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Am vergangenen Mittwoch war es wieder einmal soweit – das Informationsgespräch bei den Samariteranstalten. Hier erfährt immer man sofort aus kompetenter Hand, was im Einzelnen im weitverzweigten System der Samariteranstalten passiert. In erster Linie stand natürlich das bevorstehende 124. Samariterfest im Focus.

Am 11. September beginnt das Fest um 10 Uhr unter dem Motto „Fehler machen, aber richtig!“ mit dem traditionellen Festgottesdienst auf der Festwiese und „es wird auch wieder schönes Wetter“, sagte der theologische Vorstand Paul-Gerhardt Voget eingangs. „Das ist doch schon immer so gewesen“, meinte er mit einem Augenzwinkern. Darüber hinaus betonte er, dass der am 2. September von 10 bis 17 Uhr stattfindende 1. Basar in der Tandemwerkstatt in der Alten Neuendorfer Straße in Fürstenwalde in jedem Fall einen Besuch wert sei. Es würden unter anderem auch Fahrradcodierungen durchgeführt und man könne nach Herzenslust über den Basar bummeln. Er verwies weiterhin darauf, dass auch der 14. September ein wichtiger Tag im Kalender der Samariteranstalten sei, denn dann findet der „Tag des besonderen Unternehmens“ in den Christophorus Werkstätten statt. Man könne sich dort einen Eindruck über das Arbeitsgeschehen der Christophorus Werkstätten verschaffen und bekäme einen guten Überblick über das Schaffen der Mitarbeiter.

Zum Themenfeld „Bau“ übergab er das Wort an den Kaufmännischen Vorstand Jürgen Hancke, der dann auch prompt voller Enthusiasmus von den bereits vollendeten sowie noch im Bau befindlichen Projekten sprach, beispielsweise über den bereits fertiggestellten Parkplatz, der ja eine gewisse Herausforderung darstellte. Es war sehr verwildert und verkommen, aber man hätte sich frohen Mutes ans Werk gemacht und nun sei viel Platz für 53 Fahrzeuge. Der Bau des Parkplatzes war notwendig geworden, weil die Nebenstraßen, die rund um das Gelände sich befinden, zeitweise dermaßen zugeparkt gewesen wären, dass oftmals ein Durchkommen schier unmöglich gewesen war. Man hoffe, dass durch die zusätzlichen Parkmöglichkeiten nun eine Entspannung erfolgt. Auch der Überbau einer Terrasse in der Kita sei erfolgreich abgeschlossen worden. Man habe wichtige 36 qm dazugewinnen können, die, aufgeteilt in zwei Räume, jetzt für die Kindergruppen bereit stünden. Ein drittes Projekt befindet sich in der Endphase. Dabei geht es um den Speiseraum, der eine Erweiterung erfahren hat. In diesem Zuge wurde auch gleich der Tresen der Küchenausgabe mit erneuert, was dem Raumgefüge einen ganz besonderen Charme gibt. Die Villa Germania, die sich in der Mitte des Geländes zwischen dem Verwaltungsgelände und der Samariter Kirche befindet, wird nach historischen und Denkmalschutz-Richtlinien ausgebaut – das braucht Zeit. Aber die Dielung, die  Elektrik, die Sanitäranlagen, das Dach, die Fenster und die Außenfassade sind bereits fertig. Jürgen Hancke geht davon aus, dass man Ende Oktober / Anfang November die Villa ihrer Nutzung übergeben kann. Die Investitionssumme ist enorm, man geht von einer runden Million aus. Das Haus wird dann einen Teil des sozialen Bereichs und eine Beratungsstelle für Autisten beherbergen.

Ein weiteres Schwerpunkthema in der Runde war das Thema Freie Schulen in freier Trägerschaft. Es gibt einen Zusammenschluss von Trägern, in der wiederum eine Arbeitsgemeinschaft tätig ist, um wichtige Impulse zu diskutieren und Ansätze sowie Lösungsvorschläge herbeizuführen. In dieser Arbeitsgemeinschaft ist auch die Burgdorf Schule organisiert, vertreten durch die Schulleiterin Susanne Rabe. „Es gibt in Fürstenwalde eine große Anzahl an Freien Schulen, rund ein Fünftel aller Grundschüler gehen auf eine Freie Schule“, so schätzte sie die Lage ein. Es sind Freie Schulen unterschiedlichster Prägung.“ Am 16. September,  zum „Tag der Freien Schulen“ werden sich die Schulen auf dem Marktplatz in Fürstenwalde vorstellen, an Messeständen mit unterschiedlichen Themen. Im letzten Jahr war diese Veranstaltung ein großer Erfolg. Hier können sich Eltern und Schüler ein Bild machen über die einzelnen Aktivitäten und Inhalte der Schulen. Der Konkurrenzkampf zwischen den staatlichen und den Freien Schulen ist mit den Jahren stärker geworden, es gibt viele Auswirkungen, die gemeistert werden wollen. Der Lehrerschwund ist inzwischen ein Hauptthema an allen Schulen. Die Landesregierung ist bestrebt, Abhilfe zu schaffen, hat aber zu kämpfen und nimmt leider fast jeden Bewerber, ob er nun geeignet ist oder nicht. Das wiederum ist für die Qualität des Unterrichts nicht gerade förderlich. Für die Stadt Fürstenwalde sind die Freien Schulen aus finanzieller Sicht allerdings ein Segen, da sie sich nicht um den Erhalt der Gebäude nicht kümmern muss. Auch für die Eltern ist die große Auswahl an Schulen sehr positiv zu bewerten, denn sie haben damit auch ein breitgefächertes Portfolio zur Auswahl und können sich entscheiden, ob staatliche oder Freie Schule. Als positiv sei zu bemerken, dass man anhand der der Schülerzahlen der Burgdorfschule feststellen könne, dass Fürstenwalde wachse – aber das gelte natürlich auch für die  anderen Schulen.

Romana Germann, die Schulleiterin der Korczak Schule, ging auf die Inhalte der Schule und den „Tag der Freien Schulen“ ein. Die Korczak Schule ist eine berufliche Schule für Sozialwesen und Ausbildungsstätte der Diakonie seit fast einem halben Jahrhundert. „Die Freien Schulen prägen mit ihren modernen Konzepten ganz wesentlich die Bildungslandschaft“, so Romana Germann.

Für den Tag auf dem Marktplatz habe man sich natürlich im Vorfeld viele Gedanken gemacht und entschieden, auf spezifische Themen einzugehen, einzelne Berufszweige vorzustellen und im Speziellen, weil es schon im letzten Jahr so gut angekommen ist, werde es wieder eine Drum Session geben. Auch die Luftballon-Aktion wird wiederholt. In der ersten Septemberwoche beginnt das neue Schuljahr. 270 Schüler gibt es an der Schule, worauf man sehr stolz sei. Das zeige natürlich, dass die Schule stetig an Akzeptanz gewinne.

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