Keine zusätzliche Belastung der Firmen in der Krise

    Die Tarifpartner in der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg haben sich angesichts der tiefen Corona-Krise am Dienstagabend auf ein Tarifpaket verständigt. Es sieht vor, dass der bisherige Tarifvertrag für die rund 110.000 Beschäftigten der Branche in der Hauptstadtregion ohne Entgelterhöhungen bis Ende 2020 fortgeschrieben wird.

    Für die Arbeitnehmer haben die Metall-Arbeitgeber und die IG Metall neue Instrumente geschaffen, die soziale Härten bei Kurzarbeit abfedern und Engpässe bei der Kinderbetreuung verhindern. Außerdem regelt der Kompromiss den Umgang mit Beschäftigungsausfällen. Dieses Verhandlungsergebnis entspricht weitgehend der Einigung der Tarifparteien in Nordrhein-Westfalen.

    „Unsere Unternehmen stehen vor der schwersten Belastungsprobe seit Jahrzehnten. Unser Ziel war es, jede zusätzliche Belastung in dieser kritischen Situation zu verhindern. Das ist uns gelungen“, resümierte VME-Verhandlungsführer Stefan Moschko. „Die Betriebe und die Beschäftigten haben nun zum einen wertvolle Planungssicherheit. Zum anderen bietet das Ergebnis die nötige Flexibilität, um die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen und die Arbeitsplätze zu stabilisieren.“  

    Die Metall- und Elektroindustrie werde sich darauf konzentrieren, ihre Lieferketten zu sichern, die Produktion zu stabilisieren und Aufträge abzuarbeiten, sobald sich die Lage normalisiert habe, erklärte Moschko weiter. „Wir haben als Tarifpartner einmal mehr gezeigt, dass die Sozialpartnerschaft in unserer Branche gut funktioniert. Wenn wir nun zusammen weiterdenken, wird es uns gelingen, die Folgen der Krise so weit wie möglich einzudämmen.“

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