Mensch, war das früher entspannt! Ab Juli richteten die Politiker kaum noch Schaden an, dafür wusste man nun endlich, wann Udo Lindenberg kacken geht oder Susi Sommerfeld ihre Tage hat. Weil die Presse sonst nichts zu berichten wusste. Dies Jahr ist das ganz anders. Obzwar bereits Mitte Juli, ist die Führungsbande in Berlin immer noch hyperaktiv. Oder gerade deswegen? Es gibt ja keine Fußball-WM, nicht mal ‘ne EM, während der man unpopuläre Gesetze durchwinken kann, da hoffen die Herrscher jetzt wohl, dass das Wahlvolk am Ostseestrand oder sonst wo weilt. Abgelenkt oder vom Datenfluss abgehängt, sodass man nichts mitkriegt. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum Scheuer noch nicht gefeuert ist, warum ihm mit einem Untersuchungsausschuss und nicht gleich mit dem Staatsanwalt gedroht wird!

    Rentner haben ja keinen Urlaub – deshalb wurden die Wirtschafts“weisen“ zur Ferienzeit reanimiert. Klar, wenn ich über ein mindestens fünfstelliges Jahreseinkommen verfügte, wäre es mir auch scheißegal, dass ich eine CO2-Steuer abdrücken muss. Schon klar, dass die Regierung mit einem Steuergesetz weniger Trödel hat als mit der Verschärfung des CO2-Handels. Schon klar, dass man die Leute, die das trotz Urlaubszeit mitkriegen, zu trösten versucht, dass sie das ganze Geld irgendwie wiederkriegen. Frage ich mich, warum es noch immer die Schaumweinsteuer gibt, eine Steuer, die einst zur Finanzierung der kaiserlichen Flotte im 2. Weltkrieg kreiert wurde… Die Verarschung wird immer dreister.

    Am deutschen Wesen wird hier ganz sicher nicht die Welt genesen, denn an der weltweit begangenen CO2-Sünde haben wir einen Anteil, der, global betrachtet, unter 2,5 % liegt! (2016, unterschiedliche Quellen geben unterschiedliche Werte an, aber googelt doch selber!) Nun frage ich mich: für diesen (Verzeihung) Furz sollen wir uns drangsalieren lassen? Zugleich müssen wir emittieren und emittieren, wenn wir im Stau stehen dank verlotterter Infrastrukturen? Zugleich mault der BUND gegen Polen, die endlich was an der Oder machen wollen, damit die auch im Sommer endlich schiffbar wird. Na, was denn nun? Soll der Verkehr von der Straße runter oder nicht? Ich freue mich auch über naturbelassene Flecken, aber ich weiß auch, dass ich leben muss. Wir alle müssen das und wollen es auch. Dazu gehört Transportlogistik in jeder Form. Wenn die Oder zum Paddlerparadies wird, bleibt was ganz Wichtiges auf der Strecke. Scheuer wird‘s freuen, sollte er dann noch da sein. Was kann er dann für Schleusen dicht machen! Apropos Schleusen: die Schleuse Zaaren ist ein Musterbeispiel Brandenburgischen Ingenieursversagens. Da war plötzlich Schwemmsand, welch Überraschung. Der Bootstourist kann nur Abkotzen. Nur Abkotzen? Falsch. Abwählen!

    Erinnern Sie sich? Dem Slogan für Brandenburg „Es kann so einfach sein!“ – davon hört man übrigens überhaupt nichts mehr, hat ja auch bloß ein paar Millionen gekostet – hatte ich entgegengestellt: „Brandenburg – wir können alles. Außer fertig.“

    Ehrlicher ist unser Landesvater (oder besser: Stiefvater?). Brandenburg sei seine Spielwiese. Ich glaube, irgendwas hat der falsch verstanden. Brandenburg eine Spielwiese? Und abends schieben wir einfach alles zusammen? Wie blöd ist das denn!

    Ob ein „Landei“, und das sei gut so, (Senftleben, CDU) die Lösung aller Probleme ist, stell ich einfach mal infrage.

    (Ja, lest einfach mal die Wahlplakate!)

    Zum Schluss noch etwas, was Hoffnung machen sollte: allein für die Millionen, die Scheuer (Maut) und Flinten-Uschi (Gorch Fuck) in den Sand bzw. ins Wasser gesetzt haben, könnte man sich, an britischen Maßstäben gemessen, mehr als 3 Jahre ein Königshaus leisten. Und was mit Königen passiert, wenn es nicht gut läuft, hat die französische Revolution (1789 – 1799) gezeigt.

    P.S.

    1. Das ist kein Aufruf zur Gewalt.
    2. Satire darf alles.
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