Umweltministerium informiert Landkreise

    Nach den extremen Trockenjahren 2018 und 2019 begann auch 2020 mit einer anhaltenden Frühjahrstrockenheit – daran konnten auch die Niederschläge in den letzten Wochen kaum etwas ändern. Das Umweltministerium hat die Landkreise und kreisfreien Städte in einem Schreiben gebeten, geeignete Schritte für einen verminderten Wasserverbrauch zu prüfen. Dafür kommen auch Allgemeinverfügungen in Betracht, die erlaubnisfreie Gewässerbenutzungen beschränken oder anpassen.

    In allen Einzugsgebieten ist weiterhin ein äußerst sparsamer und gewissenhafter Umgang mit den vorhandenen Wasserressourcen geboten. Die Landkreise Barnim, Dahme- Spree, Spree- Neiße, Elbe Elster und die kreisfreie Stadt Cottbus haben bereits mit Allgemeinverfügungen zur Beschränkung der Wasserentnahme aus dem Oberflächengewässern auf die anhaltende Niedrigwassersituation reagiert. Im Landkreis Uckermark ist die Allgemeinverfügung zum Verbot der Wasserentnahme sogar seit dem 02.08.2019 durchgängig aufrechterhalten geblieben.

    In extremen Niedrigwassersituationen sind auch die Landkreise gehalten, mit geeigneten Maßnahmen des wasserrechtlichen Vollzugs zur Verteilung und Einsparung des Wasserdargebots zu sorgen, um die Daseinsvorsorge zu sichern und Gewässer zu schützen. Zur Unterstützung der Landkreise wird das Land die Bereitstellung hydrologischer Daten so anpassen, so dass die hydrologische Situation jederzeit von jedermann erkennbar ist. Es werden tagaktuelle Abfluss- und Wasserstandsdaten und – für repräsentative Pegel – die Niedrigwasserkennwerte für das Niedrigwassermanagement in Niedrigwasserperioden veröffentlichen sowie Fachgrundlagen und rechtliche Hinweise für die Erteilung und Änderung von Zulassungen für Gewässerbenutzungen zur Verfügung stellen.

    In den letzten beiden Jahren kam es wiederholt zu extremen Niedrigwassersituationen mit trockenfallenden Fließgewässern, erheblichen Wasserstandsverlusten in den Seen und fallenden Grundwasserständen. Die Wintermonate konnten die Wasserdefizite nicht ausgleichen. Durch fehlende Niederschläge im März und April hat sich die hydrologische Situation in allen brandenburgischen Flussgebieten trotz der teilweise ergiebigen Niederschläge im Mai und Juni nur geringfügig erholt. In den nordwestlichen Flussgebieten fallen die Abflüsse nach kurzzeitigen Anstiegen bereits wieder. Aktuell bewegen sich die Abflüsse im Bereich der mittleren Niedrigwasserabflüsse. Auch in den östlichen und südlichen Flussgebieten und der Elbe befinden sich die Abflüsse bei gleichbleibenden bis leicht steigenden Verhältnissen weiterhin zwischen den mittleren niedrigsten und den niedrigsten mehrjährigen Vergleichswerten.

    Informationen zu den aktuellen Wasserständen https://mluk.brandenburg.de/mluk/de/umwelt/wasser/wassermengenbewirtschaftung/niedrigwasser/
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