Forstminister hat Engagement privater Waldbesitzer gewürdigt

Mit rund 1,1 Millionen Hektar ist Brandenburg eines der waldreichsten Bundesländer. Vogelsänger: „61 Prozent der Waldflächen gehören fast 100.000 Eigentümern. 38 Prozent des Privatwalds entfallen auf Waldbesitzer, die weniger als 20 Hektar bewirtschaften. Auf diese breite Eigentumsstreuung in unseren Wäldern sind wir stolz. Das Land unterstützt gerade auch kleine und mittlere Forsteigentümer mit öffentlichen Mitteln jährlich in Millionenhöhe, damit auch kommende Generationen sagen können: Wald in Brandenburg ist eine Familiensache.“ Die Branche Forst und Holz zählt über 30.000 Beschäftigte. „Wenn wir heute auf eine gut aufgestellte holzverarbeitende Industrie verweisen können, die sich zum Land Brandenburg bekennt, dann hat dies auch damit zu tun, dass private Waldbesitzer diesen nachwachsenden Rohstoff aus nachhaltiger Bewirtschaftung zur Verfügung stellen können“, so der Minister weiter. Nach den Zahlen des Landesforstbetriebs wurden von den 2015 eingeschlagenen rund 4,6 Millionen Kubikmetern Holz in Brandenburg rund 2,8 Millionen Kubikmeter im Privatwald geerntet. Schwerpunkt Waldschutz in Südbrandenburg Schwerpunktthema der Tagung ist die Waldschutzsituation in Südbrandenburg. Im Landkreis Elbe-Elster kam es im vergangenen Jahr zu einer Massenvermehrung der Kiefernbuschhornblattwespe. Die Folge sind großflächig kahl gefressene Kiefernwälder.  Vogelsänger: „Wir haben das Waldschutzmonitoring auf diesen Flächen noch einmal intensiviert und beraten verstärkt die Waldbesitzer.“ Ob in diesem Jahr noch einmal mit einer Massenvermehrung zu rechnen ist, wird durch die Revier- und Oberförster und das Waldschutzteam des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde (LFE) überwacht. Besonders kosten- und zeitintensiv ist die Suche der Insektenkokons im Waldboden und deren Auswertung im Labor, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Gegenwärtig ist aus Sicht der Eberswalder Fachleute nicht davon auszugehen, dass es zu einem erneuten Schlupf der Kiefernbuschhornblattwespe kommt. Reine Kiefernforste sind durch immer wiederkehrende Massenvermehrungen von Schadinsekten und ein höheres Waldbrandrisiko besonders gefährdet. Die Wälder Brandenburgs werden dominiert durch die Kiefer. Ihr Anteil liegt aus historischen und standörtlichen Gründen weiterhin hoch bei 70 Prozent, dies entspricht 735.000 Hektar.

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