Für den Verein zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien und regionaler Infrastrukturen e.V. war dies ein ganz besonderer Tag, denn er war für den pro-agro-Marketingpreis in der Kategorie „Direktvermarktung“ nominiert. In der Brandenburg Halle waren die Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien ebenfalls prestigeträchtig vertreten – mit einem Stand, der es in sich hatte. Groß thronte über dem Stand das Schild „Brandenburger Bierstraße“ Die 16 Mitglieder hatten für die Tage der Grünen Woche aus ihren Brauereien ihr bestes Bier zum Verkosten bereitgestellt, was für großen Anklang unter den zahlreichen Besucher sorgten. Das Finsterwalder Brauhaus und die Braumanufaktur Potsdam – beides Vereinsmitglieder – hatten sich darüber hinaus dafür entschieden, zusätzlich einen eigenen Stand für Präsentationszwecke zu nutzen. Bei ihnen gab es dann natürlich noch ein breiteres und facettenreicheres Angebot, das ebenfalls von den Messebesuchern sehr gut angenommen wurde. Wegen des hohen Zuspruchs denken die Mitglieder schon jetzt darüber nach, ob es nicht für die Zukunft viel mehr Sinn macht, den Stand zu vergrößern, um sich dort gemeinsam zu präsentieren und verstärkt zu zeigen, was noch für interessante Sorten im Angebot der einzelnen Privatbrauereien sind. Denn die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und so könnte man den Gästen ein noch breiteres Angebot zur Verfügung stellen und bei einem Gespräch mit den Braumeistern aus erster Hand etwas über die Vielfalt der Brandenburger Bierspezialitäten und die Brandenburger Bierstraße erfahren. Der pro agro-Marketingpreis, den der Verband bereits seit dem Jahre 2000 jedes Jahr im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin verleiht, zählt zu einer der begehrtesten Trophäen in der regionalen Ernährungs- und Tourismus-Branche. Er ist zum Markenzeichen von Produktentwicklung und Gastlichkeit made in Brandenburg geworden, dessen Strahlkraft über die Grenzen des Landes hinausreicht. Die zentrale Botschaft lautet: Brandenburg ist Kreativität, Innovation und Unternehmertum. In drei Bereichen werden die Verleihungen vorgenommen: zum einen in der Kategorie Ernährungswirtschaft, in der Direktvermarktung sowie in der Land- und Naturtourismus Branche. In diesem Jahr haben sich 46 Unternehmen um die begehrten Titel beworben und wurden durch eine Fachjury bewertet. Die ersten drei Gewinner jeder Kategorie werden dann auf der Grünen Woche in der Brandburghalle durch pro agro prämiert. Den 1. Platz des pro agro-Marketingpreises 2017 in der Kategorie „Direktmarketing“ hat der Verein zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien und regionaler Infrastrukturen e.V. mit seiner innovativen Idee der „Brandenburger Bierstraße“ gewonnen. Die Brandenburger Bierstraße wurde anlässlich des 500. Jubiläums des Deutschen Reinheitsgebotes im Rahmen des 3. Brandenburger Brauereitreffens in Potsdam eröffnet. Sie verbindet 13 Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien. Der Untertitel „Er Fahren Sie Genuss!“ fordert die Gäste zu einer Radtour durch Brandenburger Landschaften auf und bittet zur Einkehr in die liebevoll gestalteten Biergärten und Gasthäuser der Brauereien. Der zur Bierstraße gehörende „Reisepass“ führt alle Brauereien auf und sammelt die Stempel. Schafft man es innerhalb eines Jahres (Start 1. Stempeleintrag), alle 13 Stempel zu sammeln, bekommt man vom letzten Wirt ein „Bierstraßen-Glas“ mit Füllung geschenkt. Agrarminister Jörg Vogelsänger und die Vorstandsvorsitzende Hanka Mittelstädt überreichten den Preis nebst Urkunde unter tosendem Applaus. Kai Rückewold, Geschäftsführer pro agro e.V., definierte das Ansinnen des Verbandes so: Mit den jährlich wechselnden Jahresthemen möchte pro agro Unternehmen, Traditionen und die lebendige Kultur des ländlichen Raums in Brandenburg stärken und damit einen immer wieder veränderten Blickwinkel auf die kreativen Produktideen des Landes aus regionaler Kulinarik und ländlichem Tourismus bieten. „Handgemacht – mit Lust & Liebe. Genuss made in Brandenburg!“ heißt 2017 die Überschrift der Aktivitäten und Veranstaltungen des Verbands. Dahinter steht die Leitidee, interessante Menschen produzieren Lebensmittel-Spezialitäten von der landwirtschaftlichen Direktvermarktung bis zum Ernährungshandwerk. Auch Jörg Vogelsänger ist voll des Lobes: „Die eingereichten Bewerbungen zeugten von der Qualität und der Innovationskraft der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie der Landurlaub-Anbieter. Der Jahrgang 2017 zeigt erneut, dass gerade auch kleine und mittelständische Unternehmen sowie Vereine in der Lage sind, gut auf individuelle Trends zu reagieren und mit wachem Blick auf die Bedürfnisse von Verbrauchern und Gästen einzugehen.“

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