bei Bewältigung wirtschaftlichen Auswirkungen und widriger Witterungsverhältnisse

Seit Mitte April ist Brandenburg von extremen Wetterlagen betroffen, die erheblichen Einfluss auf die Erträge in landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen haben. Wie bei anderen Extremereignissen, die Brandenburgs Landwirtschaft in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten erleiden mussten, gilt auch diesmal der Grundsatz, „dass wir unsere Bauern und Gärtner, die mit den Wetterunbildungen wirtschaften müssen, nicht alleine lassen“, betont Agrar- und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde.

Das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium hatte Mitarbeiter der Landwirtschaftsämter der Kreise beziehungsweise kreisfreien Städte sowie Vertreter landwirtschaftlicher Berufsverbände über das weitere Verfahren für die Umsetzung der Richtlinie zur Gewährung finanzieller Unterstützung zur Minderung von Einkommensverlusten aufgrund der diesjährigen Witterungsverhältnisse informiert.

Verabredet wurde, im Land die rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für Zahlungen an Landwirte und Gärtner zu schaffen, die durch Frostschäden oder durch langanhaltende Niederschläge erhebliche Einkommensverluste hinnehmen müssen.

Vorab muss für die Regionen die amtliche Feststellung von Extremereignissen aufgrund allgemeinverbindlicher Kriterien – durch das Ministerium mit dem Deutschen Wetterdienst – erfolgen.

Nach den Regularien der EU können betroffene Agrarunternehmen dann einen teilweisen Schadensausgleich aufgrund extremer Wetterereignisse erlangen. Hierfür müssen die Antragsteller Unterlagen beibringen, wie hoch die Schäden sind. Anträge können nur Betriebe stellen, die Verluste von mindestens 30 Prozent, bezogen auf den durchschnittlichen wirtschaftlichen Ertrag der vergangenen drei Jahre, nachweisen können.

Vorläufige Schadenserfassung

In den Kreisen erfolgt jetzt eine die Erfassung der Frostschäden vom April, von denen vor allem Gartenbaubetriebe betroffen waren, sowie die vorläufige Erfassung der landwirtschaftlichen Schäden, verursacht durch starke und anhaltende Regenfälle im Juli.

Ziel ist, bis zum Ende des Monats einen ersten Überblick über die Höhe der zu erwartenden Anträge zu bekommen, um dann die finanziellen Mittel mit dem Finanzministerium und gegebenenfalls auch mit dem Landtag abzustimmen.

Eine genauere Darstellung der Schäden wird sich in vielen Betrieben erst zum Ende der Erntesaison ergeben. Die konkretisierten Daten werden dann in die eigentlichen Antragstellungen einfließen, die Anfang Oktober beginnen.

 

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