Die rund 700 Reinigungskräfte im Landkreis Oder-Spree verdienen ab diesem Monat mindestens 9,05 Euro pro Stunde. Das sind 35 Cent mehr als bisher. Mit einem Plus von vier Prozent im Osten steigt der tarifliche Mindestlohn in der Branche damit deutlich stärker als im Westen.
Glas- und Fassadenreiniger gehen mit mindestens 11,53 Euro nach Hause, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU Oderland spricht von einem „enormen Lohn-Schritt“ für die heimischen Beschäftigten: „Es ist höchste Zeit, dass die harte Arbeit in der Reinigung endlich stärker wertgeschätzt wird“, betont Bezirkschefin Astrid Gehrke. Allerdings bleibe noch viel zu tun, um die Lohn-Lücke zwischen Ost und West ganz zu schließen. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft hatte das Lohn-Plus in der letzten Tarifrunde durchgesetzt. Alle Firmen müssen sich nun an die neue Untergrenze halten. „Jetzt sollten die Beschäftigten prüfen, ob mit der ersten Lohnabrechnung für Januar auch wirklich mehr Geld auf dem Konto ist“, rät Gehrke.

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