Mitgliederversammlung des Gartenbauverbands

    Brandenburgs Gartenbaubetriebe hatten in den vergangenen beiden Jahren mit schwierigen Wetterverhältnissen zu kämpfen. 2017 wird wegen der Aprilfröste als Jahr unterdurchschnittlicher Erträge in Erinnerung bleiben, 2018 machte die langanhaltende Trockenheit den Betrieben zu schaffen. „Das niederschlagsarme und überdurchschnittlich warme Jahr war für viele landwirtschaftliche Unternehmen eine große Herausforderung und für manche sogar existenzgefährdend.

    Auch für die Gartenbaubetriebe ist noch nicht ganz absehbar, wie sich die Folgen von Hitze und Trockenheit auf Obst- und Gemüsekulturen auswirken werden“, betonte Agrarstaatsekretärin Carolin Schilde auf der Mitgliederversammlung des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg e.V. in Beelitz. Auf der Grundlage der Gartenbaukonzeption wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, dem 7 Handlungsfelder zugrunde liegen: Beratung zu Konsolidierung und Wachstum, Fachkräfte sichern, Förderung von Unternehmen des Gartenbaus, praxisbezogene Forschung stärken, Initiativen und konzeptionelle Arbeiten im Bereich Marken und Vermarktung und Imagekampagnen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie das Risikomanagement.

    Im Jahr 2018 konnten durch Bewässerungssysteme größere Schäden im Obstbau zwar mit erheblichem Aufwand vielfach abgewendet werden, doch ist noch nicht absehbar, wie Hitze und Trockenheit des extremen Sommers sich auf einzelne Obst- und Gemüsekulturen auswirken werden. Leistungsschauen als Schaufenster der Branche nutzen. Schilde dankte auch den Betrieben für ihren Anteil an der Durchführung der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die Brandenburg-Halle ist mit ihrer Hilfe und Unterstützung auch in diesem Jahr wieder ein Erlebnis und ein Besuchermagnet gewesen.

    Die Messe ist in jedem Jahr hervorragend geeignet, die Leistungen und das Know-how der Brandenburger Gartenbaubetriebe und den Beruf des Gärtners zu präsentieren. In den vergangenen Jahren sei gemeinsam für den Gartenbau in Brandenburg schon viel erreicht worden, was sich auch im bundesweiten Vergleich messen lassen kann, betonte sie. Nun komme es darauf an, die Chancen und Potenziale auch umfänglich zu nutzen und die Leistungsfähigkeit des Gartenbaus in Brandenburg als Faktor regionaler Wertschöpfung zu präsentieren.

    Obstbau in Brandenburg
    2018 wurden laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg rund 29.000 Tonnen Äpfel, 371 Tonnen Birnen, 900 Tonnen Süßkirschen, 480 Tonnen Sauerkirschen, 1.120 Tonnen Pflaumen und Zwetschken sowie 99 Tonnen Mirabellen geerntet.

    Mit einer Anbaufläche von rund 900 Hektar sind Äpfel weiterhin die dominierende Obstart. Strauchbeeren wurden in Brandenburg auf einer Fläche von rund 1.071 Hektar angebaut. Gegenüber 2017 hat sich die Strauchbeerenfläche damit um 76 Hektar vergrößert. Insgesamt wurden 3.170 Tonnen Strauchbeeren geerntet. Die bestimmenden Strauchbeeren-arten in Brandenburg sind Sanddorn, Kulturheidelbeeren und die Aroniabeeren.

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