26. Preis der Deutschen Einheit in Hoppegarten

Eine stolze, ehrwürdige Grand Dame, die Galopprennbahn in Hoppegarten, empfing zum Tag der Deutschen Einheit bei Kaiserwetter und Sonne satt ihre Gäste. Das große Areal hatte sich herausgeputzt, alles war sorgfältig vorbereitet worden und funktionierte wie am Schnürchen. Für die geladenen Gäste stand die legendäre Kaiser-Tribüne bereit, die mit ihrem klassischen Ambiente den Charme jener Zeit widerspiegelt. Gerhard Schöningh, der seit 2008 als Eigner der Galopprennbahn Hoppegarten die Zügel fest im Griff hält und dabei den Blick in die Zukunft richtet, freute sich über die hohe Akzeptanz bei den Gästen. Besonders stolz zeigte er sich über das bereits Erreichte. Der stetige Ausbau und zukunftsträchtige Investitionen sind ein wesentlicher Bestandteil seiner Visionen. Das Management hat zudem viel Potenzial, das es auszubauen gilt. Seit 1991 finden zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober diese legendären Rennen hier in Hoppegarten statt. Gäste an diesem Tag waren auch der Amerikanische Botschafter John B. Emerson und seine Gattin, die sich dieses grandiose Schauspiel nicht entgehen lassen wollten. Das gesamte Areal wurde binnen Stunden in eine atemberaubende Wettkulisse verwandelt. Noch bevor alles so richtig seinen Anfang nahm, hatten die Gäste genügend Zeit, sich ein besonderes Bild über das bevorstehende Rennspektakel zu machen. Inmitten der vier Tribünen steht ein Pavillon, aus dem Jazz vom Feinsten ertönte, gleich daneben war eine Cocktailbar platziert – man gönnt sich ja sonst nichts. Viele Familien hatten ihre Kinder mitgebracht, die es besonders genossen, in die Kinder-Partywelt einzutauchen: Ponyreiten, Basteln, Kinderschminken oder als Jockey auf dem Pferd die ersten Grundbegriffe zu erlernen sowie Toben auf der großen Wackelburg standen hoch im Kurs. Zum 26. Preis der Deutschen Einheit kamen nahezu 15.000 begeisterte Pferdesport-Enthusiasten, die nur eines wollten: Pferdegalopprennen erleben und auf diese zu wetten. Jeder dürfte hierbei so seine ganz eigene Strategie haben und entweder auf Sieg, Platz oder Zweier, Dreier, Vierer sowie Platz-Zwilling setzen. Aber das ist bei weitem noch nicht alles, es gibt unzählige Varianten, da sollte es ein Leichtes sein, die passende Wettform für jeden Geschmack zu finden. Die Charaktere der Pferde spielen bisweilen eine Rolle, wie oft sie gewonnen haben, in welchen Rennen sie bisher mit dabei waren, welcher Jockey sie reitet. Die Pferdewetten sind eine Welt für sich und erfordern sehr viel Pferdeverstand – oder eben manchmal nur Glück beim Spiel. Überall auf dem Gelände flimmern Informationen, werden Ansprachen gehalten zu Eckpunkten der Favoriten. Besonders am Führring wird es dann so richtig spannend. Die Ordnungskräfte haben dann schon so ihre liebe Not, die Gäste auf Distanz zu halten. Denn die Pferde werden im Oval an den Zuschauern vorbeigeführt, so dass jeder noch einmal einen Blick auf sie werfen kann. Für die Pferde ist das Anspannung pur, denn nicht nur die vielen Geräusche, sondern auch die Massen an Schaulustigen wirken beunruhigend auf sie. Aber sicherlich trägt auch der bevorstehende Start nebst Jockeys auf dem Rücken zur Aufregung bei. Gleich im Anschluss werden sie in Richtung Start durch Bezugspersonen, die mit den Pferden umgehen können, die zumeist zu den Ställen oder Gestüten gehören, manchmal schon mit Jockey, aber auch ohne, geführt. Das Adrenalin dieser stolzen Geschöpfe ist auf dem Höchststand, die Nerven zum Zerreißen gespannt. Sie warten nur darauf, endlich „in Fahrt“ zu kommen. Im Galopp zum Warmwerden geht es in die Starter-Box, die für einen Teil der Profipferde kein Hindernis mehr ist, doch für einige ist das dann doch nicht ganz so einfach. Und sowie das letzte Pferd in seiner Box steht, ertönt auch schon das Signal, die Türen springen nach vorne auf und dann geht’s los. Im Tribünen-Areal und auf den Vorplätzen stürmen alle nach vorn und sowie die Pferde auf der Zielgeraden sind, geht ein Jubelschrei durch die Gästeschar. Auch für sie gibt es fast kein Halten mehr. Je nach Länge der Distanzen dauert es nur 2 bis 3 Minuten und der Sieger steht fest. Wenn das mal beim Fußball so wäre! Danach werden die Sieger geehrt, erst geht einmal durch die Gäste und dann vorbei an den Honoratioren der Rennwelt. Jedes Rennen hat einen Namen und wird von einzelnen Unternehmen gesponsert, wie das „Sea The Moon-Rennen“, der „Degussa Gold Cup“ oder der  „Pferdewetten.de- 26. Preis der Deuten Einheit“, um nur einige zu nennen. Bei den acht Rennen dieses hochdotierten Renntages, der der absolute Höhepunkt in der Galopp-Saison des  „German Racing“ ist, waren 77 Pferde am Start, nebst Jockeys. Schon am 2. April des kommenden Jahres geht es dann wieder los mit der Rennsaison auf der Galopprennbahn Hoppegarten.

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