Hamid Ahmadi aus Afghanistan gehört zu den 15 jungen Menschen im Land Brandenburg mit Migrationshintergrund, die es  mit ihrer Überzeugung geschafft haben, etwas zu bewegen. Er möchte etwas zurück geben und sich und anderen beweisen, dass er mit seiner kleinen Familie allen Grund hat, hier in Deutschland sein zu dürfen.

Mit der Bewerbung bei dem bundesweiten Projekt „Integration durch Sport“ hat es nun geklappt. Das Programm wird auch im sportlich geprägten Land Brandenburg forciert. Mit Unterstützung durch die Brandenburgische Sportjugend ist man bestrebt, die Integration von Zuwanderern sowohl in den Sport, als auch über den Sport hinaus in die Gesellschaft zu realisieren. Sprachbarrieren, kulturelle Vorbehalte und Berührungsängste werden hier abgebaut. Zugleich sensibilisiert man die Sportorganisationen und ihre Mitglieder für die Integrationsarbeit und unterstützt sie dabei. Der vereinsorganisierte Sport bietet vielfältige Integrationspotentiale und -chancen, die mit Hilfe gezielter Maßnahmen des Programms ihre Wirkungen innerhalb der Sportorganisation entfalten sollen. Zudem werden vielfältige Aktivitäten und Initiativen unterstützt. Der Landessportbund Brandenburg und seine Brandenburgische Sportjugend verstehen Integration als gleichberechtigte Teilhabe von Migrantinnen und Migranten am Sport und am gesellschaftlichen Leben. Dementsprechend wird Zuwanderung als Chance und Bereicherung für die Sportlandschaft mit ihren vielen Sportvereinen betrachtet. Die verschiedenen Potentiale, Erfahrungen und Kompetenzen, die Menschen mit und ohne Migrationshintergrund einbringen, werden für die gemeinsame Gestaltung des Vereinsalltags genutzt und fördern die Vielfalt in den Sportvereinen.

Hamids erste Schritte in seiner neuen Umgebung sind noch etwas zögerlich und zurückhaltend, aber wie die Vorsitzende der BSG Pneumant, Karin Lehmann, sagte: „Es ist noch nicht aller Tage Abend, das wird schon. Er wird hier bei der BSG Pneumant gefordert sein. Es gibt eine Menge zu erleben und zu tun. Seine Aufgabe wird es sein, mit den Zuwanderer in Kontakt zu treten, ihnen die Möglichkeiten des Sportes bei der BSG aufzuzeigen.“ Man stellt sich das so vor: Hamid stellt den Kontakt her, fragt nach, wer sich beispielsweise für Radsport, Fußball oder Schach interessiert, bringt dann beide Parteien zusammen und man schaut, wie es weiter gehen kann. Der Vorteil bei Hamid Ahmadi liegt ganz klar auf der Hand: Er kann zwei Sprachen, Englisch und seine Heimatsprache, und die dritte erlernt er gerade. Und er ist wie fast jeder junge Mensch in seinem Alter, er liebt den Sport in vielen seiner Facetten. Seit geraumer Zeit, so war zu erfahren, gibt es Zuwanderer, die es von sich aus schon geschafft haben, den Weg zur BSG Pneumant zu finden und sind in die Sportrichtung Ringen gegangen. Man kann sich gut vorstellen, weitere begeisterte Sportler mit zu integrieren – solange sie es auch wollen. Eine herzliche Aufnahme ist garantiert. Sollten andere Vereine dem Beispiel folgen wollen, können sie sich gern an die BSG wenden, hier erhalten sie Auskunft.

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