Saisonrückblick des FSV Union Fürstenwalde

Man hatte einen Plan aufgestellt mit der Zielrichtung, den Aufstieg in die Regionalliga anzupeilen und dann schließlich nach drei Jahren zu schaffen. Mit diesem Auftrag trat im Frühjahr 2014 der Sportliche Leiter des FSV Union Fürstenwalde, Peter Heinrich, seine Mission an. Für die Saison 2015/16 gab es den Trainerwechsel: Für den scheidenden Trainer der Oberligamannschaft, Mario Reichel, verpflichtete der Vorstand des FSV Union einen echten Profi und zog mit dem Fußballlehrer Matthias Mauksch ein echtes Ass aus dem Ärmel, wie sich zeigen sollte. Mit Matthias Mauksch, kein Unbekannter in Fußballkreisen, als ehemaliger Profi-Fußballer und Trainer von Dynamo Dresden, wurden die Weichen gestellt zu mehr Professionalität. Der Spielerkader wurde entsprechend ergänzt und unter anderem die Trainingshäufigkeit erhöht sowie Verbesserungen im Umfeld vollzogen. Dies wurde im Oberligafeld natürlich aufmerksam registriert und somit der FSV Union Fürstenwalde, neben den SV Lichtenberg 47, Tebe Berlin, Hertha 03 Zehlendorf und den Malchower SV mit zum Favoritenkreis um den Aufstieg in die Regionalliga gewertet. Der Saisonstart gegen den Oberligaaufsteiger 1. FC Frankfurt (Oder) mit 5:0 vor 620 Zuschauern in der heimischen S-OS Arena war dann auch gleich ein Auftakt nach Maß und leitete zugleich eine starke Heimspielbilanz ein. Nach der ersten Halbserie der Saison standen 6 Heimsiege und lediglich 1 Unentschieden (Schöneiche) zu Buche und zum Abschluss der Saison hatte man bei 13 Heimsiegen und 1 Unentschieden nur 1 Niederlage (gegen Lichtenberg 47) zu beklagen. Auch bei Auswärtsspielen erspielte man sich eine ansehnliche positive Bilanz mit 9 Siegen, 2 Unentschieden und nur 4 Niederlagen. Während der gesamten Saison belegten die Unioner nur Tabellenplätze der ersten drei Ränge, spielten also immer oben entscheidend mit. Insgesamt erreichten die Unioner bei den 30 Saisonspielen 22 Siege, 3 Unentschieden und 5 Niederlagen einen Punktestand von 69 mit einem Torverhältnis von 84:35 Treffern und erkämpften mit 4 Punkten Vorsprung vor dem FC Hansa Rostock II den Meistertitel und sicherten sich das Aufstiegsrecht zur Regionalliga.  Da ja die 2.Mannschaft des FC Hansa Rostock nicht aufstiegsberechtigt ist, konnte man bereits vorzeitig mit dem Sieg gegen den Aufstiegskontrahenten Hertha 03 Zehlendorf den Aufstieg am 28. Spieltag perfekt machen. Vor 1.004 Zuschauern in der S-OS Arena besiegten die Unioner Hertha03 mit 5:2 und waren somit für die Zehlendorfer uneinholbar im Aufstiegsrennen der Sieger. Neben diesem Spiel war der klare 6:1-Sieg gegen die Rostocker (nach dem 4:3-Sieg in der Hansestadt in der Hinrunde) eine herausragende Leistung. Im Vergleich mit den anderen eingangs erwähnten Aufstiegskontrahenten zeigten die Fürstenwalder über die gesamte Saison gesehen die konstantesten Leistungen. Lichtenberg 47 schwächelte gleich zu Beginn der Saison mit einer Negativserie, Tennis Borussia Berlin zu Beginn der Rückrunde und die Zehlendorfer in der Schlussphase der Saison. Die Fürstenwalder errangen also nicht ohne Grund den Meistertitel der Oberliga Nord und sind damit zugleich Aufsteiger in die Regionalliga Nord/Ost. Unions Trainer Matthias Mauksch hatte es bestens verstanden, aus dem Kader eine Mannschaft zu formen, welche stets topfit war,  von der ersten bis zur letzten Spielminute, und dabei ein attraktives, schnelles und offensives Fußballspiel zeigte. Sie war vor allem auch in der Lage, im zweiten Spielabschnitt noch zuzulegen und erzielte auch dort die meisten Tore, und zwar 51 der 84 Treffer. Auch die breite der Unioner Torschützen offenbarte eine ihrer Stärken, denn immerhin 13 Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen lassen. Toni Hager und Darryl Geurts mit 11 sowie Paul Milde und Rifat Gelici mit 10 und Christian Mlynarczyk mit 9 Toren waren dabei die erfolgreichsten Unioner. Auch von außerhalb wurden die Unioner Spieler positiv bewertet. In der Fußballwoche (FUWO) Zeitschrift wurde 30 Mal ein Union-Spieleraufgeführt bei der Elf des Spieltages und insgesamt 13 Spieler erwähnt. Mit Paul Milde (5 Benennungen), dem mit Abstand besten Torvorlagengeber der Oberliga, schaffte es gar ein Unioner zum ersten Mal in die Top Elf der Oberligasaison. Obwohl der Oberliga-Zuschauerschnitt im Vergleich zur ersten Saison (2011/12) zurückgegangen ist (2011/12 im Durchschnitt 733 Zuschauer) erreichten die Fürstenwalder mit 452 einen Oberligaspitzenwert (Hinrunde 406 und Rückrunde 492). Insgesamt waren 6.780 Zuschauer zu den Heimspielen geströmt, wobei das Spiel gegen Hertha 03 Zehlendorf mit 1.004 Zuschauern den größten Zuspruch fand. Mehr attraktiven Fußball bekommen die Zuschauer nun in der neuen Saison geboten durch den Aufstieg der Fürstenwalder in die Regionalliga. Die Fürstenwalder spielen nun unter anderem gegen den FC Energie Cottbus, Carl Zeiss Jena, SV Babelsberg 03, BFC Dynamo sowie 1. FC Lok Leipzig und hoffen in diesem Zusammenhang auch auf eine große Zuschauerresonanz zur Unterstützung der Heimmannschaft in der S-OS Arena. Das neue Ziel heißt Klassenerhalt und dafür braucht die Union-Mannschaft eben auch die volle Unterstützung der Fußballanhänger aus der Region. Ende Juli geht die neue Saison bereits los. Die Vorbereitung auf die neue Saison ist dabei bereits bei allen Mannschaften schon voll im Gange. Für alle Fürstenwalder Fußballanhänger steht dabei die spannende Frage noch im Raum, wer wohl der neue Trainer der Unioner sein wird, da ja bekanntlich der Meister- und Aufstiegstrainer Matthias Mauksch aus persönlichen Gründen am letzten Oberliga-Spieltag seinen Abschied gegeben hat. Dies ist zwar schade, aber nun ist der Sportliche Leiter gefragt, ein neues Ass aus dem Ärmel zu ziehen.

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