Fische überwinden Hindernisse

    Brandenburgs Landwirtschaftsministerium stellt regelmäßig ein Förderprojekt in den Mittelpunkt, das aus dem Agrarfonds ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) unterstützt wird. Das Projekt des Monats Juni zeigt, wie Fließgewässer ökologisch durchgängig gestaltet werden, damit Fische und andere Wasserlebewesen auch Hindernisse überwinden können.

    In Brandenburgs Gewässern sind normalerweise viele Fischarten heimisch: Aal, Meerforelle, Flussneunauge, Zander, Barbe oder Quappe. Dafür braucht es intakte, miteinander verbundene Gewässer und entsprechende Biotope. Damit das so ist, muss für eine Verbesserung der Gewässerstruktur und -qualität gesorgt werden. Ziel ist eine naturnahe Entwicklung der Gewässer und ein funktionierender Landschaftswasserhaushalt.

    Um einen guten ökologischen Zustand mit großer Artenvielfalt und besseren Lebensbedingungen für Fische und andere Wasserorganismen zu erreichen, werden beispielsweise an Hindernissen in Gewässern Fischaufstiegsanlagen gebaut. Dies können einfache Fischwanderhilfen sein oder aufwändige Fischtreppen.

    Das geschieht etwa in Leibsch, dem Ort, der die größten Flüsse im Spreewald vereint. Hier treffen Puhlstrom und Hauptspree aufeinander. Die dortige große Wehr- und Schleusenanlage sichert die Wasserstände in den angrenzenden Feuchtgebieten und beeinflusst die Wasserverteilung für Berlin. Die vorhandenen Anlagen und Fischtreppen entsprechen zum Teil nicht mehr den aktuellen technischen Anforderungen und den EU-Vorgaben für einen guten Gewässerzustand. Sie müssen deshalb erneuert werden. Darüber hinaus wird zunächst die Fischaufstiegsanlage für den Dahme-Umflut-Kanal optimiert, es folgt ein Umgehungsgerinne zur Spree.

    Die wandernden Fische werden durch eine Strömung in einen künstlichen Wasserlauf gelockt, der von flussabwärts aus eine eigentlich unüberwindbare Barriere umgeht. In Leibsch überwinden die Fische künftig einen Höhenunterschied von 55 Zentimetern, indem sie versetzt angeordnete, aufeinanderfolgende Becken durchschwimmen.

    Die Gesamtinvestition umfasst rund 1,2 Millionen Euro. Die EU-Förderung beträgt  rund 690.000 Euro, der Bund beteiligt sich mit rund 140.000 Euro, das Land mit rund 90.000 Euro. Der Rest kommt aus Eigenmitteln.

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