Schwache Heimvorstellung des FSV Union Fürstenwalde

Der unerwartete Punktgewinn in Nordhausen und die drei geschossenen Tore am 12. Punktspieltag haben auch die Fürstenwalder Anhänger in der Heimatregion angenehm überrascht. Mit optimistischen Erwartungen zogen sie dann am letzten Sonntag in die heimische Bonava-Arena, um ihre Mannschaft im Premierenduell gegen die Mannschaft des FC Oberlausitz Neugersdorf zu erleben. Die Oberlausitzer, mit drei Punkten Vorsprung in der Tabelle vor den Unionern platziert, waren gewarnt auf Grund der großartigen Leistung der Unioner in Nordhausen. Sie selbst hatten ja in den letzten Punktspielen etwas Ladehemmungen gezeigt und wollten dies in Fürstenwalde gegen die Unioner beenden. Demgegenüber wollten die Unioner natürlich erneut punkten, um nicht weiter abzurutschen in der Tabelle. Die Voraussetzungen für ein interessantes offensives Fußballspiel waren also gegeben. Vor über 400 Zuschauern und den Kameras des MDR pfiff der Berliner Schiedsrichter Jacob Pawlowski die Partie an. Es entwickelte sich ein von beiden Mannschaften offensiv geführtes Spiel auf Augenhöhe mit Chancen auf beiden Seiten. Den ersten Aufreger gab es in der 10. Min., als ein hoher Ball aufs Tor zu an den Pfosten kullerte. Die erste Torchance der Unioner hatte dann Darryl Geurts in der 16. Min., aber Franco Flüchinger faustete reaktionsschnell den Ball weg. In der 30. Min. fingen die Oberlausitzer den Union-Angriff bereits an der Strafraumgrenze ab und setzten sofort den Konter. Den Torschuss zunächst abgewehrt und dann den Nachschuss noch vor der Torlinie geklärt, es blieb beim torlosen Zwischenstand. In der 33. Min. dann die Riesenchance durch Unions Kapitän Paul Karaszewski, doch sein Schuss aus Nahdistanz wird noch abgewehrt. Fünf Minuten später waren dann wieder die Unioner dran. Martin Zurawski  brachte den Freistoß von rechts gefährlich vors Tor, doch Toni Hager drückt den Ball knapp neben den Pfosten ins Aus. In der 43. Min. war es erneut Darryl Geurts, welcher die Flanke von links gefährlich vors Tor brachte und die Oberlausitzer im letzten Moment noch zur Ecke klären konnten. Ohne Torerfolg geht es dann in die Halbzeitpause. Ordentlich, aber nicht berauschend präsentierte sich die Heimmannschaft in der ersten Halbzeit. Eine Steigerung im zweiten Spielabschnitt erwarteten nun ihre Anhänger, denn mehr als bisher gezeigt war wohl möglich an diesem Tage. Das erste Achtungszeichen in der zweiten Halbzeit setzten aber dann in der 48. Min. die Oberlausitzer, doch Unions Keeper Oliver Birnbaum war auf der Hut und hält sicher. Dann aber doch auch die Unioner und erneut Darryl Geurts (49. und 55. Min.), der beste Unioner an diesem Tage. Fortan kamen die Oberlausitzer immer besser ins Spiel. Konnte Oliver Birnbaum den Schuss in der 60. Min. noch fangen, so war er dann in der 62. machtlos. Den Union-Angriff rechtzeitig abgefangen und sofort zum Gegenangriff übergegangen, erzielte dann De Freitas Costa den 1:0-Führungstreffer für die Oberlausitzer. Kurze Aufregung in der 71. Min.: Der aufopferungsvoll rackernde Tom-Melvin Schmidt kam im Oberlausitzer Strafraum zu Fall durch Gegnereinwirkung, aber Schiedsrichter Pawlowski zeigte nicht auf den Punkt. Die Oberlausitzer von ihrem Tor richtig beflügelt, bestimmten weiterhin das Spielgeschehen und erzielten in der 79. Min. durch Robert Koch das 2:0 für Neugersdorf. Vorausgegangen war eine unnötige Rückgabe von Joseph Gröschke, welche zum Eckball führte. Ein Aufbäumen der Unioner war auch nach dem 2. Tor der Oberlausitzer nicht zu erkennen. Nach ordentlicher erster Halbzeit war die Leistung der Heimmannschaft doch enttäuschend und somit errangen die Oberlausitzer einen verdienten Auswärtssieg und beendeten zugleich ihre Torflaute durch zwei erzielte Treffer. Die Unioner erlitten die 2. Heimpleite (nach dem schwachen Spiel gegen Luckenwalde) und müssen nun nach dem Pokalspielwochenende am Sonntag, den 20. November, beim 1. FC Lok in Leipzig antreten. Erneut keine leichte Aufgabe, aber nach einer starken Leistung folgte die schwache Leistung und dann sollte nun wieder die starke Leistung folgen. Man darf ja hoffen! Trainer Achim Hollerieth zeigt dieses Auf und Ab doch einige Rätsel auf, welche er in der weiteren Trainingsarbeit lösen möchte. Die Fürstenwalder Anhänger wünschen ihm viel Erfolg dabei und erhoffen sich weitere Punktgewinne im Kampf gegen den Abstieg, denn die Gegner punkten auch, wie es der Spieltag zeigte.

Aufstellung des FSV Union Fürstenwalde:

Trainer: Achim Hollerieth
Co-Trainer: Domenik Reinhard
Torwart-Trainer: Marco Sjena
Betreuer: Hans Wichary
Betreuer: Lutz Bartel

23 Oliver Birnbaum (TW)
5 Alexander Sobeck
6 Ingo Wunderlich
10 Toni Hager
11 Darryl Julian Geurts
13 Martin Zurawsky
17 Paul Karaszewski (C)
19 Omid Saberdest
25 Joseph Gröschke
27 Tom-Melvin Schmidt
28 Arbnor Dervishaj
21 Daniel Bittner (ETW)
8 Andy Weinreich
9 Will Siakam
14 Alexander Wuthe
15 Christian Mlynarczyk
18 Rui Caixinha Janota
20 Jakob Zwerschke

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