Sensation war greifbar

Klarer Favorit in der Partie zwischen dem Berliner Athletikclub (BAK) 07 und dem FSV Union Fürstenwalde waren die Berliner. In der Vorsaison waren sie knapp am Aufstiegsspiel in die 3. Bundesliga gescheitert (um 2 Tore schlechter als Aufsteiger FSV Zwickau) und hatten sich für die neue Saison ordentlich verstärkt in punkto Qualität und Quantität. Aktuell lagen sie aber punktgleich mit dem Fürstenwalder Aufsteiger in der Tabelle und hinken somit etwas ihren Erwartungen hinterher. Der Wechsel des Trainers nach wenigen Spielen ist ein Indiz dafür. Zu Beginn der Vorbereitungsphase gab es bereits einen Vergleich beider Mannschaften und man trennte sich 2:2-Unentschieden. Die Berliner waren also vorgewarnt und gingen dementsprechend konzentriert an die Aufgabe im Poststadion. Die Unioner ihrerseits hatten nicht vor, das Spiel kampflos abzugeben und hatten sich deshalb entsprechend auf den Gegner eingestellt. In der ersten Halbzeit der Partie, welche unter der Leitung des Schiedsrichters Johannes Schipke aus Landsberg stand, versuchten die Berliner ihr Offensivspiel aufzuziehen. Die Fürstenwalder standen aber in der Defensive geschickt, machten die Räume zu und setzten aufs Konterspiel. Das Spielgeschehen spielte sich daher vornehmlich zwischen den Strafräumen ab und echte Torraumszenen gab es kaum. Lediglich in der 28. Min. hatte BAK eine Möglichkeit und die Unioner dann in der 31. durch Toni Hager. In der 38. Min. dann doch noch das erste Tor in diesem Spiel. Die Unioner hatten einen BAK-Angriff abgefangen und stürmten im schnellen Umkehrspiel in die Berliner Spielhälfte. Im Strafraum wurde dann Omid Saberdest gefoult und es gab Strafstoß für die Fürstenwalder. Unions Kapitän Paul Karaszewski verwandelte den Elfmeter sicher und es stand 1:0 für den FSV Union – zur Überraschung der Berliner Anhänger. In der Schlussminute der ersten Spielhälfte dann fast der Ausgleichstreffer durch den Berliner Hasan Pepic, aber der Ball sprang von der Lattenunterkante zurück ins Feld und somit ging man mit 0:1 in die Halbzeitpause. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit dann doch der Ausgleichstreffer (48.) durch Hasan Petic. Die Berliner verstärkten nun den Druck und rannten unentwegt auf den Union-Strafraum zu. Die Fürstenwalder standen aber weiterhin sicher und Unions Keeper Olli Birnbaum zeigte obendrein eine starke Leistung an diesem Tage. Einen schnellen Konter der Unioner beendete dann Toni Hager in der 62. Min. zum weiteren Torerfolg für die Fürstenwalder und es stand 1:2 aus Berliner Sicht. Die Berliner rannten nun weiter aufs Union-Tor zu und erzielten dann in der 83. Min. durch den kurz zuvor eingewechselten Francky Sembolo den Ausgleichstreffer zum 2:2. Nach der zweiten Gelben Karte musste in der 85. Min. der Unioner Tarik Khettal vorzeitig den Platz verlassen. Unions Keeper vereitelte in der 86. Min. eine Großchance und lenkte noch glänzend den Ball über die Latte. In der 90. Min. war dann doch der Ball im Union-Tor, aber der Abseitspfiff machte den Torerfolg zu Nichte. Drei Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt. In der 92. Min. starteten die Unioner einen Entlastungsangriff, doch Danny Radke vertändelte den Ball und blieb einfach stehen, anstatt dem nachzujagen. Eine schnelle Flanke in den Union-Strafraum und Kevin Kahlert beförderte den Ball ins Netz zum 3:2 für BAK 07. Dann folgten noch zwei Rote Karten. Zuerst gegen Toni Hager (Union) und zwei Minuten danach gegen Sembolo. Den letzten Angriff starteten dann die Unioner in der 94. Min. und Unions Torwart Olli Birnbaum setzte im BAK Strafraum den Ball per Kopfball ins rechte obere Tordreieck, BAK-Keeper Jakub Jakubov kam aber noch mit den Fingerspitzen an den Ball und verhinderte den Torerfolg der Unioner. Der Abpfiff erfolgte prompt und die Berliner verließen glücklich als Sieger den Platz. Für die Unioner geht es am Sonntag nun weiter in der heimischen Bonava-Arena gegen die „Bubis“ von Hertha BSC, um 13.30 Uhr.

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