Es war das erwartet schwere Spiel für beide Teams am vergangenen Freitagabend unter Flutlicht im Neustrelitzer Parkstadion. Im sogenannten Kellerduell (18. gegen 15.) der Regionalliga Nordost trafen die Mannschaft der TSG Neustrelitz auf das Team des FSV Union Fürstenwalde. Die Neustrelitzer Mannschaft wird seit Beginn der Rückrunde von Achim Hollerieth trainiert, welcher davor in der Hinrunde die Mannschaft des FSV Union Fürstenwalde trainierte. Auf Fürstenwalder Seite stand ihm sein Vorgänger und nun Nachfolger, der FSV Union Aufstiegstrainer Matthias Maucksch gegenüber, und beide Trainer hatten jeweils für ihre Mannschaft die Zielstellung Sieg ausgegeben. Für beide Teams ging es um wichtige Punkte für die Erreichung des Saisonziels Klassenerhalt. Im Hinspiel, am 18.9.2016 in der Bonava-Arena, hatte Unions Kapitän Paul Karaszewski per verwandeltem Strafstoß in der zweiten Halbzeit das Spiel entschieden und die Unioner gewannen mit 1:0 die Partie. Ein Gleiches wollten die Unioner wieder erreichen, die Neustrelitzer natürlich verhindern und selbst als Sieger den Platz verlassen. Um 19 Uhr pfiff Schiedsrichter Steven Greif aus Westhausen vor 590 Zuschauern die Flutlichtpartie an und die Heimelf legte gleich los. In der Anfangsphase kamen sie gleich zu einigen Eckbällen, konnten aber aus diesen Standards nichts Zählbares erreichen, denn die Unioner Defensive stand sicher. Mit schnellem Konterspiel versuchten sich die Unioner aus dieser Neustrelitzer Druckphase zu befreien und erspielten sich dabei selbst Tormöglichkeiten. So in der 11. Min. per Freistoß von Rico Gladrow, doch Will Siakam und Alex Wuthe sprangen am langen Pfosten postiert am Ball vorbei. In der 17. Min., nach Foul an Gladrow an der Strafraumgrenze, schoss Darryl Geurts den direkten Freistoß dann knapp über die Latte. Die Unioner hatten nun den Anfangsdruck der Neustrelitzer durchbrochen und kamen immer öfter gefährlich auf in der gegnerischen Hälfte und erarbeiteten sich klare Chancenvorteile. In der 33. Min. startete Martin Zurawski durch und konnte vorm Strafraum nur noch durch Foul gestoppt werden. Den Freistoß von Halblinks trat Rico Gladrow direkt, doch der Ball ging ganz knapp übers Tor. Höchste Gefahr im Neustrelitzer Strafraum dann in der 40. Min.. Rico Gladrow brachte den Freistoß flach vors Tor und die Nachschüsse von Jakob Zwerschke und Stefan Süß konnten die Neustrelitzer jeweils gerade noch auf der Torlinie klären. Ein Fehlpass der Unioner brachte noch eine gute Chance für die Neustrelitzer, aber die Fürstenwalder konnten noch rechtzeitig klären. Kampfbetont ging es dann in der zweiten Halbzeit weiter und die Spannung war weiterhin hoch. Die Neustrelitzer wollten noch offensiver agieren, aber die Fürstenwalder standen sicher in der Defensive und zugleich nutzten sie in der Offensive die sich nun bietenden größeren Räume für ihr Angriffsspiel. In der 59. Min. musste sich Felix Junghan im Neustrelitzer Kasten mächtig strecken, beim platzierten Schuss von Martin Zurawski, um den Unioner Torerfolg zu verhindern. Unions Trainer Matthias Maucksch brachte nun in der 61. Min. durch die Einwechslung von Niels Stettin und etwas später noch Christian Mlynarczyk neuen Schwung in das Fürstenwalder Angriffsspiel. Die Unioner gewannen nun die Oberhand in diesem offenen Schlagabtausch. Nach Möglichkeiten in der 65. durch Niels Stettin/Darryl Geurts, in der 75. durch Martin Zurawski und in der 85. Min. durch Rico Gladrow mit seinem Schuss knapp am Pfosten vorbei, kamen die Unioner dann doch noch zum Erfolg. In der 87. Min. schoss Rico Gladrow scharf den Ball ins linke untere Toreck und erzielte das umjubelte 1:0 für den FSV Union. Eine Minute später hätte Darryl Geurts gar noch nachlegen können, aber sein Schuss ging knapp neben das Tor. Das Spiel neigte sich dem Ende zu und auch die vier Minuten Nachspielzeit konnten die Neustrelitzer nicht mehr nutzen zur Resultatsänderung. Nicht unverdient gingen somit die Fürstenwalder als Sieger vom Platz und errangen drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt, wofür sie den mitgereisten Fan ausgiebig bejubelten nach dem Spiel. Am kommenden Sonntag folgt nun, nach den zwei Freitags-Auswärtsspielen, das Heimspiel gegen den Berliner AK 07 in der Bonava-Arena (Anstoß 13.30 Uhr). Dann folgen die Nachholspiele in Bautzen (Mittwoch, 22. März) und in der Bonava-Arena gegen Auerbach (Sonntag, 26. März, 13.30 Uhr). Das dritte und letzte Nachholspiel ist nach dem Spiel bei Hertha BSC II (Samstag, 1.4.) für den Mittwoch, 5. April, angesetzt worden. Ein strammes Programm also für die nächsten Wochen für das Team des FSV Union.

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