Denkwürdige Partie im Bruno-Plache-Stadion

Am vergangenen Sonntag absolvierte die Mannschaft des FSV Union Fürstenwalde ihr Punktspiel in der Regionalliga Nordost beim 1. FC Lok Leipzig. Dieses Spiel wird noch allen Beteiligten beider Teams und den 3341 zahlenden Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben. Es war kein Pokalspiel, obwohl der Schlusspfiff von Schiri Eugen Ostin erst nach 130 Spielminuten erfolgte, sondern ein Punktspiel des 21. Spieltages der Regionalliga Nordost.

Was war geschehen, wird sich der Außenstehende jetzt sicherlich fragen, welcher nur das nackte Ergebnis- den klaren 5:0 Erfolg der Leipziger kennt. Nach einem langen Ball der Leipziger in die Spitze setzte sich Steinborn über die linke Seite kommend durch und kam mit Unions Kapitän Krstic im Strafraum zu Fall in der 2. Minute. Der Schiri erkannte auf Foul und zeigte sofort auf den Punkt, Elfmeter. Patrick Malone verwandelte den Strafstoß sicher zur 1:0 Führung für Lok. In der 5. Minute stand der Schiri-Assistent Stefan Prager dann im Mittelpunkt bzw. an der Eckfahne und wedelte mit seiner Fahne.

Er war umgeknickt und bedurfte medizinische Behandlung, welche die Physios beider Teams sofort leisteten. Nach 5 Minuten Behandlungspause setzte der Schiri das Spiel fort. In der 15. Minute erzielte dann Kevin Schulze das 2:0 für Lok, wieder über die linke Seite kommend. Die Schiri -Assistent signalisierte dem Schiri, das er nicht weiter machen könnte, wodurch der Schiri das Spiel mit Anstoß nicht fortführen konnte.

Das Spiel war unterbrochen, per Stadiondurchsage wurde ein neuer Schiri-Assistent gesucht und dann unter den Zuschauern auch gefunden, und nach einer halben Stunde Unterbrechung wurden die noch fehlenden 30 Minuten plus 5 Minuten Behandlungszeit der ersten Halbzeit absolviert.

In der 28. Minute erzielte dann Sascha Pfeffer ,aus Abseitsverdächtiger Position das 3:0 für Lok. Kurz vor dem Halbzeitpfiff makierte Steinborn in der 45. Minute gar noch das verdiente 4:0 für Lok. Die Unioner waren scheinbar von Beginn der Partie nicht richtig bei der Sache. Sie gewannen kaum Zweikämpfe, waren zu weit vom Gegenspieler weg und erarbeiteten sich gar nur eine Torchance(26. Min. Kahraman).

In der Halbzeitpause hatte Unions Trainer Andre Meyer wohl endlich seine Spieler wachgerüttelt, denn sie spielten nun mit und erarbeiteten sich auch selbst Torchancen. So in der 46. Durch Häußler, 49.per Fallrückzieher Zurawski und in der 81. Minute gar eine Dreifach Chance, aber Kirsten im Lok Kasten regierte glänzend und vereitelte somit den Unionern den Anschlußtreffer.

In der 90. Minute setzte dann Steinborn den Schlusspunkt mit seinem zweiten Treffer zum 5:0 für den 1.FC Lok Leipzig. Nicht unerwähnt soll bleiben, das die Unioner ab der 61. Minute nach der Roten Karte gegen Tim Häußler in Unterzahl spielten. In der zweiten Halbzeit haben die Unioner gekämpft und konnten auch eigene Akzente setzten aber auch ohne ein Quentchen Glück dabei zu haben.

Eine klare Niederlage an diesem Tage für die junge Union Mannschaft, woraus sicherlich die richtigen Schlüsse der Trainer ziehen wird. Wie seine Vorgaben dann umgesetzt werden können die Spieler dann am Sonntag in der heimischen Bonava-Arena gegen Optik Rathenow zeigen. Hier sollte dann ein Sieg zuschaffen sein um nicht in den Abstiegsstrudel zugeraten.

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