Kadaverspürhunde helfen bei der Suche nach verendeten Wildschweinen

Der Kampf gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen, die zunächst bei einem Tier im Landkreis Spree-Neiße und Mitte vergangener Woche auch beim Schwarzwild im Landkreis Oder-Spree festgestellt wurde, wird weiter mit Nachdruck geführt. Seit Sonntagnachmittag ist das nach den bestätigten Fällen der Afrikanischen Schweinepest in der Amtsgemeinde Neuzelle, Ortsteil Kummro, deutlich erweiterte Kerngebiet der Seuchenbekämpfung – es hat jetzt einen Umfang von gut 58 Kilometer – komplett mit einem mobilen Weidezaun umgeben.

Mehr als 36 Kilometer davon wurden in den vergangenen drei Tagen neu errichtet. Auch die Stromversorgung des Zaunes steht zum allergrößten Teil. Die noch fehlenden Weidezaungeräte werden seit heute beschafft und angeschlossen. „Das ist eine immense Leistung aller Beteiligten, die den Respekt aller verdient“, sagt Petra Senger, Amtstierärztin des Landkreises Oder-Spree. Sie appelliert, jede mutwillige Beschädigung dieser wichtigen Barriere zu unterlassen.

Unterstützung durch speziell ausgebildete Kadaversuchhunde

Mit der Fertigstellung des Zaunes um das Kerngebiet kann nun der nächste Schritt gegangen werden und die Fallwildsuche im Landkreis Oder-Spree auch auf das gefährdete Gebiet außerhalb des Zaunes ausgedehnt werden. Am Montag wurde ausgehend von der Begrenzung der Kernzone die Suche in das gefährdete Gebiet hinein erweitert. Zum Einsatz kommen dabei Suchtrupps am Boden, Drohnen und erstmals auch vier speziell ausgebildete Kadaversuchhunde. „Wir sind sehr froh über diese Unterstützung aus Rheinland-Pfalz. Gerade im Dickicht von Waldgebieten sind die Hunde sehr effiziente Helfer. Dort allein mit Menschenketten zu suchen, ist äußerst schwierig°“, so Amtstierärztin Petra Senger.

Die Kadaversuchhunde sind darauf trainiert, in freier Suche totes Schwarzwild aufzuspüren. Ausgestattet mit Warnweste und GPS-Sender wird eine bestimmte Parzelle durch die ausgebildeten Spürnasen systematisch abgesucht und gefundene Tiere werden angezeigt. Der Suchhund geht aber nicht an den Kadaver, damit er oder auch die Hundeführer das Virus nicht weitertragen.

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