Endgültige Fertigstellung im Oktober 2017

Am Donnerstag lud Michael Buhrke, Dezernent für Finanzen und Ordnung und Innenverwaltung des Landkreises Oder-Spree, in die ehemaligen Odersun-Hallen ein. Die Kreisverwaltung des Landkreis Oder-Spree realisiert derzeit den Umbau der zwei ungenutzten Industriehallen in der Fürstenwalder in der Lise-Meitner-Straße für Verwaltungszwecke. Die ehemalige Produktionsstätte des Solarherstellers Odersun wurde 2008/2009 gebaut und nur im Rahmen einer Testphase in Betrieb genommen. Der Gebäudekomplex besteht aus der damaligen Modulfertigung sowie der Zellfertigung und ist inzwischen Eigentum des Landkreises Oder-Spree.
2015 wurden diese Hallen genutzt zur Aufnahme der Flüchtlinge, deren Zahl zum damaligen Zeitpunkt stark anstieg. Die Unterbringungsmöglichkeiten in den ehemaligen Industriehallen waren geradezu ideal. Das neue Projekt des Landkreises für die Hallen für eigene Zwecke ist umfänglicher Natur. Die Hallen wurden aus der Insolvenzmasse für 3,3 Mio. gekauft, da es keinen Sinn gemacht hätte, diese nur zu mieten, da man die Liegenschaft nicht nur für eine gewisse Zeit benötigt, sondern für immer. Für den Umbau beider Hallen sind Kosten von rund 6,6 Millionen Euro vorgesehen. Die Deckung der gesamten Investitionskosten erfolgt aus investiven Schlüsselzuweisungen bzw. liquiden Mitteln des Landkreises Oder-Spree. Der Kreistag hat im April 2016 den Baubeschluss gefasst und im März 2017 war Baubeginn. Man geht davon aus, dass Ende Juli 2017 der Bau fertig ist. Bis Ende September 2017 wird auch die Baufertigstellung des Brandenburg Katastrophenschutz Zentrums sein nebst Außenanlagen und der anschließenden Ausstattung bis 6. Oktober. In die Hallen ziehen unter anderem das Archiv-, Lese- und Medienzentrum (ALM) mit seiner umfangreichen Sammlung ein. Diese Unterlagen, wie zum Beispiel Verwaltung und Kreistagsakten, die noch nicht digital, sondern in Papierform vorhanden sind, werden dann fachgerecht dort eingelagert. Der Gesetzgeber schreibt vor, in welcher Form und wie lange Dokumente archiviert werden müssen. Aus diesem Grund sind die Hallen für die Kreisverwaltung so ideal. Unter anderem war es in der Vergangenheit gang und gäbe, andere Gebäudestrukturen zu bemühen, die Akten zu lagern. Diese werden jetzt zum Teil wieder aufgegeben und zusammengefasst in Fürstenwalde im Archiv-, Lese- und Medienzentrum. Darüber hinaus bildet man hier am Standort auch das zukünftige Brandenburg Katastrophenschutz Zentrum. Auch hier gab es das gleiche Problem wie beim Archiv-, Lese- und Medienzentrum, alles war verteilt auf verschieden Orte im gesamten Landkreis. Dem wird nun entgegengewirkt und alles an einem Ort zusammengefasst. Das Bauvorhaben sieht detailliert vor, dass in der Modulhalle ein zweigeschossiger Büroneubau integriert und über zwei Ebenen ein Archivmagazin eingebaut wird. Das Archiv-, Lese- und Medienzentrum wird im Erd- und Obergeschoss barrierefrei erschlossen und ist über einen behindertengerechten Aufzug verbunden. In der früheren Zellhalle erfolgt nach dem Umbau die Nutzung als Feuerwehr- und Katastrophenschutztechnisches Zentrum unter Einbeziehung des Technischen Hilfswerks. Im rechten unteren Bereich der Halle wird ein neuer zweigeschossiger Verwaltungstrakt zur Aufnahme von Büro-, Besprechungs- und zusätzlichen Lagerräumen integriert. Benötigte Flächen zur Aufnahme der Atemschutzübungsstrecke, der Schlauchwerkstatt, der Atemschutzgerätewerkstatt, der Küche und weiterer Büroräume werden im Erdgeschoss der zweigeschossigen Funktionsspange angeordnet. Dort sind Umbaumaßnahmen zur Herstellung der funktional zusammenhängenden Räumlichkeiten nötig. Im Obergeschoss befinden sich die zusätzlichen Räumlichkeiten für das THW mit Büro-, Aufenthalts-, Sanitär- und Umkleideräumen. Erschlossen ist der obere Bereich durch zwei getrennte Treppenräume und einen neu installierten Aufzug. Im Rahmen der Nutzungsänderung ist für diese Halle eine Umplanung der Hallenausfahrt vorgesehen. Die neue Ausfahrt wird sich an der östlichen Giebelseite der Halle befinden.

 

 

 

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