Trotz Regen kamen am vergangenen Sonntag über 400 Zuschauer ins Friesenstadion, um sich das Punktspiel der Regionalliga Nordost zwischen dem heimischen FSV Union Fürstenwalde und der Mannschaft vom BAK 07 aus Berlin anzusehen. Als aktueller Dritter der Tabelle war die Mannschaft des BAK 07 natürlich gegen den 15. der Tabelle der klare Favorit. 20 ihrer bisherigen 40 Punkte haben sie bei Auswärtsspielen eingefahren und somit auch ihre Stärken auf fremdem Platz unter Beweis gestellt. Am 25. September fand im Berliner Poststadion das Hinspiel statt und die BAK Elf gewann durch ein Tor in der 92. Min. am Ende etwas glücklich die Partie noch mit 3:2. Zwar hatten Unions Kapitän Paul Karaszewski und Toni Hager die Fürstenwalder zwei Mal den Führungstreffer erzielt, aber beim dritten Berliner Treffer standen nur noch 8 Unioner Feldspieler auf dem Platz. Für das Rückspiel war also auch eine Revanche angesagt. Für Brisanz und besondere Spannung war also gesorgt und obendrein standen auf beiden Seiten diesmal andere Trainer an den Seitenlinien. Das Spiel, welches unter der Leitung des Schiedsrichters Toni Wirth aus Werdau (Sachsen) stand, begannen die Berliner offensiv wie erwartet, aber ihre Angriffe endeten zu meist schon am Fürstenwalder Strafraum. Aus einer kompakten Abwehr heraus gestalteten die Unioner ihr Angriffsspiel, aber die Berliner standen auch sicher in der Abwehr. Der Spielverlauf in der ersten halben Stunde fand somit vornehmlich zwischen den Strafräumen statt und Torraumszenen waren Mangelware. Den ersten direkten Torschuss gab in der 7. Min. der Unioner Rico Gladrow ab, aber der Ball ging knapp am Tor vorbei. Der erste Eckball der Berliner in der 16. Min. war deren erste Möglichkeit zum Tor, aber die Unioner Abwehr klärte sofort. In der 22. Min. landete ein Freistoß der Unioner aus der eigenen Hälfte im gegnerischen Strafraum, aber der wieder einsatzbereite Ingo Wunderlich kam einen Tick zu spät an den Ball. In der 31. Min. dann die erste klare Torchance der Berliner: Nach Eckball von rechts hoch vors Tor konnte Daniel Bittner im Union-Kasten durch eine Glanzparade mit einer Hand noch den Kopfballtreffer und somit die Berliner Führung verhindern. Zwei Minuten später köpfte dann der Unioner Stefan Süß den Ball knapp übers Tor und in der 36. Min. setzte der BAK Spieler Zimmer den Freistoß von rechts neben das Tor. Ins Tor traf dann aber der ehemalige BAK-Spieler Niels Stettin für den FSV Union aus dem Gewühl heraus in der 42. Min. Nach Freistoß von der linken Seite brachte Rico Gladrow den Ball in den Strafraum zu Darryl Geurts und der schoss sofort aufs Tor, auf der Linie konnte ein Berliner gerade noch klären, doch dann drückte Niels Stettin den Ball ins Netz zur umjubelten 1:0-Führung für den FSV. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause. Wer nun dachte, die Berliner zaubern nun einen Angriffswirbel, um das Blatt noch zuwenden, der lag falsch. Die Unioner kämpften geschlossen weiter, wehrten frühzeitig die Angriffsbemühungen der Berliner ab und gewannen nun die Oberhand in diesem Spiel. In der 54. Min. setzte sich dann Darryl Geurts über die linke Seite kommend durch, drang in den Strafraum ein und schoss überlegt am Torwart vorbei den Ball ins Netz zum 2:0. Das Bemühen der Berliner um eine Resultatsverbesserung unterbanden die Unioner weiterhin frühzeitig und setzten selbst weiter zu gefährlichen schnellen Angriffszügen an. In der 72. Min. war Darryl Geurts erneut gut angespielt worden, setzte sich gegen die aufgerückte Abwehr durch, konnte dann aber vom heraus geeilten Torwart außerhalb vom Strafraum nur noch durch Foul gestoppt werden. Torwart Flauder sah dafür die Gelbe Karte, Rot gab es dafür auch schon mal. Das offensive Spiel der Unioner hatte dann in der 83. Min. erneut Erfolg. Diesmal war Darryl Geurts der Vorlagengeber und Rico Gladrow brauchte den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben zum 3:0. In der 88. Min. setzte sich der eingewechselte Hasan Pepic schnell über die linke Seite kommend durch und sein Schuss landete am Innenpfosten. Von dort sprang der Ball ins Netz und somit stand es 3:1. Nach dem Berliner Anschlusstreffer war aber noch nicht Schluss mit dem Torreigen. In der letzten Spielminute erzielte der eingewechselte Unioner, „der Jungpapa“ Will Siakam, gar noch das 4:1 für den FSV Union und setzte damit zu gleich den Schlusspunkt in dieser Partie, denn Schiedsrichter Wirth pfiff danach ab. Ein hochverdienter Sieg der Unioner, der zweite in Folge und drei weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt, war der Tenor der Fürstenwalder Anhänger nach dem Spiel. Unmittelbar nach Spielende sprach auch Unions Trainer Matthias Maucksch seinen Mannen in der Kabine seinen Dank an alle Spieler aus für die gute Umsetzung der Marschroute und für die klasse kollektive Leistung der gesamten Mannschaft. Viel Zeit zur Vorbereitung aufs nächste Spiel blieb den Unionern nicht, denn bereits am Mittwoch ging es auf nach Bautzen zum Nachholspiel gegen Budissa Bautzen. Am Sonntag (Anstoß 13.30 Uhr) folgt dann in der Bonava-Arena das nächste Nachholspiel der Unioner gegen den VFB Auerbach.

Aufstellung des FSV Union:

Trainer: Matthias Maucksch
Co-Trainer: Michael Pohl
Torwart-Trainer: Marco Sejna
Betreuer: Hans Wichary
Betreuer: Lutz Bartel

21 Daniel Bittner (TW)
6 Ingo Wunderlich
11 Darryl Julian Geurts
13 Martin Zurawsky
14 Alexander Wuthe
17 Paul Karaszewski (C)
19 Nils Wilko Stettin
20 Jakob Zwerschke
22 Rico Gladrow
24 Onur Yesilli
30 Stefan Süß
1 M. Trochanowski (ETW)
8 Andy Weinreich
9 Will Siakam
15 Christian Mlynarczyk
25 Joseph Gröschke
27 Tom-Melvin Schmidt
28 Arbnor Dervishaj

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