In den Ministergärten in Berlin hat jedes Bundesland eine Landesvertretung – für durchaus wichtige Events. Dazu gehörte am Mittwochabend beispielsweise die Einladung der pro agro, die zum Genussabend „Ein reich gedeckter Tisch – Willkommen im Schlaraffenland Brandenburg“ einlud. Im Besondern ging es um den Hochgenuss der Brandenburger Braukunst und im Weiteren um die damit verbundene kulinarische Vielfalt. Beim Betreten des imposanten Hauses der Landesvertretung fiel im Foyer gleich die Büste der ehemaligen Brandenburgischen Sozialministerin Regine Hildebrandt ins Auge. Gleichzeitig fand noch eine ehrende Fotoausstellung über ihr Wirken statt. Gleich neben dem Foyer tat sich der festlich geschmückte Saal auf, der ein sehr gemütliches Ambiente für diesen Abend versprach. Rund Hundert Gäste aus Wirtschaft, Politik und Presselandschaft waren zu diesem Galaabend der Genüsse geladen. Besonderer Gast an diesem Abend war der Innenminister Karl-Heinz Schröter: „Bier ist nicht nur Lebensfreude, sondern auch Lebenskraft und wer gelegentlich Sport treibt und läuft so wie ich, der muss nachtanken. Man kann es auch nachlesen, im Bier sind alle Mineralien, die der Körper braucht – besonders bei den ungefilterten. Die Hefen haben nämlich ganz viel Eisen, und Eisen ist wichtig für die Blutbildung. Lassen Sie sich nicht verrückt machen von der Redbull-Werbung oder anderen Energie-Drinks. Ich kann Ihnen nur empfehlen, trinken Sie Bier! Bier stiftet heimatliche Identität.“ Schröter bewunderte die wachsende Vielfalt der unterschiedlichsten regionalgebrauten Biere, er zog Parallelen zu Bayern, wo sich das Angebot nach individuellen Bieren ebenfalls auf hohem Niveau befindet. Seine kurze Rede schloss er mit den Worten: „Essen ist ein Bedürfnis, aber genießen ist eine Kunst!“ Und schon ging es los: Detlef Olle, der den Abend professionell moderierte, ließ die Gäste auf seine charmante Art und Weise wissen, wie der Werdegang an diesem Abend sein sollte. Neun Brauereien des „Vereins zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien und regionaler Infrastrukturen e.V.“ hatten ihre Bestseller mitgebracht und diese wurden jedem Gast zum Verkosten an den Tisch gebracht. Zwischen den einzelnen Verkostungen – insgesamt drei mit jeweils drei Bieren – servierte Matthias Kleber, der Chefkoch des Resorts Mark Brandenburg Neuruppin und Teamchef der Deutschen Nationalmannschaft der Köche, gemeinsam mit Daniel Reuner, Küchen- und Hotelchef des Flair Hotels in Zossen, kulinarische Extravaganzen. Und als wenn das allein nicht schon Genuss pur wäre, kamen die Braumeister zu Wort, um in kurzer Abfolge einiges Wissenswertes zu ihren Bieren zu sagen. Im weiteren Verlauf kam noch die frischgebackene Vorstandsvorsitzende der pro agro, Hanka Mittelstädt, zu Wort. Sie verwies auf das Schaffen der pro agro und ihre Ziele. Die pro agro sieht sich als Multiplikator zwischen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie dem Land- und Naturtourismus. Sie selbst trinkt nicht oft Bier, freute sich aber auf diesen Abend und zeigte sich überwältigt über die Vielfalt der Biere. Sie sagte zum Schluss, wenn sie ein Bier trinke, dann müsse es aus Brandenburg sein. Jörg Kirchhoff durfte natürlich nicht fehlen, er ist der Vorsitzender des Verein zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien und regionaler Infrastrukturen e.V. Kirchhoff erinnerte sich an das unschlagbare Fest aus Anlass des 500-jährigen Jahrestages des Reinheitsgebotes in Potsdam, welches ein großer Erfolg war. 10.000 Besucher hatten das Fest besucht. Er resümierte, dass dies für den Verein und dessen Bekanntheitsgrad ein enormer Schub war. Darauf kann man aufbauen und für die Mitglieder des Vereins war das auch sehr wichtig. Es bringt für die heimische Wirtschaft in den einzelnen Regionen viel Akzeptanz für das handwerkliche Know-how der Privatbrauereien. Im Verein sind bereits 16 Brauereinen organisiert, es werden also immer mehr. Eine besondere Freude ist für den Verein, dass sich bei der kommenden Grünen Woche in Berlin die Brauereien gemeinschaftlich an einem Stand präsentieren werden. Kirchhoff ging auch auf die im April eröffnete 1. Bierstraße in Brandenburg ein. Man wolle im nächsten Jahr auf jeden Fall noch mehrere Aktionen initiieren, sich mehr vernetzten und weitere Angebote schaffen. Kai Rückewold,  Geschäftsführer der pro agro, brachte es auf den Punkt: De Förderung des ländlichen Raumes weiter in all seinen Facetten voranzutreiben, ist das oberste Ziel!

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