FSV Union vs. 1. FC Lokomotive Leipzig

Zum Schluss noch 1:3 verloren

Am 14. Februar dieses Jahres bestritten beide Teams, als damalige Oberligatabellenführer (Lok Staffel Süd und Union Staffel Nord), in Fürstenwalde ein Testspiel im Rahmen der jeweiligen Vorbereitung auf die anstehende Oberligarückrunde. Die Lok-Mannschaft gewann den freundschaftlichen Vergleich, welchen seinerzeit die ehemaligen Profispielerkollegen Matthias Mauksch (Trainer Union) und Heiko Scholz (Trainer Lok) vereinbarten. Nach dem Spiel, welches Lok mit 3:1 für sich entschied, wurde bereits das Rückspiel vereinbart, aber mit der Einschränkung, nur dann, wenn nicht beide Teams aufsteigen. Dies ist ja dann aber passiert, so dass man sich diesmal als Regionalligakontrahenten gegenüber stand am 14. Punktspieltag. Vor der stattlichen Kulisse von 2.468 Zuschauern im altehrwürdigen Leipziger Bruno-Plache-Stadion war die Lok-Mannschaft als Heimteam natürlich leicht favorisiert – zumal sie noch die Euphorie des Pokalsieges im prestigeträchtigen Duell gegen den Ortsrivalen Chemie Leipzig am vergangenen Sonntag im Rücken hatte. Als Tabellen-Fünfzehnter hinter den Leipzigern platziert, wollten die Fürstenwalder der Lok-Mannschaft aber nicht kampflos das Feld überlassen, denn es ging ja um Punkte zur Sicherung der Klasse. Pünktlich pfiff der Berliner Schiedsrichter Max Burda die Partie an und couragiert begannen die Fürstenwalder das Spiel. Der erste Angriffszug der Unioner brachte auch gleich die erste Torchance nach knapp einer Minute Spielzeit. Gordan Griebsch brachte den Eckball von rechts hoch in den Strafraum und Jakob Zwerschke köpfte direkt gefährlich aufs Tor. Leipzigs Schlussmann Julien Latendresse-Levesque stand aber richtig und fing den Ball sicher. Zwei Minuten später bereits die nächste Union-Tormöglichkeit: Kapitän Paul Karaszewski brachte den Ball flach auf Gordan Griebsch, welcher leider mit einem Heber über den Lok-Keeper den Ball knapp neben den Pfosten ins Aus platzierte. Nach zehn Minuten Spielzeit dann der erste Torschuss der Leipziger, aber der Ball aus der Mitte von der Strafraumgrenze aus ging klar über den Kasten. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe und wurde von beiden Mannschaften offensiv geführt. In der 15. Min. war dann Martin Zurawski, diesmal als Sturmspitze aufgeboten, in den gegnerischen Strafraum eingedrungen und konnte nur noch per klarem Foulspiel am Torschuss gehindert werden. Schiedsrichter Burda zögerte keine Sekunde, sondern zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Paul Karaszewski trat an und verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zur 1:0-Führung für den FSV, was natürlich großen Jubel bei den knapp 100 angereisten Union-Fans auslöste. Die Antwort der Leipziger ließ aber nicht lange auf sich warten. Sieben Minuten nach der Union-Führung verwandelte Daniel Becker direkt aus 20 Metern einen Freistoß über die Mauer ins Tor und es stand somit nach 22 Minuten 1:1-Unentschieden. Ausgeglichen dann auch der weitere Spielverlauf in dieser spannenden ansehnlichen Regionalligapartie. Noch vor der Halbzeitpause hatten aber beide Mannschaften eine gute Tormöglichkeit zum weiteren Treffer. In der 42. Min. konnte Unions Keeper Oliver Birnbaum den Schuss von Daniel Becker noch an den Pfosten lenken und zwei Minuten später hatte Ingo Wunderlich aussichtsreich im Leipziger Strafraum die Möglichkeit für die Unioner. Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete. Offensiv wurde nach vorn gespielt von beiden Mannschaften, doch meistens endete der Angriff an der Strafraumgrenze. In der 47. Min. der Lok-Eckball geblockt, folgte der Union-Gegenangriff, ebenfalls abgewehrt zur Ecke, welche Karaszewski brachte. In der 55. Min. musste der sehr agile Unioner Ingo Wunderlich verletzungsbedingt ausscheiden. Unions Trainer Hollerieth musste reagieren, brachte Christian Mlynarczyk dafür neu ins Spiel und stellte die Mannschaft zugleich etwas um. Fünf Minuten später der nächste Pechmoment für die Unioner: Torwart Oliver Birnbaum zog sich beim Abschlag eine Oberschenkelzerrung zu und musste gleichfalls ausgewechselt werden. Für ihn stand nun in seinem ersten Punktspiel für die Unioner Daniel Bittner zwischen den Pfosten. Beide Mannschaften suchten weiter das Angriffsspiel, aber klare Torchancen waren Mangelware. In der 75. Min. kam an der Strafraumgrenze, aber schon im Strafraum, ein Lok-Spieler zu Fall und es gab einen umstrittenen schmeichelhaften Elfmeter, welchen Paul Schinke sicher verwandelte. Mit dieser doch etwas glücklichen Führung der Leipziger ging das Spiel in die Schlussphase. Unions Trainer Achim Hollerieth brachte nun für Tom-Melvin Schmidt Will Siakam als zusätzliche Offensivkraft neu ins Spiel. Die Fürstenwalder wollten unbedingt noch den Punktgewinn erreichen und hatten in der 81. Min. durch Christian Mlynarczyk und in der 83. und 84. Min. durch Gordan Griebsch noch gute Chancen zum Ausgleichstreffer. Den Schlusspunkt setzten dann aber noch die Leipziger. In der 89. Min. parierte Unions Keeper Daniel Bittner den direkt geschossenen Freistoß glänzend. Bereits in der Nachspielzeit war Bittner dann aber gegen den klasse Torschuss von Daniel Becker machtlos und somit siegten die Leipziger am Ende mit 3:1 in diesem Aufsteigerduell. Nicht schlecht gespielt, aber ohne Punktgewinn, also mit leeren Händen mussten die Fürstenwalder die Heimreise antreten. Am kommenden Sonntag ist der nächste Gegner wieder eine Leipziger Mannschaft. Diesmal in der heimischen Bonava-Arena geht es dann gegen die U-23 Mannschaft von RB Leipzig, eine junge ehrgeizige Mannschaft, welche dem bisher ungeschlagenen Spitzenreiter FC Carl Zeiss Jena eine 3:0-Niederlage bescherte. Also keine leichte Aufgabe für die Fürstenwalder. Jedes neue Spiel beginnt aber neu von vorn und ein jeder hat dabei seine Chance zum Sieg. Dessen sollten sich die Unioner bewusst sein und mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Kampfgeist ins Spiel gehen sowie zahlreich von ihren Fans unterstützt werden. Also auf in die Bonava-Arena am Sonntag, den 27. November, zum Spiel um 13.30 Uhr des FSV Union Fürstenwalde gegen RB Leipzig U-23. Bereits am Freitag, um 19.30 Uhr gibt es im Friesenstadion das Schlagerspiel in der Landesliga zwischen der 2. Mannschaft des FSV Union gegen den SV Blau-Weiß Briesen, wo man natürlich auch zuschauen kann.

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