Stärkerer Fokus der „Brandenburg-Koalition“ auf die mittelständische Wirtschaft

    Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes des Landes Brandenburg, Olaf Schöpe, gastgewerblicher Unternehmer in der Lausitz, fordert für die Koalitionsverhandlungen ein stärkeres Bekenntnis der zukünftigen Landesregierung zur mittelständischen Wirtschaft und zum Tourismus in Brandenburg. „Die Tourismuswirtschaft leistet einen erheblichen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung im Land und zum Erhalt von Infrastruktur im ländlichen Räumen. Die Unternehmen des Gastgewerbes sind nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern haben darüber hinaus eine hohe Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Attraktivität im Land. Das Gastgewerbe trägt überdurchschnittlich zur Beschäftigung in dünn besiedelten ländlichen Regionen bei. Leider merkt man davon in den Veröffentlichungen rund um die Koalitionsverhandlungen nichts!“, konstatiert Präsident Schöpe.

    „Wir erwarten von der zukünftigen Landesregierung und den gewählten Abgeordneten des Landtages Brandenburg eine Politik, die die Weichen für fairen Wettbewerb stellt und das Potenzial und die Bedeutung von Hotellerie und  Gastronomie anerkennt!

    Wir erwarten, dass sich Brandenburg im Bund stark macht für:

    1. die Stärkung eines nachhaltigen und auf das Gemeinwohl orientierten Tourismus,
    2. ein flexibleres Arbeitszeitgesetz auf europäischer Grundlage,
    3. die Erhöhung der Verdienstgrenze für Minijobs und Anpassung an den Mindestlohn,
    4. die Einführung einer Höchstbelastungsgrenze bei GEMA-Gebühren für die Branche.

    „Warum ist nicht Brandenburg Vorreiter, wenn es um Bürokratieabbau, wie z.B. den digitalen Meldeschein geht?“, so Olaf Schöpe.

    Er begrüßt den angekündigten Ausbau des Radwegenetzes in Brandenburg, welches einen nicht unerheblichen Beitrag zur Entwicklung des Fahrradtourismus und zur Stärkung der Branche geleistet hat. Dies könne jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer mehr Gasthäuser im ländlichen Raum schließen. Hier seien neue Konzepte und Ideen gefragt. „Ein -Heimateuro- wird da nicht helfen!“ so Olaf Schöpe.

    Darüber hinaus unterstützt der DEHOGA Forderungen der Brandenburger IHKs zum Ausbau zukunftsfähiger Infrastrukturen – was u.a. bedeutet: eine engere Taktung bei Bussen und Bahnen, funktionierende Straßen und Wasserwege und vor allem eine flächendeckende Breitbandversorgung in allen Landesteilen! „Das würde dem Tourismus im ländlichen Raum wirklich helfen.“

    Nicht zuletzt begrüßt der DEHOGA die stärkere Orientierung des Landes auf das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Dies müsse sich aber auch in konkreten Projekten zur Förderung einer nachhaltigen Tourismusentwicklung und bei der Schaffung von Pilotregionen im Spreewald und in der Lausitz widerspiegeln.

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