Verband setzt aktiv auf Zukunftschancen & gibt Ausblick auf die Saison

Trotz vieler Veranstaltungsabsagen für Messen und Märkte sollen regionale Erzeuger und Verbraucher immer enger vernetzt werden. Online, digital, mit Abstand – der traditionelle Jahresauftakt für die Land- und Ernährungswirtschaft des Land Brandenburg auf der Internationalen Grünen Woche konnte die Herzen und Mägen der Verbraucher in diesem Jahr nicht erreichen. Umso wichtiger nimmt der Verband pro agro aktuell die Aufgabe, die vielfältigen Angebote von Produkten aus Brandenburg und touristisch-gastronomischen Ausflugs- und Reisezielen in der Wahrnehmung der Verbraucher der Hauptstadtregion präsent zu halten.

Regionale Produkte in Supermärkten, auf Wochenmärkten, in Hofläden oder bei Online-Direktvermarktern haben im Corona-Jahr 2020/21 durchaus Hochkonjunktur. „Wir dürfen aber nicht vergessen, dass mit dem Wegfall von Veranstaltungen und des regulären Landtourismus auch schwere Einbrüche in den Umsätzen der betroffenen Branchen zu verzeichnen sind. Umso wichtiger ist es uns jetzt, richtig Flagge zu zeigen“, kündigt Kai Rückewold, Geschäftsführer des Verbandes, einen Maßnahmen-Mix für die kommenden Monate an.

Unter dem Jahresthema „Abenteuer Vielfalt – Fernweh stillen, Brandenburg genießen“ ist es das Ziel, möglichst allen Menschen in der Hauptstadtregion attraktive Themen aus Brandenburgs Kulinarik und ländlichem Tourismus näherzubringen. Der kommunikative Jahresauftakt begann Mitte März mit dem Start einer Radiokampagne bei BB Radio. Über 28 Wochen werden sowohl pro agro, aber auch Unternehmen wie Sanddornspezialitäten von Christine Berger, der Spargel- und Erlebnishof Klaistow, die Brandenburger Wurst- und Fleischmarken Eberswalder und Golßener, die Lobetaler Bio-Molkerei oder das Brandenburgische Landesgestüt Neustadt/Dosse Einblicke in ihre Unternehmen geben: Geschichten von Menschen und Produkten und Informationen zu nachhaltiger Produktion und Regionalität. Abgerundet wird der Radio-Info-Service mit immer wieder aktuellen Hinweisen zu Saisonhighlights, Veranstaltungen und lokalen Besonderheiten. Die Entscheidung, ob die 26. Brandenburger Landpartie vom 12. bis 13. Juni wie gewohnt live und mit allen Emotionen stattfinden kann, liegt noch unter dem Vorbehalt der Pandemie-Entwicklung, die Vorbereitungen laufen im Hintergrund aber auf Hochtouren.

Weitere Arbeitsschwerpunkte im Jahresverlauf liegen weiterhin bei der fokussierten Stärkung regionaler Kreisläufe zwischen Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Partnern aus dem Groß- und Lebensmittel-Einzelhandel. So plant pro agro eine Offensive bei der Entwicklung von regionalen Qualitätsprogrammen für Schweine- und Rindfleisch und einer besseren Vermarktungsstruktur für Wild aus brandenburgischen Wäldern. Ob weniger oder mehr Fleischkonsum entscheidet am Ende jeder Haushalt für sich. „Wir möchten dafür kämpfen, dass ein größerer Anteil aus der heimischen Produktion auf den Tischen der Hauptstadtregion landet. Dabei werden wir auf Aspekte einer nachhaltigen Lieferkette Acht geben, von Tierwohl und Tiergesundheit, dem Einsatz heimischer Futtermittel, kurzen Transportwegen zwischen Hof und Verarbeiter bis zum Ausbau professioneller, tiergerechter Schlachtkapazitäten. Es kann nicht allein um Bio gehen. Die nachhaltige Ausrichtung der konventionellen Landwirtschaft bietet so viel große Potentiale, die wir in der Hauptstadtregion heben müssen“, schärft Kai Rückewold den Blick für einen intensiven Aktivitätenplan in den kommenden zehn Monaten.

Informationen zu Hofläden und Einkaufen beim Bauern, regionalen Gastronomieangeboten und Veranstaltungstipps sind unter www.brandenburger-landpartie.de sowie www.proagro.de

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