Am vergangenen Freitagabend stand für den FSV Union Fürstenwalde ein Flutlichtspiel beim SV Babelsberg 03 auf dem Programm. Freitagabendspiele waren ja in der Vergangenheit für die Fürstenwalder nicht so ihr Ding, und langjährige Fürstenwalder Fußballanhänger hatten da so ihre Bedenken. Nach dem Klassespiel gegen den Spitzenreiter FC Carl Zeiss Jena eine Woche zuvor zogen aber auch die Fürstenwalder Fans optimistisch zum Auswärtsspiel ihrer Mannschaft ins Karl-Liebknecht-Stadion nach Potsdam. Vor 1.685 Zuschauern pfiff der Cottbusser Schiedsrichter Henry Müller pünktlich um 19 Uhr die Partie an. Die Babelsberger begannen gleich mit langen Bällen über ihre schnellen Außenspieler die Unioner unter Druck zu setzen. Dies gelang ihnen auch in den ersten 20 Spielminuten sehr gut. Dabei erspielten sie sich auch klare Torchancen (Akdari, Shala und Steinborn), aber ein hervorragend aufgelegter Daniel Bittner im Union-Kasten verhinderte mit super Paraden den frühzeitigen Torerfolg der Babelsberger. In der 13. Min. setzte Unions Kapitän Paul Karaszewski für die Fürstenwalder den ersten direkten Schuss aufs Babelsberger Tor, aber der Ball ging über den Kasten. Gleich danach waren die Babelsberger wieder am Drücker und die Unioner Defensive unter der Führung vom Abwehrchef Stefan Süß hatte voll zu tun, um den Angriffswirbel der Babelsberger abzuwehren. Man hatte ja schließlich auch noch den klasse Torwart Daniel Bittner im Rücken, welcher weiterhin klarste Torchancen der Babelsberger vereitelte. In der 27. Min. dann eine klare Unioner Torchance nach schnellem Konterzug, doch den Schuss von Martin Zurawski konnte 03-Torwart Marvin Gladrow mit einer Glanzparade gerade noch abwehren. Von nun an gestaltete sich das Spiel ausgeglichener. Die Unioner störten frühzeitiger den Babelsberger Angriffsaufbau und sie konnten sich somit von der anfänglichen Umklammerung der Babelsberger befreien. In der 43. Min. hatten die Unioner die letzte Tormöglichkeit durch Niels Stettin in der ersten Halbzeit, aber Torwart Gladrow war auf der Hut und somit ging man mit dem 0:0-Spielstand in die Halbzeitpause. Aufopferungsvoll kämpften die Unioner auch in der zweiten Halbzeit weiter und hatten in der 47. Min. auch gleich die erste Torchance, auf Vorlage von Rico Gladrow, durch Will Siakam. Es entwickelte sich nun ein gutes temporeiches Spiel mit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Etwas mehr Spielanteile hatten aber nach wie vor die Babelsberger, was auch das klare Eckenverhältnis aussagte. Auf den Rängen der Babelsberger trauerte man schon den vergebenen Torchancen der ersten Halbzeit nach und erwartete auch in der Schlussphase der Partie keine großen Veränderungen mehr. Doch es kam doch noch anders als gedacht, zur Freude der Babelsberger. Unions Abwehrchef Stefan Süß musste kurz zuvor verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn spielte nun Joseph Gröschke in der Innenverteidigung. Die Babelsberger ließen nicht locker und in der 78. Min. zappelte dann der Ball im Netz des Unioner Kasten. Ein Freistoß von rechts kam zu Torjäger Andis Shala in den Union Strafraum und er versenkte per Kopfball das Leder ins Netz. Drei Minuten später fast die gleiche Situation, doch diesmal gelangte der Ball zum freistehenden Erdal Akdari, welcher mit seinem Kopfball das 2:0 für die Babelsberger erzielte. Aufopferungsvoll gekämpft mit toller Einstellung aller Spieler hielten die Unioner lange die Null, doch dann in der Schlussphase zwei Zuordnungsfehler und der greifbare Punktgewinn war dahin. In der Nachspielzeit verhinderte Unions Keeper Daniel Bittner gar noch das mögliche 3:0 und lenkte den Ball aus Nahdistanz noch übers Tor. Ein verdienter Sieg der Babelsberger, aber zugleich auch eine ordentliche Leistung der Fürstenwalder, war der überwiegende Tenor der Zuschauer nach dem Spiel. Bereits heute (10.3.) folgt für die Unioner das nächste abendliche Flutlichtspiel, ebenfalls auswärts. In Neustrelitz, wo jetzt der ehemalige Union-Trainer Achim Hollerieth die dortige Mannschaft trainiert, gilt es auf ein Neues den Kampf um Punkte für den Klassenerhalt aufzunehmen. Mit gleicher Einstellung wie gegen Jena und Babelsberg sollte diese Vorhaben doch zu schaffen sein. Es wird aber kein Selbstläufer werden.

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