Der Wert muss auch beim Produzenten ankommen

Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde eröffnete am Samstag das Brandenburger Schlachtefest im Märkischen Ausstellungs- und Freizeitpark in Paaren/Glien. Noch bis Sonntag konnten sich die Besucher auf dieser vom Verband pro agro organisierten Schau von der handwerklichen Meisterschaft des Fleischerhandwerks und der heimischen Tierproduktion überzeugen lassen.

Ernährungswissenschaftler weisen immer wieder darauf hin, wie wichtig ein ausgewogenes Verhältnis von tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln für die Gesundheit ist. Die Paarener Leistungsschau bietet die Möglichkeit, für die mit handwerklichem Können, mit Kreativität und aus regionalen Zutaten hergestellten Qualitätsprodukte die Werbetrommel zu rühren. Das Schlachtefest ist eine gute Gelegenheit, um direkt mit Fleischern, Landwirten und Gastronomen ins Gespräch zu kommen, getreu dem Motto des Verbands pro agro: Handgemacht – mit Lust und Liebe. Genuss made in Brandenburg! Das Fleischerhandwerk ist unser erster Verbündeter, wenn es darum geht, tierische Rohprodukte regional zu veredeln und zu vermarkten.“ „Unsere Landwirte investieren heute viel Knowhow und viel Geld“, so die Staatssekretärin weiter, „um Verbesserungen beim Tierwohl zu erreichen. Die Erwartung von Verbraucherinnen und Verbrauchern ist, dass Nutztiere nach den jeweils besten und artgerechten Standards gehalten werden.

Dieser erhöhte Aufwand muss sich in den Preisen auch widerspiegeln, denn unsere Lebensmittel in hoher Qualität sind etwas wert. Dieser Wert muss auch beim Produzenten ankommen.“

In Paaren waren rund 40 Aussteller mit Angeboten aus der regionalen Fleisch- und Wurstproduktion dabei. Das Brandenburger Schlachtefest geht auf eine Kooperation mit dem Fleischerverband Berlin-Brandenburg zurück. Das Fleischerhandwerk zählt für Brandenburg 329 Fachgeschäfte und 347 handwerklich betriebene Filialen sowie mobile Verkaufsstellen. Der Markt ist hart umkämpft, vor allem industrielle Anbieter, die in Discountern kostengünstig SB-Angebote vermarkten, machen dem Fleischerhandwerk zu schaffen. Der Verbraucherwunsch nach Regionalität, nach Transparenz und Vielfalt sind aber eine Chance, die gerade diese Betriebe gut bedienen können. Zudem steigern Fleischereien ihre Attraktivität durch Ausweitung des Kernsortiments, Gastronomie- beziehungsweise Imbissbereiche, Partyservice, Catering oder sogar Online-Vermarktung.

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