Am ersten Spieltag der Regionalliga Nordost Ende Juli musste der Aufsteiger FSV Union Fürstenwalde gleich zum schweren Auswärtsspiel beim BFC Dynamo in Berlin antreten. Mit einer derben 5:0-Niederlage trat man die Heimreise an und einige dachten schon: Das kann ja heiter werden. Es folgten dann gleich die Spieltage 2 bis 4 im Rahmen einer Englischen Woche. Am 7. August begann die Englische Woche mit einem Heimspiel in der Bonava-Arena. Die Fürstenwalder trafen auf die Mannschaft vom ZFC Meuselwitz aus Sachsen-Anhalt. Vor über 600 Zuschauern präsentierte sich Union erholt von der Auftaktschlappe und erkämpfte nicht unverdient den 1. Punkt nach dem torlosen Unentschieden. Am darauf folgenden Mittwoch ging dann die lange Reise ins Vogtland zur Partie gegen den VFB Auerbach. Dieses Spiel fand zudem noch am Abend unter Flutlicht statt und einige Kenner der Fürstenwalder Fußballszene hatten da so ihre Bedenken bezogen auf Flutlichtspiele in der Vergangenheit. Nach einem starken Regenschauer begann die Partie auch gar nicht verheißungsvoll für die Unioner, denn bereits nach 2 Min. lagen sie mit 1:0 im Rückstand. Die Fürstenwalder erholten sich von diesem Schock und dominierten dann in der 2. Halbzeit. In der 52. Min. erzielte Tarik Khettal den Ausgleichstreffer zum 1:1 und zugleich das erste Regionalligator für den FSV. Weiter offensiv spielend gelang in der 80. Min. Danny Radke der 2:1-Führungstreffer für den FSV. Ein Aufbäumen der Auerbacher konnten die Fürstenwalder abwenden und stattdessen in der 90. Min., erneut durch Danny Radke, einen weiteren Treffer erzielen zum 3:1-Endstand. Nicht wie ursprünglich vorgesehen am Sonntag, sondern bereits am Samstag, den 13. August, mussten dann die Unioner zum Abschluss der Englischen Woche ihr zweites Heimspiel austragen. In der heimischen Bonava-Arena gastierte der FSV Budissa Bautzen und die 508 Fürstenwalder Zuschauer hofften, nach der Glanzleistung von Auerbach, auf einen weiteren Dreier ihrer Fürstenwalder Mannschaft. Einigen schien noch die Reisestrapazen und die kurze Regenerationszeit in den Gliedern zu stecken, denn dem Spiel der Unioner fehlte es an Spritzigkeit. Die Bautzener, mit dem Ex-Unioner Paul Milde in ihren Reihen, rissen auch keine Bäume aus. Nach 90 Minuten stand es torlos Unentschieden. Die Bautzener freuten sich über ihren ersten Punktgewinn in der neuen Saison nach vier Spieltagen, die Fürstenwalder errangen derweil bereits schon den 5. Punkt und stehen nun auf einen einstelligen Tabellenplatz. Den ersten vier Punktspielen folgte am vergangenen Samstag die 1. Runde um den Landespokal des Fußballverbandes Brandenburg. Fürstenwalde musste zum TSV Chemie Premnitz reisen. Der TSV Chemie Premnitz spielt in der Landesliga Staffel Nord und somit war Fürstenwalder klarer Favorit. Über die gesamte Partie waren die Unioner das bessere Team, aber gut eingestellt von ihrem Trainer Olaf Krause agierten die Premnitzer und machten den Unionern das Leben schwer. Mit zwei Vierer-Abwehrreihen machten sie hinten dicht und lauerten mit zwei schnellen Spitzen auf ihre Konterchance. In der 11. Min. nutzten die Unioner eine Unachtsamkeit in der Premnitzer Abwehr und Martin Zurawsky erzielte den 1:0-Führungstreffer für den FSV. Wer nun dachte, das Toreschießen ist eröffnet, der sah sich getäuscht, denn in der 27. Min. nutzte Marvin Krause eine Unachtsamkeit der Unioner und erzielte den 1:1-Ausgleichstreffer. Auch in der zweiten Halbzeit wirkten die Unioner klar spielbestimmend, aber vor dem gegnerischen Strafraum agierten sie zu ideenlos, um den Abwehrriegel zu knacken. Nach 90 Minuten stand es somit noch 1:1-Unentschieden und die Verlängerung musste her, um einen Sieger zu ermitteln. In der 2. Halbzeit der Verlängerung knackten die Unioner den Riegel und die eingewechselten Will Siakam sowie Gordan Griebsch erzielten die Treffer für den FSV Union. Die Fürstenwalder gewannen somit 3:1 nach Verlängerung gegen den TSV Chemie Premnitz und zogen in die 2. Runde, die am 3. September ausgetragen wird. Zuvor müssen die Fürstenwalder am kommenden Samstag zum schweren Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena antreten. Mit dabei werden auch Fürstenwalder Fans sein, sie haben dafür einen Bus gechartert. Für die 2. Pokalrunde hat Fürstenwalde ein schweres Los erwischt und muss beim FC Energie Cottbus antreten. Ob dieses Spiel am 3. September im Stadion der Freundschaft starten wird, ist fraglich, da die Cottbuser am 4.9. ihr Nachholspiel in Schönberg bestreiten wollen. Als die Fürstenwalder in Auerbach weilten, hätten die Cottbuser in Schönberg antreten müssen. Sie haben aber ihr Spiel verlegen lassen auf ein Pokalwochenende. Was so alles geht bei den Cottbusern…

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