Am 14. Spieltag der Regionalliga Nordost musste die Mannschaft des FSV Union Fürstenwalde beim Aufstiegsaspiranten 1.FC Lok Leipzig antreten. Unions Trainer Mathias Maucksch wollte mit der gleichen Startformation antreten wie gegen Erfurt, aber weil Niklas Thier verletzt war musste somit Tim Häußler in die Startelf. Vor 2.534 Zuschauern im altehrwürdigen Bruno-Lösche-Stadion begannen die Leipziger gleich stürmisch zu spielen, aber die Unioner hielten zunächst dagegen. In der 6. Minute konnten sie den Treffer noch verhindern, aber in der 9. Minute beim Angriff über die rechte Seite schloss dann Torjäger Steinborn mit seinem Treffer erfolgreich ab und die Leipziger führten mit 1:0.

    Gleich im Gegenzug hatten die Unioner bereits die Chance zum Ausgleichstreffer. Darryl Geurts kam über links und brachte den Ball in den Strafraum zu Niels Stettin, dessen Kopfball der Keeper aber noch zur Ecke abwehren konnte. Die Unioner versteckten sich also nicht, sondern suchten selbst immer wieder schnell den eigenen Angriff. In der 24. Minute war dann Darryl Geurts über links kommend in den Strafraum eingedrungen und konnte nur noch durch Foul vom Keeper am Torschuss gehindert werden. Gelbe Karte für den Keeper und Elfmeter für die Unioner. Joshua Putze verwandelte sicher den Strafstoß und es stand 1:1-Unentschieden.

    Ein Aufbäumen der Leipziger unterbanden die Unioner energisch und schalten selbst schnell auf Angriff. In der 29. Minute verlängerte Lukas Stagge den Freistoßball mit dem Kopf platziert und das Leder landete im Lok Kasten zum 2:1-Treffer für den FSV Union. Zwei Minuten später dann die Ausgleichschance für Lok, aber Unions Kapitän Ingo Wunderlich klärte noch vor der Torlinie. Die nächste Torchance hatten dann die Unioner in der 35. Minute gleich doppelt. Luca Schulz‘ Flanke wurde noch zur Ecke abgewehrt und der Eckballnachschuss von Geurts ging knapp neben den Kasten. Die zweite Spielhälfte verlief weiter hoch spannend und temperamentvoll.

    Die Leipziger drängte auf den Ausgleich und die Unioner kämpften aufopferungsvoll dagegen. In der 56. Minute erzielte dann aber Akut Soyak per direktem Freistoßtor den 2:2-Ausgleichstreffer für die Leipziger. Sie wollten nun noch mehr, sie wollten den Siegtreffer. Die Unioner wollten aber ihrerseits nicht mit leeren Händen die Rückreise antreten. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hielten sie dagegen und Union-Keeper Richter zeigte auch tolle Aktionen. In der 73. Minute wurde nach klarem Foulspiel der Unioner Peter Koester per Roter Karte des Feldes verwiesen. Gelb hätte es auch getan.

    Die Unioner nun mit einem Mann weniger in der Schlussphase und die Lok‘schen witterten ihre Chance zum Sieg. Sie hatten aber die Rechnung ohne die Unioner gemacht. Diszipliniert agierten sie weiter, ein jeder setzte sich für den anderen mit ein. Trotz der Überzahl setzten sie weiter Nadelstiche durch ihr Konterspiel. In der 80. Minute erzielte Darryl Geurts fast den erneuten Union-Führungstreffer. In der 85. Minute verhinderte Keeper Richter mit Glanzparade den Lok-Treffer. Die 6 Minuten Nachspielzeit reichte den Leipziger auch nicht zum Siegtreffer. Lediglich die Gelbe Karte für Unions Trainer sorgte noch für Aufregung (der Schiri war sehr Karten-freundlich, hatte neben der Roten vorher auch schon 9x Gelb gezeigt). Nach dem Schlusspfiff in der 97. Minute standen die Leipziger mit hängenden Köpfen auf dem Platz, dem gegenüber die Unioner mit freudigem Jubel über den Punktgewinn in Leipzig. Mit nunmehr 21 Punkten behaupteten sie den 6. Tabellenplatz. Am Samstag folgt nun in der heimischen Bonava-Arena das Spiel gegen Energie Cottbus, Anstoß ist um 13.30 Uhr.

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