Landwirtschaft & Naturschutz im Einsatz

    Der Nationalpark Unteres Odertal beherbergt eines der größten Vorkommen des stark gefährdeten Wachtelkönigs in Deutschland. In diesem Jahr wurden 90 Exemplare dieser Vogelart in den Feuchtwiesen des Schutzgebiets festgestellt. Nationalparkverwaltung, ehrenamtliche Ornithologen und Landwirte arbeiten in diesen Wochen gemeinsam mit Hochdruck daran, diese besondere Vogelart bestmöglich zu schützen.

    Für die Grünlandbereiche der Nationalpark- Pflegezone ist hier für ein spezielles Schutz- und Nutzungskonzept erarbeitet worden, um die Ansprüche der Landwirtschaft und des Naturschutzes unter einen Hut zu bekommen. Der unscheinbar gefärbte und scheue Wachtelkönig brütet am Boden und besiedelt ausschließlich naturverträglich genutzte, weiträumige Grünlandflächen, wie sie im Nationalpark vorkommen.

    Der Zugvogel kehrt erst im Mai aus den Winterquartieren in Ostafrika zurück. Die Brutperiode erstreckt sich deshalb bis in den August hinein und fällt somit in die Hauptnutzungszeit der Landwirtschaft. Wird die Wiese, in der sich das Wachtelkönigweibchen niedergelassen hat, vor dem August gemäht, ist der Nachwuchs verloren. Entfällt die Nutzung aber gänzlich, verändert sich der Pflanzenaufwuchs für den Wachtelkönig nachteilig und im Folgejahr ist dieser Brutplatz nicht mehr attraktiv. Zudem sind bei einer späten Ernte des Pflanzenaufwuchses Qualität und Nährwert oftmals deutlich schlechter.

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