Amtsperiode vorzeitig beenden. Mit Ablauf des 8. Februar 2017 gibt er seine Funktion als Landrat ab.

Erstmals können jetzt die Wahlberechtigten im Landkreis Oder-Spree ihren künftigen Landrat in direkter Wahl bestimmen. Bei früheren Landratswahlen lag die Entscheidung bei den Abgeordneten des Kreistages.

„Diese Wahl ist in unserem Landkreis eine Premiere. Daraus einen Erfolg zu machen, das liegt ganz in den Händen der Wählerinnen und Wähler. Denn wer im nächsten Jahr an der Spitze der Kreisverwaltung stehen will, der muss nicht nur mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten. Diese Mehrheit muss auch mindestens 15 Prozent der wahlberechtigten Personen ausmachen. Daher kommt es sehr auf eine gute Wahlbeteiligung an“, erklärt Kreiswahlleiter Michael Buhrke. 3.138 Wähler (Stand 15. November) haben ihre Stimme bereits abgegeben – per Briefwahl. „Die Unterlagen für die Briefwahl können bei der jeweiligen Gemeinde im Landkreis, in der der Wahlberechtigte seinen Hauptwohnsitz hat, angefordert werden“, erläutert Michael Buhrke. Ganz einfach gehe das mit dem Formular auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung. Eine andere Möglichkeit sei, so der Kreiswahlleiter, die Briefwahlunterlagen persönlich im zuständigen Rathaus oder bei der jeweiligen Amtsverwaltung anzufordern und dann gleich dort die Briefwahl zu erledigen. Zur Legitimation müsse ein gültiges Personaldokument vorgelegt werden. Insgesamt sind rund 155.000 Wahlberechtigte im Landkreis Oder-Spree aufgerufen, durch ihr Votum den neuen Landrat zu bestimmen. Am Wahlsonntag, den 27. November, ist in 245 Wahllokalen die Stimmabgabe von 8 bis 18 Uhr möglich. Rund 1.800 Helfer werden in den Wahlvorständen für einen reibungslosen Wahlablauf im Einsatz sein. Stimmberechtigt sind alle Einwohner des Landkreises Oder-Spree, die am Tag der Wahl das 16. Lebensjahr vollendet haben. Jeder Wähler hat eine Stimme. Fünf Kandidaten wollen Landrat werden: Rolf Lindemann (SPD), Sozialbeigeordneter aus Beeskow; Dr. Eberhard Sradnick (DIE LINKE), Tierarzt aus Friedland; Sascha Gehm (CDU), Volljurist aus Fürstenwalde; Kai Hamacher (PIRATEN), Selbständiger aus Fürstenwalde und Torsten Giesel (Einzelbewerber), Gastwirt aus Neißemünde. Ein Muster des Stimmzettels kann auf der Webseite des Landkreises Oder-Spree abgerufen werden. Am Abend des Wahltages werden dort unter der Internetadresse www.l-os.de zeitnah die Ergebnisse der Stimmenauszählung in den einzelnen Wahllokalen verfügbar sein.

Gibt es im ersten Wahlgang keine Entscheidung, kommt es am 11. Dezember zu einer Stichwahl. Ins Duell um die Wählergunst gehen dann die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen aus der ersten Runde.

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