Der Vorstand der Sparkasse Oder-Spree hat am Mittwoch die Bilanz für das Jahr 2016 vorgestellt. Die Sparkasse konnte, laut Vorstandschef Veit Kalinke, im zurückliegenden Geschäftsjahr an die guten Ergebnisse vergangener Jahre anknüpfen.

Niedrige Zinsen, ein moderates Wirtschaftswachstum und geringe Inflationsraten bildeten 2016 erneut die Rahmenbedingungen für die Geldpolitik im Euroraum. Die Sparkasse Oder-Spree habe trotz allgemein bekannter Widrigkeiten ihren Spitzenplatz im Geschäftsgebiet verteidigt. „Der im vergangenen Jahr besonders deutliche Anstieg der Kundeneinlagen ist ein klares Bekenntnis unserer Kunden und zeigt das hohe Vertrauen in unsere Sparkasse.“ Aufgrund der weiterhin anhaltenden Niedrigzinsphase setzten die Kunden auf Geldanlagen mit variablen Laufzeiten.

Auch in Zeiten der Null-Zins-Politik werde viel auf die hohe Kante gelegt.

Die Spareinlagen waren nach wie vor die bevorzugte Geldanlage. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnen die gesamten Kundeneinlagen einen Zuwachs von 104 Mio. Euro auf über 2,4 Mrd. Euro. Auch beim Kundenkreditgeschäft können positive Entwicklungen vermeldet werden. Der Gesamtbestand der Forderungen an Kunden stieg auch Dank der exzellenten Arbeit unserer Mitarbeiter auf 1,1 Mrd. Euro. Bei der Vergabe neuer Wohnungsbaufinanzierungen konzentrierte sich das Interesse vor allem auf Finanzierungsmittel mit langfristiger Zinsbindung. Die wichtigste Ertragsquelle der Sparkasse war nach wie vor der Zinsüberschuss, der sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht auf 57,4 Mio. Euro verringerte. Es soll weiter in das eigene Filialnetz investiert werden und wird auch zukünftig die Digitalisierung nicht als Belastung, sondern als neue Chance betrachtet und weiter ausgebaut werden. Zudem spielen auch das Spenden und Sponsoring eine weiterhin große Rolle. Mit insgesamt 827 TEuro hat die Sparkasse im vergangenen Jahr viele hundert Projekte und Initiativen gefördert. Die Sparkasse Oder-Spree bietet das dichteste Servicenetz im Vergleich zu allen Mitbewerbern. Ende des Jahres 2016 zählte die Sparkasse Oder-Spree insgesamt 152.196 Girokonten, davon 140.390 Privat- und 11.806 Geschäftsgirokonten. Aus dieser starken Position heraus präsentiert der Vorstand der Sparkasse Oder-Spree mit Stolz die Bilanzzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr und zieht ein positives Fazit für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2016.

Es konnte ein Bilanzsummenwachstum von 4,4 % erreicht werden.

Die Bilanzsumme lag zum Stichtag 31. Dezember 2016 deutlich über 2,7 Mrd. Euro. Das mehr als zufriedenstellende Ergebnis ermöglichte es, die Reserven weiter aufzustocken und das Eigenkapital zu stärken. Diese erfreuliche Geschäftsentwicklung war nur möglich, weil die Kunden ihrer Sparkasse ein hohes Maß an Vertrauen entgegenbringen. Dafür bedankte sich der Vorstand ausdrücklich bei allen Kunden und Geschäftsfreunden. „Sie alle können auch in Zukunft auf ihre Sparkasse setzen“, so Veit Kalinke. Auf der Passivseite der Bilanz werden die Kundeneinlagen verbucht. Sie stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um gut 4,6 % bzw. auf 2.371 Mio. Euro. Die beliebteste Anlagenform stellen nach wie vor die Spareinlagen dar. Sie beliefen sich zum Bilanzstichtag auf etwas über eine Mrd. Euro. Die Nachfrage nach Konsumkrediten der privaten Verbraucher verzeichnete einen leichten Anstieg auf einen Bestand in Höhe von 53,1 Mio. Euro. Private Baufinanzierungen wurden ungebrochen stark nachgefragt. Der Bestand an Kundenwertpapieren konnte auf ein Volumen von 346,1 Mio. Euro erhöht werden. Auf der Aktivseite wird das Bilanzsummenwachstum nach wie vor vom Anstieg des Kreditgeschäfts getragen. Der Bestand belief sich zum Bilanzstichtag auf rund 1.085 Mio. Euro. Der Kreditbestand für Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Personen stieg auf 445 Mio. Euro. Die Darlehen an Kommunen sind mit einem Bestand in Höhe von 68,9 Mio. Euro stabil geblieben. Die Einbindung öffentlicher Fördermittel gehört zum Beratungsangebot der Sparkasse. In 2016 wurden insgesamt 4,8 Mio. Euro gewerbliche Förderkredite bewilligt. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus wurden verstärkt öffentliche Darlehen in Hausbankdarlehen umgeschuldet. Wie in den Vorjahren zählt die Begleitung von Existenzgründungsvorhaben zur Kernkompetenz der Sparkasse. Erneut schnitt die Sparkasse im Rahmen eines Bankentestes, durchgeführt von der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH, mit einem hervorragenden Ergebnis ab und erhielt die Auszeichnung 

„Beste Bank vor Ort 2017“.

Die Niedrigzinsphase stellt auch für die Sparkasse Oder-Spree, so wie für die gesamte Finanzbranche, eine hohe Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund zeigt sich die Sparkasse mit dem erreichten Zinsüberschuss i.H.v. 57,4 Mio. Euro. zufrieden. Im Zuge eines seit 2014 laufenden Restrukturierungsprojektes wurden zahlreiche Maßnahmen aufgegriffen und zur nachhaltigen Stabilisierung der Ertragslage umgesetzt. Für 2016 konnte daher ein erfreuliches Betriebsergebnis vor Bewertung erzielt werden. Es lag zum Jahresende bei 29,2 Mio. und stieg damit im Vergleich zum im Vorjahr um 2,7 Mio. Euro. Die Internetfiliale erscheint seit dem 8. November 2016 im neuen Design der Sparkassen-Finanzgruppe in Deutschland. Die Seiten sind übersichtlicher und kundenfreundlicher gestaltet und können sowohl in polnischer als auch englischer Sprache aufgerufen werden. Die Internetfiliale registrierte über 4 Mio. Besuche auf den Präsenz- und über 6,8 Mio. Besuche auf den Onlinebanking-Seiten.

48.000 Kunden nutzen aktiv das Onlinebanking.

Von den rund 4 Mio. registrierten Transaktionen entfielen 1,7 Mio. auf Überweisungen. 150.000 elektronische Kontoauszüge wurden abgerufen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Sparkasse Oder-Spree insgesamt 827.000 Euro Spenden-, Sponsoring- und Mittel aus dem Ertrag des PS-Lotteriesparens für gemeinnützige Projekte und Initiativen in ihrem Geschäftsgebiet und damit für die Region zur Verfügung gestellt. Die darunter befindlichen Lotteriemittel beliefen sich auf rd. 152.000 Euro. Die Sparkasse bedankte sich bei allen Kundinnen und Kunden, die mit dem Kauf von PS-Losen zu diesem Ergebnis beigetragen haben und damit das Gemeinwohl in der Region unterstützen. Die Stiftung der Sparkasse Oder-Spree bewilligte seit ihrer Gründung im Jahr 2004 83 Projektanträge und stellte über 316.000 Euro zur Verfügung. Gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung hat die Sparkasse Oder-Spree im Jahr 2016 und in Vorbereitung des 500. Reformationsjubiläums das Projekt „Bürger von heute für Bürger von damals – rettet Frankfurts historische Gesichter“ begleitet. Damit haben Stiftung und Sparkasse in den zurückliegenden 15 Jahren allein für die drei Projekte in der St. Marien-Kirche in Frankfurt (Oder) – die Restaurierung der mittelalterlichen Glasfenster, die Wiederherstellung des historischen Glockengeläuts und die Restaurierung historischer Epitaphe und der Altarbekrönung – gut 1 Mio. Euro bereitgestellt. Um weiterhin modernsten Anforderungen zu entsprechen, plant die Sparkasse für das Jahr 2017 ein Investitionsvolumen i.H.v. rd. 4,9 Mio. Euro. Davon entfallen rd. 4 Mio. Euro auf die Modernisierung des Hauptstellengebäudes und der Geschäftsstellen, z.B. durch die Errichtung einer neuen Geschäftsstelle in Schöneiche. Mit diesen geplanten Investitionen unterstreicht der Vorstand wiederholt, dass ein stabiles Geschäftsstellennetz zur Unternehmensphilosophie der Sparkasse gehört. 

Es sollen über 900 TEuro für IT-Technik und Infrastruktur eingesetzt werden.

Dazu zählen Investitionen in die Sicherheit und den Datenschutz sowie Ersatzinvestitionen in moderne Telekommunikationslösungen. Die Sparkasse wird ihre Initiativen zur Stärkung des gesellschaftlichen Engagements auch im Jahr 2017 unvermindert fortsetzen – ganz im Sinne der Nutzenstiftung und mit dem Ziel: Gemeinsam für die Region.

Für das der Sparkasse entgegengebrachte Vertrauen dankte der Vorstand allen Kunden, Geschäftsfreunden und Mitstreitern. Die Sparkasse werde auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für alle Finanzdienstleistungen sein und an der nachhaltigen Entwicklung der Region aktiv mitarbeiten.

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