Auch am 26. Spieltag der Oberliga Nord schauten wieder viele Anhänger speziell auf das Fernduell um den Regionalligaaufstieg zu den Spielen von FC Hertha 03 Zehlendorf und FSV Union Fürstenwalde, da ja die Rostocker Hansa Reserve kein Aufstiegsrecht hat. Betrachtet man aber das Meisterschaftsrennen um den Titel, so sprechen die Rostocker doch noch ein entscheidendes Wörtchen mit. Die Fürstenwalder liegen in beiden Kategorien noch sehr aussichtsreich im Rennen und wollen dabei am Ende an der Spitze platziert sein. Deshalb gilt es für das Fürstenwalder Team derzeitig, nicht vordergründig auf die anderen zu schauen, sondern selbst seine „Hausaufgaben“ zu erledigen, wie es Unions Trainer Matthias Mauksch seinen Spielern nahe legte. Die erneute Steilvorlage für den Ausbau des Vorsprungs im Aufstiegskampf gaben die Zehlendorfer mit ihrer 0:3-Niederlage im Spiel beim Malchower SV am Samstag. Am Sonntag folgte nun der Auftritt des FSV Union in der heimischen S-OS Arena. Bei strahlendem Sonnenschein verfolgten erwartungsvolle 341 Zuschauer das Spiel des gastgebenden FSV Union Fürstenwalde gegen die Mannschaft des SV Altlüdersdorf. In der Vergangenheit waren die Spiele beider Kontrahenten stets geprägt von viel Kampf und nicht von Torfestivals gekennzeichnet, also keine Selbstläufer für ein Team. Das Spiel stand unter der Leitung des Schiedsrichters Ronny Walter aus Hartha (Sachsen) und wurde gleich mit dem Anpfiff von den Unionern offensiv begonnen. Nach ersten Möglichkeiten durch Rifat Gelici in der 2. und Paul Milde in der 9. Min., fiel dann bereits in der 11. Min. das Tor zur 1:0-Führung für den FSV. Rifat Gelici hatte sich rechts durchgesetzt und seine Abgabe zur linken Seite nutzte Darryl Geurts eiskalt und schob den Ball ins Tor. In der 17. Min. hatte Geurts gar den nächsten Treffer für die Unioner auf dem Fuß, als er die flache Hereingabe beim Eckball von Paul Milde direkt zum Torschuss nutzte, aber SVA-Torwart Youns Itri war auf der Hut und hielt gerade noch. Die Altlüdersdorfer kamen dann in der 20. Min. gefährlich in den Union-Strafraum, aber Philipp Köhler klärte nach Gerangel souverän. Im schnellen Umkehrspiel dann Paul Milde mit einem Flachschuss aufs Tor, doch Keeper Itris reagierte glänzend und klatschte den Ball noch ab. Der Nachschuss von Milde ging dann knapp übers Tor. Einen Durchbruch der Altlüdersdorfer über ihre linke Seite in der 26. Min. klärte Christian Mlynarczyk entscheidend und die Unioner waren wieder am Zuge und bestimmten weiterhin das Geschehen. Mit einer Glanzparade vereitelte dann in der 37. Min. erneut SVA-Keeper Itri den nächsten Union-Treffer. Paul Milde brachte die Ecke von links hoch vors Tor und Christian Mlynarczyk wuchtete per Kopfball das Leder aufs Tor, Itri lenkte den Ball im Hechtsprung mit einer Hand gerade noch über die Latte. Es blieb bei der 1:0-Führung für den FSV Union und so ging man auch in die Halbzeitpause. Die knappe 1:0-Führung der Unioner erweckte für die zweite Spielhälfte neue Hoffnungen bei den Altlüdersdorfern und sie wollten die Fürstenwalder doch mehr ärgern, betonte ihr Trainer Mike Frank nach dem Spiel. Die Unioner ergriffen aber nach dem Wiederanpfiff sofort wieder die Initiative und hatten in der 48. Min. per Weitschuss durch Unions Kapitän Paul Karaszewski und Darryl Geurts in der 51. Min., nach langem Ball von Keeper Filatow in die Spitze, die nächsten Chancen zum weiteren Torerfolg. Die Altlüdersdorfer waren im zweiten Spielabschnitt zwar bemühter, aber die weiteren Torchancen erspielten sich die Unioner und hatten dabei in der 61. Min. doppeltes Pech mit zwei Lattentreffern. Erst setzte Philipp Köhler mit einem 30-Meter-Schuss den Ball ans obere Gebälk und dann im Nachschuss traf Rifat Gelici auch nur die Latte. Eine Minute später zeichnete sich SVA Keeper Itri zweimal glänzend aus und verhinderte den Torerfolg von eingewechselten Will Siakam und dann von Paul Milde. Der Altlüdersdorfer Keeper war der beste Mann seiner Mannschaft an diesem Tage. Große Aufregung dann in der 76. Min. auf den Rängen und der Union-Trainerbank nach einem klaren Handspiel im Altlüdersdorfer Strafraum, aber der Pfiff vom gut leitenden Schiedsrichter Walter blieb aus. Fast geklappt hatte es dann in der 78. Min. für Sven Martens mit dem Ausgleichstreffer, aber sein Heber ging klar übers Tor. Nur etwas besser machte es dann drei Minuten später, nach Torschuss Milde, Will Siakam beim Nachsetzen, aber der Ball landete an der Latte und in der 87. Min. beim Schuss von Tom-Melvin Schmidt im Außennetz. Aber das Spiel war ja noch nicht beendet und nur eine Minute danach gelang doch noch der zweite Treffer für die Unioner. Paul Milde brachte per Freistoß den Ball vors Tor und mit gezieltem Kopfball setzte Christian Mlynarczyk das Leder ins Netz zum umjubelten 2:0 für die Fürstenwalder Mannschaft. Dies war dann auch der Endstand und unter großem Applaus verließen die Union-Spieler als verdiente Sieger den Platz. Die Steilvorlage genutzt, die eigene Aufgabe positiv gemeistert und den Vorsprung im Aufstiegskampf somit ausgebaut. Zugleich konnte der Vorsprung gegenüber Rostock im Kampf um den Meistertitel behauptet werden. Am kommenden Sonntag geht es für die Fürstenwalder nun zum Ostbrandenburg Derby nach Seelow, ehe dann am darauffolgenden Sonntag (22. Mai, 14 Uhr) in der S-OS Arena das Schlagerspiel FSV Union gegen den FC Hertha 03 Zehlendorf ansteht. Abschließend für die Union-Anhänger noch der Hinweis: Am Punktspiel-freien Wochenende erfolgt beim Regionalligisten BFC Dynamo ein Testspiel am Freitag, den 27. Mai, um 18.30 Uhr im Sportforum Hohenschönhausen.

Trainer: Matthias Maucksch

Co-Trainer: Robert Fischer

Torwart-Trainer: Björn Oelze

Betreuer: Hans Wichary

Betreuer: Lutz Bartel

 

1 Konstantin Filatow (TW)

7 Rifat Gelici

10 Toni Hager

11 Darryl Julian Geurts

15 Christian Mlynarczyk

17 Paul Karaszewski (C)

18 Philip Köhler

20 Jakob Zwerschke

26 Ingo Wunderlich

30 Stefan Süß

31 Paul Milde

21 Oliver Birnbaum (ETW)

2 Mohammed Bayat

6 Christian Schulze

9 Will Siakam

19 Marc Fingas

25 Lev Magazanik

27 Tom-Melvin Schmidt

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